Der „Senator“ strandete in Istanbul. Ein Zubringer-Flug landet verspätet, der Anschluss nach Bangkok ist weg, das Gate längst zu, die Reisepläne in Trümmern.
Normalerweise der Moment, in dem eine Premium-Airline zeigt, was sie kann. Stattdessen beginnt ein groteskes Schauspiel.
Über drei Stunden werden die Passagiere zwischen Turkish-Airlines-Transferdesk, LOT-Schalter und dem Drittabfertiger „Gozen“ hin- und hergeschoben.
Kein Priority-Handling, keine Lounge, keine klare Ansage – nur Plastikstühle in der öffentlichen Abflughalle für Business-Class- und Gold-Kunden.
Während LOT und Turkish Airlines sich um Zuständigkeiten streiten, schauen die Gestrandeten zu, wie ihre Zeit und ihre Nerven zerrieben werden.
So lässt Turkish Airlines einen Senator buchstäblich sitzen – in einem der wichtigsten Drehkreuze der Airline.
Als sich endlich ein Turkish-Airlines-Supervisor dem Fall annimmt, scheint kurzzeitig Rettung in Sicht. Doch die vermeintliche Lösung entpuppt sich als weiterer Schlag ins Gesicht des Kunden:
Die ursprüngliche Buchung wird einfach gelöscht, die Reise ohne Vorwarnung in zwei separate One-Way-Buchungen aufgespalten.
Das heisst: Die sorgfältig reservierten Business-Sitze 1E/1F sind weg, das Paar wird auseinandergerissen – Komfort und Planbarkeit: passé.
Zwischendurch steht sogar ein Downgrade im Raum. Aus Business wird beinahe „Pech gehabt“.
Der Albtraum geht in Bangkok weiter. Statt Entspannung im Urlaub: banges Checken der Buchung – und der nächste Schock:
Im System scheint es nur noch für eine Person einen Rückflug zu geben – für die zweite ist lediglich der Hinflug vermerkt.
In Bangkok interessiert sich die Hotline ebenfalls nicht für den Vielflieger mit dem Top-Status. Über 1,5 Stunden Gespräche mit der Miles-&-More-Senator-Hotline und der Elite-Hotline von Turkish Airlines.
Immer wieder dieselbe Geschichte erzählen, immer wieder Weiterleitungen, immer wieder ausweichende Antworten.
Am Ende bleibt der Eindruck: Niemand fühlt sich wirklich zuständig – und der Kunde ist dem undurchschaubaren Ticketing-System ausgeliefert.
Sinngemäss meint eine Turkish-Airlines-Mitarbeiterin zum Premium-Kunden: Mir doch egal.
Brisant ist der Fall auch für Schweizer Kundinnen und Kunden: Turkish Airlines tritt als enge Partnerin von Swiss auf, wirbt aggressiv um Premiumkunden.
Und zeigt im Ernstfall ein Bild des Versagens. Status, Loyalität und Business-Ticket sind offenbar etwas wert, solange alles glattläuft.
Wird es kompliziert, zählt vor allem eines – dass sich niemand verantwortlich fühlen muss. Die Medienstelle von Turkish Airlines schweigt. Auch hier gilt: Mir doch egal.
Es gibt kein korrupteres, inkompetenteres oder kundenunfreundlicheres Geschäft als die Airline Industrie. Die Airlines sind meist staatlich beherrscht und geniessen oft Monopolstatus, was sich halt negativ auswirkt. Und dann immer diese einfältige Ausrede von höherer Gewalt.
Sollte auch uns allen sowas von völlig egal sein!
Neue Rubrik auf IP, jeweils mimimimittwoch’s darf jemand (vorzugsweise Boomer) über seine Alltagssorgen und Problemchen lamentieren.
Wer sich Pappenheimer als Partner/Gegenpartei aussucht ist selber schuld
Es ist genau das gleiche Problem mit der Zahn- (und/oder ästhetischen) Versorgung in der Türkei. Wenn alles schiefgeht, ist es absolut niemandes Schuld. Auch wenn alles im Voraus bezahlt. Wann werden die Westler aufwachen ?
Komfort und Loyalität? Typisches ü50 Boomer Thema
Türken dabei? Alles klar.
Wenn Problem gross, islamische Clanorganisation überfordert.
Man fliegt auch nicht nach Bangkok!
du meinst wegen dem vielen smog, oder wegen der prostitution
Die Geschichte zeigt doch vor allem Eines : Wenn’s drauf ankommt, sind Business Class Gold Status Passagiere halt doch nicht gleicher als Economy Passagiere.
Gleicher als Andere ist man nur mit einem eigenen Jet.
Fly Emirates!
Ich meide Lufthansa & Co wenn immer es geht.
Guess what, ist mir auch egal!
Selten dämlicher Artikel.
Der Gold-Vollpfosten mit seiner Blingbling-Tante ist zu spät gekommen und sein Anschluss ist weg. Das wäre auch bei einem Normalflieger so gewesen.
Nur weil sie zusammen viel CO2 produziert haben, meinen sie nun, dass man ihre Faul- und Nachlässigkeit belohnt, indem man ihnen all ihre schnöseligen Wünsche von den Lippen abliest.
Hoffe, sie konnten den Flughafen noch lange geniessen.
Ab nach Bangkok & mit dem Schnelltaxi nach Pattaya?
Och menno, waren die bösen Türken gemein zu dir?!
Und in China ist heute morgen unglücklicherweise ein Reissack umgefallen! IP verliert mit solchen „Lückenfüllern“ mittlerweile fast täglich an journalistischem Niveau. Bitte aufhören damit, danke
„Mümümü, mir wurde nicht der rote Teppich ausgerollt, dabei habe ich extra auf den Tisch gehauen und mich lauthals beschwert! Was soll das? Das ist mein gutes Recht als Senator, sprich als einer von zig-tausend.“
Wenn man schon diese Ansprüche hat, dann fliegt man auch nicht mit zwei Zwischenstopps (die Person ist ja mit LOT geflogen) nach Bangkok um irgendwie möglichst vorteilhaft die Meilen einzusetzen, sondern nimmt Thai Airways direkt (übrigens auch ein Star Alliance Carrier).
Selber Schuld, wer mit Turkish fliegt. Ausserdem ist ein Senator-Status überhaupt nichts Besonderes, vielleicht wäre es angesagt das nächste Mal mit der Lufthansa Group zu fliegen?
Mir kommen gleich die Tränen.
Direktflug nehmen.
Wenig Stutz ausgeben aber hohe Erwartungen haben. Pure Hysterie.
Darum fliege ich NetJets.
Der Senator Status ist überholt, es gibt inzwischen zu viele.
Wäre ich alles mit LH geflogen hätte ich inzwischen vermutlich HonCircle aber da müsste ich auch zusammen mit Schweizer Boni – Bankstern zusammen reisen. Igitt!
na, die Schwalben haben aber echt dicke Probleme!
Er hat ja den Flug verpasst…
Ui nei!
Das ist wirklich schockierend. Vor solchen Zuständen treten andere Katastrophen in den Hintergrund.
Ich hoffe, das Paar findet einen guten Therapeuten, um dieses schreckliche Trauma hoffentlich nach ein paar Jahren erträglicher zu machen. Überwinden wird man sowas kaum je können, dazu ist es zu furchtbar.