Plötzlich gings schnell. Heute sei sein Glückstag, meldete der Mini-KMUler. On habe soeben bezahlt.
Zuvor hörte der Audio-Event-Unternehmer wochenlang nichts. Im April hatte er der On geschrieben, dass seit Monaten zwei Rechnungen über je rund 500 Franken offen seien.
Die erbrachten Leistungen für Events der Milliarden-Sportfirma mit Aktie an der New Yorker Stock Exchange waren unbestritten; die On-Leute hatten dem KMUler aus Herrliberg extra dafür gedankt.
Doch das Schreiben vom Frühling blieb unbeantwortet. Kein Mail, keine Reaktion. Nichts.
Als schliesslich die Medienanfrage ans Zürcher Super-Sport-Unternehmen ging, begannen offenbar die Alarmlampen wild zu blinken.
Innerhalb weniger Stunden erhielt der Geschäftsmann sein Geld.
„Im Zusammenhang mit einem Mitarbeiterwechsel kam es bedauerlicherweise zu einer Verzögerung bei der Bearbeitung dieser Rechnungen“, meinte eine Sprecherin von On.
„Nach Ihrem Hinweis haben wir den Zahlungsprozess identifizieren können und umgehend wieder angewiesen.“
Man habe sich beim KMUler entschuldigt. Der ist überglücklich.
„Offenbar hat Ihre Intervention Eindruck hinterlassen, denn bereits um 14:32 erhielt ich vom Coupa Supplier Portal die Benachrichtigung, dass die beiden Rechnung eingebucht und zur Zahlung freigegeben wurden.“
Dass ein Mitarbeiter Blödsinn macht, kann vorkommen. Dass Rechnungen verlorengehen – Ok.
Dass aber keiner einziger On-Angestellter auf einen Beschwerdebrief reagiert – und das zwei Monate lang? Speziell.