Im Mai traf ich Catherine Birbalsingh, die strengste Schulleiterin Grossbritanniens, bei meinem Besuch an der Michaela School in London.
In der NZZ erschien gerade ein Interview mit ihr. Eine beeindruckende Persönlichkeit, mit überzeugender Präsenz und Ausstrahlung, streng aber liebevoll.
Einer ihrer Slogans ist „I’m the master of my fate, I’m the captain of my soul.“
Unglaublich, wie effizient, diszipliniert, aber hochspannend es in dieser Schule zu- und hergeht. Selten hat mich Unterricht so fasziniert.
Die Schüler sind alle top motiviert. Bei einer Frage des Lehrers strecken alle Kinder ihre Hände in die Höhe, alle wollen antworten, das heisst sie sind auch aufgefordert, immer zu antworten, immer mitzumachen.
Und ob das etwas bewirkt? Trotz dem sozial eher schwachen Umfeld, aus dem die Schüler kommen, schlagen sie mit ihren Leistungen die Schüler der besten Eliteschulen Grossbritanniens.
Dabei müssten die Schüler dieser Schule alle bedrückt und eingeschüchtert sein, wenn man modernen Urteilen glaubt, was Strenge, Einforderung von Leistung und absolute Stille im Klassenzimmer bei Kindern Negatives bewirken könne.
Das Gegenteil ist der Fall. Die Schüler sind offen, aufmerksam, kommunikativ, erzählen stolz von ihrer Schule und was sie ihr alles zu verdanken haben.
An den Schuluniformen hängen Abzeichen. „100“, für 100-prozentige Anwesenheit im Unterricht, „Maths“ für herausragende Leistungen in der Mathematik, „Guide“, wenn man auserwählt wurde, Gäste an der Schule herumzuführen, oder „Library“ für besonderes Mitwirken in der Schulbibliothek.
Wer redet während dem Unterricht, bekommt einen Strafpunkt, ebenso wer die Lehrer nicht anblickt, wenn sie etwas erklären oder wer Arbeitsmaterial oder Hausaufgaben vergisst. Bei guten Leistungen gibt es Pluspunkte.
Warum so eisern diszipliniert? Ja, damit die Lehrer ohne Störung unterrichten können und man die Zeit ausnützen kann.
Das Gute wird belohnt, das Schlechte bestraft. Nach Birbalsingh hilft Nachsicht und Mitleid niemandem, schon gar nicht den Schwächeren oder Kindern aus benachteiligten Familien.
Strafpunkte, Verwarnung, dann Ausschluss sind zwar hart, aber auch konsequent. Die Schüler wissen, was gilt.
Wer verfehlt, wird isoliert, aber gleichzeitig motiviert, sich zu bessern und mehr anzustrengen, um sich wieder zu integrieren.
Die Lehrer lieben ihre Schüler, darum fordern sie diese. Die Schüler werden zur Verantwortung erzogen, weil ihre Verfehlungen Konsequenzen haben.
So haben sie nach Birbalsingh ihr „Schicksal“ in den eigenen Händen. Bei uns hingegen heisst es an vielen Schulen, die Schüler müssen selbstorganisiert arbeiten, sie sollen sich alles selber beibringen und selber Verantwortung für ihr Tun übernehmen.
Ist dieses Selbstorganisierte bei uns nicht eher gut gemeintes Laissez-faire?
Die Unterrichtsmethoden von Birbalsingh hingegen: Purer Frontalunterricht. Aber genial gemacht.
Man fragt nicht: Was denkt ihr, habt ihr eine Idee, wer weiss es? Birbalsingh meint, es sei ineffizient, wenn man zehn Minuten damit verliert, nach und nach aus Schülern herauszukitzeln, was man ihnen in zwei Minuten erklären könnte.
Insbesondere, wenn 90 Prozent von ihnen noch nie etwas davon gehört haben.
Nein, zuerst müsse man Input geben und erklären, wie es ist und wie es geht. Aber dann muss man fragen, wie es ist und wie es geht, und zwar wiederholt.
So können auch alle antworten, weil alle es gehört haben.
An der Michaela School läuft dieses Input-Geben und Input-Abrufen Schlag auf Schlag. „Active recall“ und „Spaced learning“ werden da eingesetzt, aktives Abrufen und Wiederholen mit Abständen, zwei der wirksamsten Lernprinzipien.
Ja, frontaler Unterricht, welcher die aktive Leistung der Schüler einfordert. Und man wiederholt laufend, bis es sitzt. Das Wissen wird so kontinuierlich ausgebaut.
Wenn die Grundlagen sitzen, werden die Schüler langsam an komplexere Aufgaben herangeführt, und es muss zunehmend mehr kombiniert und transferiert werden, aber basierend auf Wissen, das sie zuvor erhalten haben.
Birbalsingh findet, dass Schülern unrecht geschieht, wenn man ihnen zu wenig beibringt.
Während der Primarlehrerausbildung las ich mal ein Buch „Fordern statt verwöhnen“ von Felix von Cube: Keine Lust ohne Anstrengung.
