Ab dem 10. August geht der Strafrechtsprozess gegen den früheren Raiffeisenchef Pierin Vincenz vor dem Obergericht Zürich in die nächste Runde.
Weiterhin ist ungeklärt, warum der charismatische Bündner über Jahre innerhalb der Bank fast ungebremst schalten und walten konnte.
Sinnbildlich für die Verhältnisse in jenen Jahren steht die raiffeiseninterne Prüfung einer Transaktion wegen Verdachts auf Geldwäscherei im Sommer 2015.
Am 21. Juni 2015 schreibt Beat Stocker seinem Kundenberater bei der Bank Julius Bär ein Email. Per 30. Juni 2015 erwarte er einen „Zahlungseingang von +/- 5,95 Mio. Franken“, schreibt Beat Stocker.
Absender des Geldes seien die Investnet-Gründer Andreas Etter und Peter Wüst, das Geld sei die erwartete erste Tranche aus dem Verkauf seiner Beteiligung an Investnet.
Zum zweiten, so schreibt Beat Stocker weiter, habe er den „Darlehensvertrag“ mit Pierin Vincenz bereinigt, die Höhe des Darlehens sei auf „CHF 2,9 Mio.“ vereinbart worden, die Auszahlung habe auf den 3. Juli 2015 zu erfolgen.
Beat Stocker wird bekanntermassen ab August mit Pierin Vincenz auf der Anklagebank sitzen.
In jenem Sommer 2015 arbeitet der frühere Chef des Kreditkartenherstellers Aduno als selbständiger Unternehmer auch für den Raiffeisenchef.
Bei der Bank Bär ist er seit 18 Jahren ein grosser und problemloser Kunde, wie sein Berater schreibt.
Beat Stocker hat beide Transaktionen schon vor dem 21. Juni mit seinem Berater persönlich besprochen.
Dennoch schrillen bei Bank Bär an jenem Tag alle Alarmglocken. Es schaltet sich die Compliance ein, diese ist auch für die Überprüfung möglicherweise heikler Transaktionen wegen Verdacht auf Geldwäscherei zuständig.
Wegen der Involvierung von Pierin Vincenz spricht die Compliance sofort von einem möglichen „Reputationsrisiko“.
Befürchtet wird wegen „dessen Rolle als CEO bei der Raiffeisen“ auch ein potenzieller Interessenskonflikt.
Die Transaktion wird als „heikel“ eingestuft und mit dem Head Front Compliance die nächste Hierarchestufe involviert.
Da Beat Stocker zeitgleich eine Einzahlung erwartet, die fast doppelt so hoch ist wie das Darlehen, das er Pierin Vincenz wenige Tage später geben will, befürchtet die Compliance zudem eine Durchlauftransaktion.
Sprich, Beat Stocker könnte nur ein Strohmann sein, um Geld von den beiden Investnet-Gründern an Pierin Vincenz weiterzuleiten – wohlgemerkt wird genau das einige Jahre später eine der Hauptvorwürfe der Anklage sein.
Zurück zu jenem Juni 2015: In den nächsten Wochen muss Beat Stocker vor der Julius-Bär-Compliance sprichwörtlich die Hose runterlassen.
Die internen Prüfer wollen über seinen Kundenberater sämtliche Details zu beiden Transaktionen wissen.
Warum genau erhält Beat Stocker Geld von der Investnet, was ist der Hintergrund seines Engagements in der Firma, ist Pierin Vincenz bei der Investnet beteiligt, wird es noch mehr Einzahlungen von Investnet geben.
Verlangt werden auch alle Verträge und eine schriftliche Bestätigung von Beat Stocker, dass die beiden Transaktionen nichts miteinander zu tun haben.
Noch genauer will die Bär-Compliance alles zum geplanten Darlehen wissen. Laut Beat Stocker hatte ihn Pierin Vincenz im April um ein Darlehen gefragt.
Mit dem Darlehen wollte er sich ein Ferienhaus in Morcote im Tessin mitfinanzieren, dies im Hinblick auf den neuen Lebensabschnitt nach seinem Rücktritt bei der Raiffeisen.
In einer Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft begründete Beat Stocker später:
„Die Betragshöhe erklärte mir Pierin Vincenz so, dass der Hauskauf 10,5 Millionen kostet und der Eigenkapitalbedarf bei 2,9 Millionen Franken liegt, was irgendwie noch Sinn macht.“
Die Bär-Compliance insistiert. Warum muss ausgerechnet eine Privatperson dem damals bekanntesten Banker im Land ein millionenschweres Darlehen zur Finanzierung eines Eigenheimes vergeben?
Beat Stocker beantwortet auch diese Frage, Pierin Vincenz wolle das Darlehen aus „Diskretionsgründen“ nicht bei der Raiffeisen selber beantragen.
Die Compliance verlangt Details zur Grösse, dem Ort und dem Gesamtpreis der Liegenschaft in Morcote.
Vorlegen muss Beat Stocker auch den Darlehensvertrag, den er mit Pierin Vincenz geschlossen hat.
