Er parkiert einen wunderschönen Maserati vor dem Hafenrestaurant. Es entsteigt ein Mann in den späten Fünfzigern.
Doppelreiher, schätze Brioni. Grauschwarzes Haar, schelmhaft stechender Blick. Mediterraner Typ, Rohstoffhändler, Familienmensch.
Es war nicht einfach, den Termin zu bekommen. Seine Mutter (82), herzensgute Nachbarin und Nonna, hat es arrangiert, den erfolgreichen Filius treffen zu können und über eine mir bisher unbekannte Vergangenheit der Schweiz zu reden.
Eine dunkle Vergangenheit, geprägt von bitterer Armut, Angst, Scham.
Es herrscht etwas kühle Distanz. Er dankt, plötzlich ins Italienische wechselnd. Seine rüstige Mutter schwärme von der netten Spanierin nebenan.
Es sei für ihn eine Erleichterung, jemand in der Nähe der Mamma zu wissen, welche ein waches Auge und Verständnis für das Alter habe. „È un piacere, per me, sono io che devo ringraziare sua madre, per la bontá del suo essere.“
Das Eis ist gebrochen. Der knallharte Trader assoziert mich mit seiner Mamma, dem Zentrum jeglicher mediterranen Lebensform.
Die harte, elegante Schale entschwindet, genauso wie gerade die Nebelfetzen über dem schönen Zugersee, dem schönsten See der Schweiz.
Mein Vater war Saisonnier, bis in die späten Siebzigerjahren. Er lebte in einer schäbigen Baracke mit den anderen Bauarbeitern. Mutter war Büglerin in einem Hotel, auch in der Saison, teilte sich ein Mansardenzimmer im Dach des Hotels.
Ich lebte anfänglich bei den Grosseltern, unten in Sizilien, in einem Dorf am Hang des Vulkans. Meine Mutter weinte nächtelang wegen mir, so schmuggelten sie mich schliesslich in die Schweiz. Mütterliche Sehnsucht ist gross.
Er lächelt. Ein eher herausgedrücktes Lächeln. Mutter und ihre Zimmergenossin in der Hotelmansarde wechselten sich ab, dank den Arbeitsschichten in der Wäscherei. Sie unterhielten mich so gut wie es halt ging.
Ich war sieben Jahre alt. Die Mansarde war klein. Es gab ein Etagen-Bad und WC. Die anderen Frauen im Dachstock wussten von meiner Existenz.
Doch sie schwiegen eisern gegenüber der deutschen Gouvernante. Die war sowieso abends oft betrunken, gemäss meiner Mutter.
Laut sein, weinen, lachen, das ging einfach nicht: Zitto, ti portano via per sempre. (Sei ruhig, die nehmen dich für immer mit!)
Der Kofferträger, ein riesengrosser Serbe, schmuggelte mich jeweils in einem grossen Wäschekorb in den Aussenhof, wenn er schichtfrei hatte. Wie im Film, doch es war Realität, meine Realität.
Von da gingen wir an den nahen See spazieren. Wir bauten mit kleinen Stecken Häuschen und wateten bei gutem Wetter mit den Füssen im Wasser.
Am Sonntag trafen Mutter und ich am Bahnhof meinen Vater, aber nur wenn es mit dem Schichtwechsel des serbischen Porteurs und dem Wäschekorb zeitlich klappte. Ansonsten schauten wir desolat aus dem kleinen Dachfenster, stundenlang.
In die Schule ging ich nicht, ich konnte ja nicht. Mutter brachte mir das Lesen bei, mit einem dünnen Lesebuch aus Italien.
Eines Abends, es war bitterkalt, gab es einen Notfall. Jemand hatte dem Hotelpersonal zugeflüstert, es würde eine Kontrolle der Fremdenpolizei im Hotel stattfinden, man suche nach versteckten Kindern von Saisonniers.
Der Nachtportier, ein Belgier, übernahm überstürzt die Rolle des serbischen Riesen. Meine Mutter hob mich aus dem Korb. Wir stiegen in einen städtischen Bus und fuhren den ganzen Abend, die Buslinien wechselnd, hin und her, kreuz und quer in der Stadt herum, bis zum letzten Bus der Nacht.
Erschöpft trug mich meine Mutter zurück ins Mansardenzimmer, da ich einschlief.
