Ja, Sie lesen richtig, mein Freund Marco ist verliebt. Endlich, nach fünf Jahren des Allein-Seins, hat er seine neue Traumfrau gefunden.
Wie es ihm geht? Nun ja, das wissen wir nicht ganz so genau. Wir sehen ihn kaum noch. Mir gehen gerade sehr viel Gedanken durch den Kopf, weswegen ich nun auch dieses Essay schreibe.
Zuallererst und vor allem: Ich freue mich unglaublich für Marco. Er hat es verdient.
Ich habe an dieser Stelle oft davon geschrieben, wie viele tolle Menschen ich in meinem Umfeld kenne, die dazu verdammt sind, allein leben zu müssen.
Marco war einer davon. Super Marco, ich freue mich sehr für dich.
Kennen gelernt hat er seine neue Freundin übrigens nicht über eine Onlineplattform, sondern durch puren „Zufall“ in seinem privaten Umfeld.
Und bestätigt damit meine Meinung, dass man online kaum sinnvolle Bekanntschaften machen kann, denn die wirklich guten Begegnungen beschert einem das Leben – live.
Eines der ersten Dinge, die Marco nach all den Jahren des Alleinseins erfahren hat, ist eine schlichte, aber sehr aussagekräftige Sache.
Er meinte, es sei einfach nur ganz unglaublich wunderbar, am Morgen neben jemanden aufwachen zu dürfen, den man liebt.
Es ist wie mit allen Mankos im Leben: Wenn man etwas hat, betrachtet man es als normal, und es fällt einem nicht mehr auf. Hat man die (für andere) schlichtesten Dinge nicht, sind sie ein Geschenk des Himmels, wenn man sie wieder erfahren darf.
Ersteres hat mit fehlender Demut und Aufmerksamkeit dem Leben gegenüber zu tun, Letzteres tönt schon fast zu simpel, um wahr zu sein.
Aber die Feststellung ist eben schon richtig: „Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man mit Geld nicht kaufen.“
Wir sind uns dessen einfach viel zu wenig bewusst.
Zurück zu Marco. Also um ehrlich zu sein, findet wohl gerade jetzt ein Wandel statt. Ein Wandel, der mich beschäftigt.
Denn bis anhin „funktionierte“ Marco im Verbund mit anderen Menschen, Freunden, vor allem aber auch mit Single-Männern – aus deren „Club“ er nun austreten konnte. Das gemeinsame Schicksal verbindet einen.
Mit wem sollte man Urlaub machen (wenn man allein nicht gerne in die Ferien geht), mit wem verbringt man Feiertage (wenn man keine grosse Familie hat), mit wem die langen Sonntage?
Schicksal verbindet, und Zeit wird zusammen verbracht, Freundschaften können vertieft und gelebt werden.
Marco meinte zu seinen Freunden, dass man schon wieder mal abmachen könne. Vielleicht mal unter der Woche auf ein kurzes Bierchen. Oder möglicherweise auch mal an einem Wochenende, an einem Sonntagnachmittag vielleicht zu einem Kaffee.
Sie sehen, worauf ich hinauswill. Die Freundschaft zerschellt an den Klippen der neuen Realitäten, wenn die Schicksalsgemeinschaft keinen Bestand mehr hat.
Was ich damit sagen will, ist meine immer wieder aktuelle Feststellung, dass die Einsamkeit unsere gesamte Gesellschaft unglaublich stark verändert, leider nicht zum Guten.
In der Not bilden sich Schicksalsgemeinschaften, um dem Elend wenigstens partiell, ansatzweise die Stirn zu bieten.
Gehört man zu den wenigen, die es schaffen, die Einsamkeit zu überwinden und wie Marco den „Lucky Punch“ zu erzielen, dann verfällt man in einen Habitus, unter dem man früher selbst gelitten hat.
Singles sind an Wochenenden meist allein, Singles gehen meist allein in die Ferien, und Singles verbringen einen Grossteil der Festtage ebenfalls allein.
Singles werden zwar nicht per se gemieden (das aber auch, leider nur allzu oft), aber Singles werden bei Freunden nur noch unter der Woche eingeladen.
Die „Königstage“ für Einladungen, also Freitag und vor allem Samstagabend, sind Paaren vorbehalten. Keiner will dann ein drittes Rad am Wagen haben.
Ist man bis zum Lucky Punch allein und leidet unter diesem Zustand in vielfältiger Art und Weise, wird man nach dem Lucky Punch genau so zu einem die Singles ausgrenzenden Menschen.
Die eigene Zeit gehört ab sofort nicht mehr den Schicksalsgenossen.
Ich denke, so weit ist das irgendwie ganz normal. Gut ist es bei weitem nicht, aber wohl sehr menschlich.
Und so gibt es aus meiner Sicht eigentlich nicht sehr viel zu sagen oder zu raten. Nur so viel: Man möge sich von Herzen freuen, für den Freund, der es geschafft hat.
Denn er hat es nicht nur verdient, sondern die eigene Haltung der Freude für einen Freund birgt mit positiven Vibes mehr Chancen im Leben.
Meine andere Feststellung, mein anderer Rat: Man hüte sich vor der Einsamkeit, sie ist ein derart zersetzendes, zerstörendes, schädliches, belastendes, destruktives, demoralisierendes und wohl auf das Ganze gesehen tödliches Momentum, dass wir nicht genug achtsam sein können.
