Diskretion ist im Fürstentum alles. Bis heute gilt: wer sein Geld – welcher Herkunft auch immer – sicher und diskret verwahren will, bringt es ins Ländle.
Dort kümmern sich 130 Treuhänder darum, die obligatorisch in den Stftungsrat, das oberste Entscheidungsgremium dieser Konstrukte, Einsitz nehmen.
Und sich bei der Errichtung und Verwaltung dumm und krumm verdienen.
Aber diese Geldmaschine beginnt zu stottern, sie hat in letzter Zeit verschiedene schwere Schläge einstecken müssen.
Der jüngste: Das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen (VwbP) ist Opfer eines Angriffs und Raubzugs geworden.
Die Datenbank musste im Rahmen der Verschärfung von Geldwäschereigesetzen eingerichtet werden. Es sind die Kronjuwelen des Fürstentums.
Denn es ist genau der Sinn der Sache bei Stiftungen, Trusts, Anstalten, aber auch AGs und GmbHs, dass der Beneficial owner, also der eigentlich wirtschaftlich Berechtigte oder kurz Besitzer, möglichst im Hintergrund bleibt und hinter dem Stiftungsrat im Nebel der Geheimhaltung verschwindet.
Jetzt ist alles in fremden Händen gelandet: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Wohnsitz und Adresse, Staatsangehörigkeit und genaue Beschreibung der wirtschaftlichen Berechtigung oder Kontrolle.
Interessant ist die eingestandene Zahl von 31’000 Datensätzen. Denn laut offiziellen Auskünften existieren heute 23’000 dieser Rechtsträger in Liechtenstein.
Das bedeutet, dass auch historische oder offiziell gelöschte Einträge im VwbP enthalten sind.
Die gestohlenen Daten stellen einen immensen Wert da, ihre Veröffentlichung und Auswertung könnte Folgeschäden von Hunderten von Millionen, möglicherweise Milliarden nach sich ziehen.
Man könnte mit ihnen Erpressungsraubzüge unternehmen, Phishing-Angriffe vorbereiten, verborgene Vermögensstrukturen analysieren, die Daten mit anderen Datenlecks verknüpfen.
Offensichtlich waren diese geheimsten der geheimen Daten nur unzureichend geschützt. Sie liegen in einem elektronischen Register, das vom Amt für Justiz betrieben wird.
Via Online-Portal können Meldepflichtige (insbesondere Treuhänder) Daten erfassen oder aktualisieren. Ebenso haben diverse Behörden Zugriff auf diese Datenbank.
Da nicht einzelne Daten, sondern der gesamte Schatz gestohlen wurde, dürfte es sich um das Ausnutzen einer technischen Schwachstelle gehandelt haben.
Da wurde mal wieder am falschen Ort gespart.
Spannend ist die Frage: Wer war’s? Denn dieser schwere Schlag gegen den Finanzplatz Liechtenstein könnte möglicherweise mit einem der vielen Skandale zu tun haben, von denen das Fürstentum gebeutelt wird.
Seit Ende 2024 dümpeln hier rund 800 sogenannte Zombie-Trusts vor sich hin. Das sind Finanzgefässe, die weitgehend reichen Russen zugeordnet werden. Nachdem die USA ihre Sekundärsanktionen gegen Russland deutlich verschärften, suchten hier die verwaltenden Treuhänder scharenweise das Weite.
Im Juli 2025 machte die Financial Times den Skandal publik. Ohne Verwalter sind die Trusts handlungsunfähig. In ihnen enthaltene Werte verrotten und verzeichnen gröbere Verluste. Der auch hier eingesetzte Krisenstab konnte bis heute keine Lösung dafür finden, weil kein Treuhänder freiwillig bereit ist, auch nur zu einer Liquidierung Hand zu bieten.
Denkbar, dass dadurch kräftig angesäuerte Inhaber einen Rachefeldzug starteten.
Neben diesen beiden Skandalen kommt Liechtenstein regelmässig mit unsauberen Machenschaften um einzelne Stiftungen in die Schlagzeilen.
Da gibt es den Bacardí-Skandal, wo die Witwe des Mitbegründers dieser Rumdynastie seit Jahren um die Kontrolle eines Milliardenvermögens kämpft.
Das gehört eigentlich ihrer Tochter, wird aber beiden von den verwaltenden Treuhändern vorenthalten, die von der fürstliche Justiz geschützt werden.
Da gibt es den Skandal um die Hartlaub-Stiftung, wo der Stiftungspräsident und Begünstigte mit der absurden Begründung eines „blossen Anscheins einer möglichen Interessenskollision“ aus seiner Stiftung rausgekübelt wurde.
Das geschah innert sieben Wochen, er prozessiert inzwischen seit vier Jahren bislang vergeblich darum, wieder eingesetzt zu werden.