Zu allem Elend schneite es Mitten im April, „un vero casino.“ Die Fremdenpolizei, unsere grösste Angst im Alltag, erschien diese Nacht übrigens nicht im Hotel.
Auch sonst nicht. Wir hatten einfach Glück.
Die Augen des eleganten Endfünfziger, erfolgreicher Zuger Rohstoffhändler mit Maserati, wurden beim Erzählen der letzten Busepisode gläsern. Ich denke, er hätte am liebsten angefangen zu weinen. Ich auch.
Doch das gehört sich nicht für einen Titanen wie ihn, der förmlich aus dem geschmuggelten Wäschekorb die Höhen des weltweiten Rohstoffhandels erklommen hat.
Das Saisonnierstatut erlaubte keinen Stellenwechsel, die Arbeits- und Wohnverhältnisse waren häufig prekär (Baracken) und der Familiennachzug war verboten.
Die Kinder der Saisonniers wurden – wenn sie nicht bei den Grosseltern in der Heimat gelassen wurden – in grenznahen Heimen untergebracht oder in der Schweiz versteckt.
Dies führte zu einem illegalen Aufenthalt, was für die Kinder bedeutete, dass sie nicht die Schule besuchen konnten. Schätzungen gehen davon aus, dass in den Siebzigerjahren 15’000 versteckte Kinder in der Schweiz lebten.
Noch heute erhalten Eltern mit früheren B-Ausländerausweisen (Saisonniers) von der AHV keine Erziehungsgutschriften für deren Kinder gutgeschrieben (die Norm wäre eine Gutschrift von 16 Beitragsjahren).
Der Bundesrat hat den Auftrag einer historischen Aufarbeitung des, 2002 abgeschafften, Saisonnierstatuts und deren Folgen, im Jahr 2024 abgelehnt.
Ab den 60ern wurden die Arbeits-Markt-Verzerrer von der Politik zu Tausenden importiert, um den Arbeits-Markt zu Gunsten der Arbeitnehmer auszuhebeln.
Der Grund war, dass die Schweizer mehr Lohn für die Arbeit wollten.
Also hat die Politik den Arbeits-Markt mit unterbezahlten Arbeits-Markt-Verzerrern überschwemmt.
Ein Arbeits-Markt-Verzerrer hat seinerzeit ca. 25 % weniger Lohn als ein Schweizer erhalten, natürlich für exakt dieselbe Arbeit.
Die Differenz zum tatsächlichen Lohn hat der Kapitalist abgezockt.
Das Ganze hat die Politik dann bis heute durchgezogen.
Korrektur, bis der Kommentar gelöscht wird:
„…Ab den 60ern wurden die Arbeits-Markt-Verzerrer von der Politik zu Tausenden importiert, um den Arbeits-Markt zu Gunsten der ARBEITGEBER auszuhebeln…“
Roli, wer sollte deinen Dummschwatz löschen?
Die Abschaffung des Saisonnierstatuts wg. EGMR war der Anfang vom Ende der Schweiz.
Immer daran denken, wie du selbst behandelt werden möchtest.
Jedenfalls werden alle die freiwillig kommen, hier besser behandelt als da wo sie herkommen. Sonst würden sie wieder gehen.
Klar, Lisa. Migration ist wenigstens im Uuf und devoo immer freiwillig.
irgendwie niedlich, wie armselige Robots über ihr nicht vorhandenes Leben schreiben können. Fremdenpolizei ist auch nur ne Erfindung eines authoritären Staates, der sein Leben nicht in den Griff bekommt.
Frage:
Ich hätte noch eine alte Pfanne aus Kupfer aus bella Italia zu verkaufen – macht er das auch ? 🤭😂
Wenn eine Branche Zug unsympathisch macht, dann ist es die Rohstoffbranche. Angefangen hats mit Marc Rich und nach Gorbi ist völlig ausgeufert mit den Russen. Geld stinkt nicht…so meinte man in Zug. Aber es tut es eben doch. Maserati beim Zuger-Yachthafen – horrible taste.
Das sieht die Mehrheit in Zug zum Glück anders wie Neider wie Sie. Zug kann Marc Rich auf ewig dankbar sein. Fragen Sie den Finanzdirektor Heinz Tännler, weshalb er im ehemaligen Büro von Marc Rich sitzt.