„Man kann nicht zur selben Zeit weise und verliebt sein“ (Bob Dylan)
Ich habe meine Frau vor 42 Jahren am Arbeitsplatz (also physisch) kennen gelernt. Wir sind immer noch ein Paar.
Weil Tinder 1985 im ARPANET ausschliesslich durch Männern vertreten war.
War das am Paradeplatz ? Weil wenn es nicht am Paradeplatz gewesen wäre hätte Ihr Post hier nichts zum suchen oder weil hier geht es nur um der Paradeplatz.
@Hans Schweizer, ich habe meinen Partner vor 52 Jahren bei der Schweiz. Volksbank in Bern physisch kennengelernt und wir sind immer noch ein Paar.😁
Wenn es nicht klappen sollte, ich empfehle Ferien in Thailand. Vorzugsweise gleich in Pattaya. Für Thailänderinnen ist Alter, Aussehen und Zustand eines Mannes unwichtig. Auch wenn jahrelang der Service an sich selbst vernachlässigt wurde.
Es gibt auch viele Online Plattformen zum Stöbern und sich vorbereiten.
Hier finden jeder Topf einen schönen Deckel.
Mein bester Freund sagt (aus seiner eigenen Erfahrung), dass das stimmt, was Sie beschreiben. Aber Mann sollte in Thailand auf keinen Fall einen Anflug von Romantik erwarten.
Liebe Freunde von der UBS, Mbaer, Vontobel…
Wenn der Job weg ist, ist auch die Frau weg. Vor allem wenn es ein Status Job war und die Aussichtslosen Aussichten auf etwas neues ähnlich statushaftes durchschimmern.
Keine Frau möchte einen Looser. Und schon gar nicht wenn der Kravatten Heini seine Frau nur bekommen hat weil er mit seinem „coolen“ Job geblufft hat.
Loser hat nur ein o, Du Loser!
Bist wohl selbst der grösste loser hier.
Heureka – UBS – Jobwegfrauweg
Swiss Crew in Dubai macht den Schettino. Schande!
Der Kenner lernt seine Frau in 🇹🇭 kennen.
Das freut mich für ihren Freund.
Aber der letzte Absatz stimmt nicht so ganz. Menschen die kein Problem mit dem Allein sein haben, stehen vielfach sehr fest im Leben und sind nicht von anderen Gesellschaften abhängig, um happy zu sein.
Die erfolreichsten Menschen die ich persönlich kenne haben einen sehr sehr kleinen Freundeskreis und brauchen nicht mehr. Viele weniger Erfolgreiche brauchen die Bestätigung eines Umfeldes.
Genau, introvertierte habe null Probleme damit, allein zu sein. Aber die meisten Menschen, die nicht introvertiert sind, verstehen das nicht.
Das Aneinanderreihen von Gemeinplätzen ergibt selten philosophische Sinntiefe. Ihnen fehlt wohl einiges im Alltag, Herr Presta. Am Besten suchen Sie den Kontakt mit einem Lebensberater, einem weiteren Ueberflüssigen.
Was soll dieser Mist hier? Es wird Zeit IP abzuschalten
Wer solch einen Autoren zum Freund hat wird gewiss zeitnah erneut zum Taschenbillard zurückkommen..oder schreibt er von sich selbst? Das würde nichts am Ergebnis ändern.
Das ist bedauerlich.
Früher gab es für solche Themen mal den Musenalpexpress 😉
Viele Beziehungen entstehen weil man der Einsamkeit entfliehen will. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Wahre Liebe kann sich nicht entfalten wenn man jemand anderes als sich selbst verantwortlich macht, um seine innere Leere zu füllen.
Niemand anderes als du selbst kann die innere Leere auffüllen.
Der westliche Mann, der sich heutzutage auf eine moderne Frau einlässt, hat alles verdient, was er danach erleidet.
Die Zeit nach 1989 hat beileibe genug Horrorgeschichten hervorgebracht, dass er es hatte besser wissen müssen.
„Einsamkeit“ ist ein perfider ideologischer Kampfbegriff, um selbstständige Männer, die sich dem weibischen Kollektivismus der heutigen Zeit, welcher jegliche Menschenwürde und Freiheit erstickt, entziehen, fertig zu machen.
Der Autor hat wohl zu viel Soja gegessen.
Ich bleibe Single
Dieses presta gesuelze ist wie immer unertraeglich. nachdem ihn seine SChnitte fuer einen bling bling mann verlassen hat muessen wir hier vierteljaehrlich sein gedusel anhoeren. Wieiele Frauen fuehlen sich angezogen von einem schleimer wie dieser der sich als Beruf als Geschichtenerzaehler ausweist.
Mein Therapeut sagt mir immer, dass ohne dicke Brieftasche und Sportwagen eh nichts läuft. Bin jetzt schon 10-Jahre solo.
Dein Therapeut fährt jetzt den Sportwagen, finanziert von 10-Jahren Therapiestunden..😂
I am what I am
I don’t want praise
I don’t want pity
I bang my own drum
Some think it’s noise
I think it’s pretty
(Gloria Gaynor)