Die beiden verwaltenden Treuhänder verdienen in all diesen Jahren Monatssaläre von 75’000 Franken und mehr. Pro Nase.
Da gibt es den Skandal um die Stiftungen des Milliarden-Pleitiers René Benko, der in Liechtenstein einige Millionen an Notgroschen bunkert, worauf die fürstliche Justiz bislang jeden Zugriff des Insolvenzverwalters verweigert.
Ganz allgemein bringt die Geldgier und die Bereicherungsabsicht der Treuhänder das Ländle regelmässig in die Schlagzeilen.
Immer wieder spielen liechtensteinische Banken eine Rolle, darunter an vorderster Front die Fürstenbanken LGT und LLB.
Dass nun noch ein Einbruch in die wertvollste Schatzkammer des Finanzplatzes gelungen ist, ist ein weiterer schwerer Schlag.
Sollten die Besitzer erpresst werden oder die Daten gar an die Öffentlichkeit gelangen – schwer zu glauben, dass das der Finanzplatz überleben würde.
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nebst Name des Rechtsträgers war im Verzeichnis (Vor)name, Geb.-Datum, Domizilland & Nationalität des WB erfasst – nicht jedoch Vermögenswerte oder Privatadresse. Überdies: konnten seit Einführung des Gesetz auch überwiegende schutzwürdige Interessen geltend gemacht werden (aka Offenlegung blockieren).
Aber: peinlich für die Landesverwaltung, wie mit Datensicherheit umgegangen wird und ein Hohn für jedes privatwirtschaftliche FL-Unternehmen, das Cybermaturität ernst nimmt. Fast schon sinnbildlich, wie bei Medienorientierung von gestern noch einer vor der Linse stand…
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Aufgepasst: der Autor von “Bank, Banker, Bankrott” hat wieder zugeschlagen.
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Lieber Herr René Zeyer Betreiber von http://www.zackbum.ch eine Seite Sie sind der einzige Journalist (leider…) der Recherche und Witz und auch Kentnisse hat. Sie und Frau Vilalon Schellenberg und Stöhlker gehöten zu den brsten Schweizer yjounalistwen. Bitte weiter so Hans Gerhard
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So ein digitaler Bankraub ist eine professionelle Sache. Die war lange vorbereitet und wird nun im Hintergrund ausgewertet. Zahlreiche Personen werden bald Nachrichten erhalten, in denen die genau kalkulierte Summe gefordert wird, festgelegt Höhe der jeweils verfügbaren finanziellen Mittel.
Die Öffentlichkeit wird nichts davon hören.
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Na endlich, war ja auch langsam höchste Zeit, diese Geldwäscher in Vaduz zu stoppen. Was die in den letzten 20 bis 30 Jahren angerichtet haben, geht auf keine Kuhhaut.
Ich wars nicht. Aber ich habe Loomit schwer im Verdacht.
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Ja ja, das verlogene ländle. Vom heuwender zum treuhänder!!!….da passt irgendwie auch das abtreibunsverbot bestens dazu.
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Das grosse Rätselraten unter den IP-Lesern ist eröffnet. Waren es die Amis? Ein chinesischer Kindergärtner? Kdo Cy? Tschetschipiti? Oder doch Claude? Schade eigentlich – früher gab es im Sommer noch das berühmte Sommerloch. Heute jagt eine Schlagzeile die nächste, und für jede findet sich garantiert schon die passende Verschwörungstheorie.
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In the Kindler case, the Vaduz Regional Court ordered his forced removal from the board of directors. The entity in question was a Liechtenstein-law foundation designed to optimize wealth transfer or protect assets. The funds and the structure belong to a German real estate developer. Observers have criticized a two-tier justice system: while the proceedings to remove a foreign director moved at „record speed,“ they slowed down significantly once local representatives or directors were involved. This case has tarnished the reputation of the Vaduz financial center regarding security.
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Ok, gebe zu, ich war‘s. War sauer wegen der 800 verwaisten Zombie Trusts und habe mich eben mal in das offene Portal eingeloggt und das runtergezogen.
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Ich glaube der Beni Frenkel war’s. Er braucht die Kohle.
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Die Regierende in Liechtenstein müssen sich selbst Fragen stellen, an wem und an welchen IT Unternehmen sich anvertraut haben und welche intelligence Agency steckt hinter diesen sogennanten ‚IT Solutions‘.
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Das war sicher wieder dieser Putin!!!
Im Serverraum hinten rechts, unter einem leeren Capri-Sonne-Beutel wurde nämlich sein Pass gefunden!
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Es sind Sommerferien und mein Bro und ich wollten mal 10 Minuten etwas anderes spielen als Fortnite. So eine Datenbank mit so gut wie öffentlichen access ist doch fast wie ein Telefonbuch, von dem mir meine Eltern erzählt haben, dass es so etwas einmal gab.
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Der arme Hans Adam, muss heute sicher dauerbeatmet werden!