Fehlende Herausforderungen würden Langeweile und Passivität, zudem Aggressivität erzeugen. Die Michaele School zeigt, wie Fordern im schulischen Bereich erfolgreich geht.
Sicher kann man in der Schweiz diese englische Michaela School nicht 1:1 kopieren. Aber so einiges kann man umsetzen.
Damit würden nicht nur die Leistungen und Motivation der Schüler steigen, sondern es würden auch die Lehrer entlastet.
Steigen würden auch Motivation und Leistung der Betriebe, welche solche Schulabgänger später einstellen. Gute Schulen sind diese, aus denen viele gute Früchte kommen.
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Reisen bildet. Nicht Schule. Wer viel lernt, wird am Schluss noch Team Leiter bei der Bank mit 10 Stunden Arbeitstag.
Und anschliessend Sozialfall.
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Als S-Fall hast du ja die grösste Expertise!
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Entscheidend ist, wie Erlebtes und Wahrgenommenes von den Rezeptoren umgesetzt wird. Das kann auch in die falsche Richtung gehen.
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Und sich jetzt wundern. Vorher keine Zeit gehabt da beide am Arbeiten waren und SP gewählt haben. Nun Realität. Buhm . Smartphone hat sicher geholfen. Erzogene Schafe.
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Auch ich habe eine Sonderschule besucht und eine Anlehre abgeschlossen und habe trotzdem sehr viele Fans auf IP.
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Die festgestellten, seit Jahren kontinuierlich schleichenden Defizite bei den Grundkompetenzen der Lehrlinge in der Schweiz sollten ein alarmierender Weckruf sein.
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Die unkontrollierte und unbegrenzte Einwanderung samt Familiennachzug macht’s möglich.
Ach was. Wir haben den integrativen Lehrplan 21. Der ist todsicher, hat sich bewährt und bietet sogar den Nachteilsausgleich.
Noten sind sowas von gestern und Wissen muss man nicht haben sondern nur wissen wo man es findet.
Peter Thiel und seine Kollegen freuen sich schon heute auf das, was unser Schulsystem hervorbringt.
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Noch mehr verirrte Schlafschafe produzieren??
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Das Grundprinzip lautet: Wer etwas leistet, soll belohnt werden dafür. Eigentlich ganz einfach.
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Nachsicht und Mitleid hilf niemandem. Eine harte Feststellung, die Beachtung verdient und viele verirrte Gutmenschen zu einer Kurskorrektur führen sollte.
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Ein Hoch auf das Schulmodell „Kaserne mit Fleißstempeln“: Bloß keine eigenen Ideen zulassen, die kosten nur wertvolle Minuten! Hauptsache, alle strecken synchron die Hand und spucken vorgekauten Input auf Kommando wieder aus. Schöne neue Welt, in der Angst vor Isolation als „Liebe zum Schüler“ umetikettiert wird.
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Wer braucht schon kritisches Denken, Kreativität oder Selbstständigkeit, wenn man Frontalunterricht aus dem 19. Jahrhundert einfach mit ein paar englischen Modewörtern wie „Spaced Learning“ aufhübscht? Passt doch perfekt: Die Betriebe freuen sich sicher riesig auf eine Generation von Schulabgängern, die zwar brav Befehle auswendig lernen, aber völlig hilflos sind, sobald ihnen niemand mehr vorschreibt, wo sie hinzusehen haben.
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Ein Traum für jeden, der statt mündigen, kritischen Bürgern lieber perfekt funktionierende Rädchen für das Fließband heranzüchten möchte. Wenn Blickkontakt verweigern schon Strafpunkte bringt, ist der Schritt von der Schule zur Diktatursimulationsarena ja erfreulich kurz. Aber klar, Hauptsache die Betriebe bekommen später pflegeleichte, gehorsame „Früchte“.
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Es ist noch nicht allzu lange her, dass es auch in der Schweiz solche Lehrer gab, mit durchschlagendem Erfolg bei den Schülern. Es ist also nichts Neues, sondern durchaus bekannt. Seit dem Lehrplan 21 und dem „wokeismus“ ist das leider verschwunden und mit ihm auch der Erfolg der Schüler.
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Ist doch hervorragender Anschauungsunterricht ! Die Mehrheit der dumm Schafe lies sich in der Schweiz 🇨🇭 auch gegen für Corona für ein bisschen gratis Raclette impfen, der Mann mit Hut wollte es so.
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Rückblickend waren meine besten Lehrer diejenigen, welche etwas „mühsam“ waren, die Leistung von einem forderten und nicht diejenigen, welche „nett“ waren und „behagliche Wohlfühlstunden“ boten.
Schüler wollen etwas lernen, sonst wird ihnen schnell langweilig und sie koppeln sich aus. Von daher verwundern mich die Erkenntnisse dieser Schule in London nicht.
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sollten die Lehrer die gescheiten und wissbegierigen Schüler und nicht mit Hilfslehrerin, Logopäden, Psychologen, usw. die Dummen. Unsere Gesellschaft braucht intelligente Fachleute mit Master, aber auch Handwerker mit Lehrabschluss UND Hilfsarbeiter.