Neider? Als Zuger-Korporationsbürger beschähmt…
Eine beachtliche Karriere – ich bin leider ausgesteuert und Tellerwäscher in einer
5er-Männer-WG.
Bist du es Palfner?
In Trumpischer Manier Familiennachzug einschränken die bösen Ausländer nehmen uns ja Platz weg…ich bin angewiedert von dieser Art zu denken.
Niemand zwang die Saisonniers dazu, hierher zu kommen. Sie kamen, weil ihr eigenes Land so katastrophal war, dass selbst unter schlechten Bedingungen in der Schweiz zu arbeiten besser war. Warum wird mit dem Finger auf die Schweiz gezeigt, und nicht auf die oftmals korrupten, ineffizienten und unterentwickelten Herkunftsländer, die ihrem eigenen Volk kein würdiges Leben erlaubten? Warum schuldet die Schweiz der halben Welt irgend etwas?
Weil man auch hier versucht, die Schweiz madig zu machen, um weiter an Geld zu kommen. Wie es alle versuchen. Die EU mit dem neuen „Wundervertrag“ ist dann die Krönung.
Hansheiri, die Schweiz schuldet niemandem etwas. Aber wenn es dir zu viel ist, Menschen, welche wir als Arbeitskraft anstellen menschenwürdig zu behandeln, dann schuldest du dir selbst etwas.
Es geht um Menschen und wie man mit Ihnen umgeht. So wie es ausschaut, besteht da bis heute Nachholbedarf!
Wer sind die Schuldigen? Die 4 Regierungsparteien – FDP, Mitte (CVP), SP und SVP. Bei denen lag und liegt auch heute noch die Verantwortung. Die FDP wollte günstige Arbeitskräfte in der Industrie und im Baugewerbe, die SVP für die Landwirtschaft, die SP mehr Zulauf in den Gewerkschaften und der Mitte (der damalige CVP)wars auch genehm. An dieser verhängnisvollen Allianz liegts.Alle müssen sich an der Nase nehmen. Jammern nützt nichts.
Wie menschenverachtend…
Die Italiener haben unsere Schulhäuser gebaut.
Italienische Architekten haben weitgehend unsere Amtshäuser entworfen und für die kunstvolle Ausführung durch unsere und deutsche Handwerker gesorgt.
Hoffentlich kann ich noch lange in der Schweiz bleiben, da ausgesteuert.
Ja, die 70er Jahre waren schlimm. Neben den versteckten Kindern der Saisonniers gab es noch die „Kinder der Landstrasse“, wo man (Pro Juventute)allen sog. „Fahrenden“, Jenischen und Sinti die Kinder wegnahm und ins Heime steckte und ledige Mütter administrativ versorgte. Die KESP scheint noch ein Überbleibsel jener unmenschlichen und autoritären Zeit zu sein. Ach ja, Verdingkinder gab es auch noch bis in die 70er Jahre. Kein Ruhmesblatt für die ach so „humanitäre“ Schweiz.
Dafür gibt es heute für jedes Wehwehchen ein professionell begleitetes Pflästerli-Paket.
Alle kamen freiwillig. Und dass sie blieben beweist, dass es ihnen hier besser ging als daheim. Heute fahren sie jedenfalls Maserati.
Danke für diese traurige Geschichte. Ein Beispiel für viele und eine Schande für die Schweiz. Das müssen wir endlich ins Lot bringen.
Da ich dazu nichts zu schreiben weiss, mache ich hier keinen Kommentar.
Machen Sie doch einfach Artikel zu Themen wie Saisonniers, Ivermectin und Kokainlieferungen und schicken Sie diese an insideparadeplatz zur Veröffentlichungen. Legitimieren Sie Ihre Artikel mit einer absurden Jobbezeichnung wie Laptopingenieur.
Diese Leute fehlen nun in ihrem Herkunftsland.
„Die anderen Frauen im Dachstock wussten von meiner Existenz“
Leider hat es in unserer ausgesteuerten 5er-Männer-WG keine.
Ab den 60ern wurden die Arbeits-Markt-Verzerrer von der Politik zu Tausenden importiert, um den Arbeits-Markt zu Gunsten der Arbeit-Geber auszuhebeln.
Der Grund war, dass die Schweizer mehr Lohn für die Arbeit wollten.
Also hat die Politik den Arbeits-Markt mit unterbezahlten Arbeits-Markt-Verzerrern überschwemmt.
Ein Arbeits-Markt-Verzerrer hat seinerzeit ca. 25 % weniger Lohn als ein Schweizer erhalten, natürlich für exakt dieselbe Arbeit.
Die Differenz zum tatsächlichen Lohn hat der Kapitalist abgezockt.
Das Ganze hat die Politik dann bis heute durchgezogen.
👍
Die Probleme der Heimatländer sind nicht unsere Probleme. Wenn jemand weges des Geldes zu uns kommt, dann zu den Bedingungen, die wir setzen. Der ‚Erfolg‘ zeigt ja: reiner Parasit. Die sollten wir steuern, nicht die uns.
kommen noch dazu etwa gleich viele an der Anzahl , meist CH Väter und Saison Mütter. Unehelich. Zu dieser Zeit inakzeptabel. Hat sich für einige schon gelohnt zu haben.Und nur weil man nicht darüber spricht heisst es das nicht dass es heute keinen Sklavenhandel mehr gibt. In der CH.
Genau, das ist ja das Problem. Es geht in Anbetracht der Massenzuwanderung nicht mehr lange, bis wir uns fremden Gebräuchen anpassen müssen.
Lachende Sieger sind die grosskapitalistische FDP wegen Billigarbeit und Immobilienbau und Rot/Grün wegen Umgestaltung der Schweizer Traditionen in Richtung Etatismus à la DDR.
Das mit dem angeblichen „Geld“ müssen sie zuerst mal noch lernen (wie die Massen), denn wir haben kein Geld, sondern Währungen, und diese entstehen durch Verschuldung gegen sich jährlich wiederholende Zinsversklavung/Schuldzins-erpressung. Solange dies so ist,und wir uns das gefallen lassen werden wir gesteuert.
Die tatsächlichen Parasiten sind die Banker, die Kreditschöpfer und Zinskassierer! Die setzen Euch alle unter Druck und bereiten Euch ein Leben in Unfreiheit.Geld muss durch Arbeit entstehen, nicht durch Kreditschöpfung! Kreditwährungen als gesetzliches Zahlungsmittel sind Versklavung
Fränkli verdient, mit wenigen Sätzen.
Und noch einen 1000er obendrauf für den „name drop“ der Ital. Sportwagenfirma …
Ich habe meinen Beitrag geschrieben:
10 Millionen JA.
Er war schnell auf Position 5 hier mit 17 Likes und 0 Daumen runter.
Dann plötzlich hatte der Beitrag innerhalb von 5 Minuten 30 Daumen runter und ist jetzt zuunterst.
Da wird im großen Stil manipuliert, von wem wohl ??
Für was alles soll denn die Schweiz noch schuld sein ? Als Nächstes will man noch mehr Geld, darauf läuft es ja immer hinaus. Dabei kamen ja die Leute freiwillig. Wir sind doch nicht schuld über die Verhältnisse in Italien, wegen denen sie alle in die Schweiz kamen. Heut würde er jedenfalls keinen Maserati fahren, wenn er in Italien geblieben wäre.
Und heute sind wir wieder gleich weit. Daher ein dickes JA zur zehn Millionen Initiative.
Studiere die Geschichte von damals – Schwarzenbach Initiative aber auch viele verstorbene Italiener die hier auch eim mehrwert geschaffen haben. Ich vermisse diese Zeiten auch wenn wir diese als Tschimggen genannt haben und heute haben wir den Scheiss nicht wegen denen die damals in die Schweiz kamen. Vollen Respekt und Dankbarkeit all denen die dieses Land gedient haben.
Wer schreibt denn hier plötzlich im Namen von Frau Villalon ?
Für was alles soll denn die Schweiz noch schuld sein ? Als Nächstes will man noch mehr Geld, darauf läuft es ja immer hinaus. Dabei kamen ja die Leute freiwillig. Wir sind doch nicht schuld über die Verhältnisse in Italien, wegen denen sie alle in die Schweiz kamen. Heut würde er jedenfalls keinen Maserati fahren, wenn er in Italien geblieben wäre.
Und heute sind wir wieder gleich weit. Daher ein dickes JA zur 10 Millionen Initiative.
WEF – BlackRock – Schwab – BI, die Hitlers kriege mitfinanziert haben genauso die WHO , die Plandemie erfinden um uns alle zu versklaven. Die Schweiz hst sich selbst das Grab geschauffelt und das ende Naht!
Für was alles soll denn die Schweiz noch schuld sein ? Als Nächstes will man noch mehr Geld, darauf läuft es ja immer hinaus. Dabei kamen ja die Leute freiwillig. Wir sind doch nicht schuld über die Verhältnisse in Italien, wegen denen sie alle in die Schweiz kamen. Heut würde er jedenfalls keinen Maserati fahren, wenn er in Italien geblieben wäre.
Und heute sind wir wieder gleich weit. Daher ein dickes JA zur zehn Millionen Initiative.
Offenbar wurde die Daumen – Manipulation up/down etwas entschärft.
Danke.
Wie man sieht, wird weiter manipuliert .
Ich bin etwas verblüfft wie viele sich hier angegriffen fühlen und sich aufregen. Eigentlich geht es in dem Artikel um eine ErfolgsStory einer Person die es sich nicht an aussuchen konnte in oder nicht in die CH zu kommen. Keinen Zugang zur Schule hatte und um eine Mutter. Eine echte Mutter. Gen Boomer verblendete Knuppensager. Anstatt das Problem einmal richtig anzugehen einfach jede Runde wieder auf den gleichen Mist reinfallen. Zuerst Ausländer reinholen und dann in die Schuhe schieben. Hallo 3.WK, Tschüss Wohlstand
Die meisten Kommentatoren hier argumentieren auf dem Niveau von Menschen, die sie unter anderen Umständen als Eseltreiber beschimpfen.
Wissen Sie, H.O. Staub hatte vor vielen Jahren ein Interview mit dem Südafrika Premier Vorster, wo H.O. Staub Vorster zustimmte, als er die Lage der schwarzen Arbeiter als Wanderarbeiter aus ihren elenden Reservaten von Südafrika mit den Schweizer Saisonniers damals verglich und so schrieb auch die NZZ und die Grossbanken. Immerhin hat die Schweiz mit Italien ein AHV Abkommen vereinbart und dies gilt auch für die Türkei.
Das Saisonnier-Statut sollte wieder eingeführt werde! Hier ist ja alles außer Kontrolle! Bedanken können wir uns bei der geldgierigen Wirtschaft und unseren verblödeten Politikern, dass es soweit gekommen ist. Ich bin mit vielen Saisonnierkinder aufgewachsen und in die Schule. Die Eltern dieser Kinder waren fleißig und alles haben es zu was gebracht! Auch die Kinder. Heute kann man von dem nur noch träumen… Die jetzigen Italiener z.B. sind faul geworden und haben keinen Bock mehr… bla, bla, bla…seit 40 Jahren… Die sogenannten Fachkräfte. Es reicht jetzt.
Bei dieser Wahrheit bleibt den Bünzlis das Gipfeli im Hals stecken! Ich habe diese Barracken gesehen: Nicht mal das Vieh würde man dort hausen lassen!
kleinen Plastiksäcken angeboten…🤣
Auch ich habe einen Migrationshintergrund, fühlte mich in der Schweiz aber immer willkommen.
Das war noch eine schöne Zeit als unsere Arbeitsämter aus einem Tisch im Gemeindehaus, bestanden. Ich kannte in den 70er Jahren keinen Arbeitslosen. Aber ich kannte viele Saisoniers. Die haben wirklich gut gearbeitet und denen gefiel es in der Schweiz. In den 3 Monaten als sie die Schweiz verlassen mussten, fuhren sie mit viel Geld nach Italien, Spanien, Jugoslawien u.s.w. Ein Arbeitskollege meines Vaters konnte sich 7 (Sieben) Häuser in Süditalien bauen. Konnte oder kann sich ein Schweizer ein Haus in der Schweiz ohne Hypothek bauen?
Schönster See der Schweiz???? WOHL KAUM! Schlechter Witz und schlechte Schleichwerbung! Einmal schon etwas vom Oeschinensee, Blausee gehört????
Sie haben den Kern des Artikels erfasst! Bravo!
Die Schweizer haben Ausländer (und Miteidgenossen) über Jahrzente ausgebeutet und wie Sklaven behandelt. Vor allem die Bauwirtschaft. Noch heute wird in dieser Branche gepfuscht, betrogen und dies ohne Kontrollen.
Einer der schwarzen Flecken auf der vermeintlich weissen Weste. Man tut sich bis heute mit einigen Dingen schwer – Verdingkinder, Kinder der Landstrasse, Fichenaffäre u.v.m. Am liebsten würde man es unter dem Teppich behalten.
Beurteilungen aus heutiger Wohlfahrt in eine entbehrungsreich harte, nicht selbst erlebte Vergangenheit kann niemals objektiv sein.
Viele Kinder wurden von den Nazis zusammengetrieben, in Holzschuppen eingesperrt, welche dann angezündet wurden. Schlimmer geht’s nimmer.
In der Schweiz konnten sie wenigstens überleben mit ihren geflüchteten Familien.
Grundsätzlich muss erwähnt werden, dass wir seit langer Zeit in einer unfreien Welt von Erpesserstaaten leben auf diesem Planeten. Seitdem benötigen wir Ausweise, Visum, Aufenthaltsbewilligungen, Impfungen und andere Dinge um uns auf der Erde unter illegaler Kontrolle von Erpresserstaaten bewegen zu können. Einer Erde, die nie von Staaten oder -.Regierungen erschaffen wurde.🤔
Die Idee des Saisonnierstatuts war, dass die Saisonniers irgendwann in ihr Land und zu ihren Angehörigen zurückkehrten. Geld verdienen in der Schweiz, Haus kaufen in Italien, Spanien etc. Was vielen auch gelang. Niemand verlässt seine Heimat gerne für immer. Auch viele Schweizer lebten in einfachen Verhältnissen damals. Etagen-WC, irgendwann dann ein Bad. Vorher Zähne putzen in der Küche.
Regeln sind Regeln. Die Leute kamen freiwillig und liessen sich freiwillig entwurzeln.
Die Lösung ist Remigration und Rücksetzung des Bürgerstatus auf Stand 1990.
Ciao Bella, ciao.
Ist das die Schweiz die es wagt etwas von moral und Menschenrechten zu schwadronieren wenn es um andere Länder geht?
Auslachen.
Immer und überall wo ein Schweizer das Wort Menschenrechte benutzt.
Die Kommentare hier sind auch schon wieder Gold, N4zïgold? Vielleicht. Wahrscheinlich.
Früher waren die eigewanderten Saisoniers (Italiener, Spanier, Türken, Yugoslawen etc) die Lohnsklaven. Jetzt sind die Schweizer die Lohnsllaven (und Mietsklaven), und merken es nicht mal! Hauptsache sie dürfen alle 3 Monate abstimmen gehen und sich dabei wichtig fühlen.
PS: Auch wenn dann die Abstimmungsergebnisse zu nichts führen – ist ja nicht so schlimm
Mich hätte der weitere Werdegang von diesem Rohstoffhändler interessiert. Immerhin hat er durch Fleiss und auch durch die Möglichkeiten in der Schweiz vieles erreichen können. Das freut mich sehr.
Es gibt Menschen, die arbeiten monatelang auf einem Kreuzfahrtschiff. Ohne Familie. Es gibt Menschen, die arbeiten monatelang auf einem Frachtschiff. Ohne Familie. Es gibt Menschen, die arbeiten monatelang auf einer Öl-Plattform. Ohne Familie. Es gibt Menschen, die arbeiten monatelang auf einer Forschungsstation. Ohne Familie. Etc., etc.
Ja, Demokrat. Wäre für dich kein Problem, oder?
Sie haben die Erntehelfer vergessen, die sich auf den Feldern in Spanien den Buckel kaputt rackern.
@Henry ex Seldwyla. Richtig! Und warum? Nennen wir es beim Namen: Weil Sie und viele andere hier in der Schweiz das ganze Jahr Avocado (sind ja so gesund), frische Beeren (herrlich, die vielen Antioxidantien), Mango (heimische Äpfel sind ja so was von boring) essen möchten, aber nicht bereit sind, den ehrlichen Preis dafür zu bezahlen.
Die Katholische Kirche hat auf die Abschaffung des Saisonnierstatus gedrängt, weil die Pfarrer genau die Entwicklung sahen, die von diesem Sohnemann geschildert wird.
Unmenschlich, Mütter, die auf Doppelverdienst angewiesen waren, von den Kinden zu trennen;
Unmenschlich, Eheleuten zuzumuten, dass die während er Saison monatelang ohne Geschlechtsakte sein sollten;
Unmenschlich, Männer tagelange Reisen zuzumuten, die nötigen waren, um den Kopf ihrer Frau auf ihre Schultern legen zu lassen;
Unmenschlich, die «Gast»(!)-Arbeiter isoliert von der hiesigen Gesellschaft leben zu lassen.
Ja, die damaligen Zustände waren für Saisonnier-Eltern und ihre Kinder schlimm. Ich hingegen habe die Saisonniers immer beneidet. Ich fand 9 Monate Arbeit und 3 Monate Ferien einfach toll und beneidenswert.
Nicht vergessen, viele von ihnen konnten in der Heimat ihr Häuschen sanieren oder bauen und leben heute mit guter Schweizer Pension dort. Während viele Schweizer die auch am Fliessband arbeiteten, sich dies nicht leisten können und heute in Mietwohnungen zu räuberischen Mieten leben müssen.
Stimmt, Beobachter. Das rechtfertigt die damaligen Verhältnisse.
Wenn man die damalige Situation mit den heutigen Zuständen im Gazastreifen vergleicht, war das Himmel auf Erden.
Stimmt nicht. Die Dummheit deines Kommentars ist absolut.
“Man soll die Leser überraschen, nicht bewirtschaften.”
Beni Frenkel
Ist Ihnen gelungen, Frau Villalon.
Danke für diesen wunderbar geschriebenen Text.
Auch ein damals Versteckter. Mittlerweile im schönen Spanien lebend.
Und welche Schweinereien und Ungerechtigkeiten verursacht der erfolgreiche, brionitragende und maseratifahrende Rohstoffhändler heute in aller Welt?
Da war es doch nichts anderes ald recht, ihn menschenunwürdig aufwachsen zu lassen, Gelmotti? Ist das das Niveau deiner Argumentation?
Viele anhaltende Probleme gehören zu den importierten Probleme.
Wer seine Kindheit auf dem Land in einem Haus ohne Strom, Telefon oder TV- Anschluss, ohne fliessendem Wasser im Haus aber mit Brunnen vor dem Haus, ohne Waschküche oder Dusche/Bad aber mit Plumpsklo und ohne ÖV mit 3/4-Stunden Fussmarsch im Winter und Sommer zur Schule erleben durfte, könnte noch einiges über eine vergessene Schweiz erzählen.
1)
An die Herrschaften die denken ,,Schweiz“ erhaben über alles, Demokratie, Sauberkeit, Ordnung, usw. Ja das habt ihr Schweizer, WEIL man euch gelassen hat. Die mächtigen Banker Eliten aus London, Hamburg, Frankfurt und später New York haben die Schweiz in deren System aufgenommen. Nicht umsonst ist die BIZ in Basel, und der 1. Zionistische Kongress uter Theodor Herzl ebenfalls. Es sind deswegen viele Gastarbeiter in die CH, DE, AT weil eben diese Elite deren Länder nicht hat sich natürlich entwickeln lassen, haben via CIA korrupte Herrscher installiert oder bombardiert.
Es war zugegebenermassen Hart für die Saisonniers, aber sie kamen ja freiwillig. Die Alternative wäre gewesen in Armut in Italien zu bleiben. So gesehen eine Win-Win Situation.
Für die Schweiz, und dass ist massgeblich, ein viel vorteilhafteres Regime als die PFZ.
„…Der Bundesrat hat den Auftrag einer historischen Aufarbeitung des, 2002 abgeschafften, Saisonnierstatuts und deren Folgen, im Jahr 2024 abgelehnt…“
1 volkswirtschaftliche Folge ist bis heute, dass die Lohnschere zu gross ist, und sich wegen der Importiererei und Vermehrung der Arbeits-Markt-Verzerrer auch nicht schliessen wird. Bis die Einwanderung gestoppt und rückgängig gemacht wird.
Ein von der Politik importierter Arbeits-Markt-Verzerrer hat 25 % weniger verdient als ein Schweizer. Das hat für Lohndruck gesorgt, der bis heute anhält.
„…Der Bundesrat hat den Auftrag einer historischen Aufarbeitung des, 2002 abgeschafften, Saisonnierstatuts und deren Folgen, im Jahr 2024 abgelehnt…“
Die Arbeits-Markt-Verzerrer sind freiwillig gekommen. Und ihre Kinder haben sich auch freiwillig illegal mitgenommen.
Die Schweizer wollten weder die Arbeits-Markt-Verzerrer, noch deren Kinder.
Unser Problem ist, dass die Schweiz wegen der Importiererei von Arbeits-Markt-Verzerrern massiv übervölkert und überfremdet ist.
Diese gegenwärtige Erinnnerungskultur, sich stets auf das Negative zu fixieren, in wie fern soll die hilfreich sein?
Stolpersteine und mahnende Gedenktafeln in der Innenstadt, am liebsten noch bei schönen Denkmäler ein Täfeli hinmachen, damit ja keine Freude aufkommt oder Dinge gleich ganz abdecken.
Macht man das im eigenen Leben auch so, blendet man da das Schöne und Freudige auch konsequent aus?
Würde es nicht eher wieder gut tun, mit einem versöhnlichen und wohlwollenden Blick zurückzuschauen? Ich kann so Zeug nicht mehr hören.
Darf man in diesem Zusammenhang fragen, wie viele italienische Saisonniers konnten mit ihren Verdiensten in der Schweiz, zusammen mit eigener äusserster Sparsamkeit, eigene Häuser in Italien bauen? Auch Jugoslawen und Türken haben mit Schweizer Verdiensten Eigenheime daheim erstellt. Sind wir Schweizer schuldig, wenn diese Eigenheime im jugoslawischen Bürgerkrieg zerstört wurden? Wie viele Türken mit zusätzlicher Schweizer Nationalität können sich geruhsam in die Türkei zurückkehren mit stabiler Währung und AHV Rente mit Inflationsausgleich und Pension?
Zug ist jetzt Sizilien .
Übrigens: Für dringend benötigte ausländische Fachkräfte war es vor der PFZ einfach eine „B“-Bewilligung, also einen Jahresaufenthalt, zu erhalten. Diese musste jedes Jahr verlängert werden, natürlich nur falls die Fachkraft noch eine Anstellung hatte und nicht straffällig wurde. Damals hatte das Wohl der Schweizer Bevölkerung für die Politik noch Priorität.
Eidgenossen gab es genau drei, als vermeintlicher Nachfahr bist du nur noch Genosse. Aber hat deine Putzfrau denn noch ins Kontingent passt, Genosse?
Aha, da treffen sie also einen Mann. Er hat keine Schule besucht. Wurde von der Mama nur notdürftig geschult. Trotzdem ist er ein sehr erfolgreicher Rohstoffhändler. So eine Art Dadvan Yousuf der Saisonniers.
Ich weiss jetzt nicht was mich mehr erstaunt. Ihre Geschichte in bester Gebrüder Grimm Manier oder das auch dieser Mann in der Schweiz eine sehr erfolgreiche berufliche Karriere machen konnte. Immerhin wäre das letztere doch als sehr positiv zu werten.
Es wurde bekannt, dass die Schweiz aufgrund von Sklaverei in Übersee Millionen scheffeln könnten…
Dann wurde bekannt, dass Asbest einzele Schweizer und damit die Schweizer Wirtschaft auf verbrecherische Art zu Milliarden verholfen hat.
Jetzt ist bekannt, dass durch die Verdingkinder die Bauer und die Landwirtschaft unrechtmässig verdienen könnten….
Schweizer Banken wurden wegen nachrichtenlosem Vermögen verurteilt…
Das Bankkundengeheimnis starb nach lange Prozesse wegen Schwarzgeldkonti…
Wenn Villalon erst jetzt die Wahrheit erkennt, dann sollte sie tunlichst über die Bücher.
Es war eine Win/Win-Situation. Für die Schweiz, für die Saisoniers, für ihre Herkunftsländer. Ein Teil des Geldes könnten die Saisoniers in ihrer Heimat investieren, Arbeit schaffen, oder in den 3 Monaten während sie zuhause waren selber bauen. Die Arbeit in der Schweiz, klare Bedingungen, gesicherte Löhne, Unterkünfte, half ihre Heimat entwickeln.
Dafür haben wir von den „Gotthardchinesen“ einen Teil der Kultur und Menschen bekommen die niemand mehr missen möchte.
Dieser Text müsste verfilmt werden.
Bello, veramente bello. Anche triste.
Grazie Signora.