Fast täglich hakt die Compliance nach, Beat Stockers Berater ist darüber immer weniger glücklich. Er hat Angst, seinen Kunden zu verärgern und entschuldigt sich für den Aufwand.
Als Beat Stocker seinerseits immer öfter nachzufragen beginnt, ob jetzt das Geld überwiesen werden könne, wird sein Berater nervös.
Er schreibt der Compliance, es sei dringend, das Geld für den Immobilienkauf müsse jetzt fliessen.
Die Bär-Compliance bleibt in dieser nicht ganz einfachen Gemengelage immer höflich, in der Sache aber hart.
Das zeigt auch die Antwort auf diese Email: Wieso bestehe denn eine solche Dringlichkeit, „uns ist nicht bekannt, dass bei Immobilienkäufen Konventionalstrafen geschuldet sind“, so die zuständige Compliance-Mitarbeiterin.
Nach zweiwöchigen intensiven Abklärungen entscheidet der Head Front Compliance schliesslich, dass das Geld überwiesen werden kann.
Positiv mit ins Gewicht fällt dabei, dass sich der Kunde Beat Stocker stets vorbildlich verhalten habe.
Dennoch muss ihm sein Kundenberater mitteilen, dass es sich bei dieser Überweisung um eine einmalige Sache handelt und es nicht zu einem weiteren Darlehen an Pierin Vincenz kommen darf.
Am 3. Juli wird die Zahlung von Julius Bär fristgerecht ausgelöst.
Wie tiefgreifend die Abklärungen rund um den Verdacht auf Geldwäscherei von Seiten Julius Bär waren, zeigen die Unterlagen, welche die Bank auf Verfügung der Zürcher Staatsanwaltschaft am 6. August 2020 liefern musste.
Zwar umfassen die 699 Seiten auch einige andere Transaktionen mit den involvierten Personen, ebenso wurde eine ganze Reihe von Dokumenten, Emails und Verträgen mehrmals von verschiedenen Absendern inkludiert.
Doch es ist klar ersichtlich, dass die millionenschwere Zahlung an den CEO der drittgrössten Bankengruppe im Land innerhalb von Bank Bär alle Alarmsirenen aufleuchten liess und genauestens abgeklärt wurde.
Was passierte nun bei der Raiffeisen, nachdem an jenem 3. Juli die 2,9 Millionen Franken auf das Gemeinschaftskonto von Pierin Vincenz und seiner damaligen Ehefrau bei der Raiffeisenbank in Lugano im Tessin überwiesen worden waren?
Viel, so sieht es auf den ersten Blick aus. Auf Verfügung der Staatsanwaltschaft schickte auch die Raiffeisen am 8. September 2020 eine gewichtige 624-seitige Edition rund um die Zahlung von 2,9 Millionen Franken.
Nach der Lektüre wird aber klar:
Der Eingang eines millionenschweren Darlehens eines Unternehmers an den eigenen obersten Bankchef für den Kauf einer Immobilie löste offenbar bei der Raiffeisen genau eine Handlung aus, nämlich ein Telefonat ausgerechnet an den Empfänger der Millionen, den Bankchef selbst.
Das schilderte Pierin Vincenz‘ Kundenberater, der Direktor der Raiffeisenbank in Lugano, in seiner Einvernahme am 2. September 2020 vor dem Chefankläger Marc Jean-Richard-dit-Bressel.
Als ihm das bankinterne System meldete, dass diese Zahlung überprüft werden müsse, „kontaktierte ich sofort Pierin Vincenz telefonisch, um zu verifizieren, dass es sich tatsächlich um ein Darlehen von Beat Stocker handelte,“ führte der Tessiner Banker aus, der auf Deutsch befragt wurde.
„Pierin Vincenz hat mich diesbezüglich versichert. Er hat mir auch zugesichert, dass auch vertragsmässig alles in Ordnung war.“, so der Banker weiter.
Auf Nachfrage von Marc Jean-Richard-dit-Bressel, ob er den Darlehensvertrag zwischen Beat Stocker und Pierin Vincenz verlangt habe, verneinte der Banker, er habe diesen „nicht ausdrücklich verlangt“, dies wegen der „Zusicherung, die mir Pierin Vincenz mündlich abgegeben“ hatte.
Weiter gab er an, dass es für ihn „eine Sicherheit darstellte, dass der Kredit von einem Schweizer Bürger von einer Schweizer Bank stammte“.
Und dazu „wussten wir, dass Beat Stocker als CEO von Aduno eine wichtige Persönlichkeit war, welche in der Lage war, ein solches Geschäft abzuschliessen“.
Wohlgemerkt ist Beat Stocker zu diesem Zeitpunkt seit vier Jahren nicht mehr CEO der Aduno, auch aus dem Aduno-Verwaltungsrat ist er im Mai 2015 ausgestiegen.
Weitere Abklärungen zu Beat Stocker, den man offensichtlich kennt in der ganzen Raiffeisengruppe, gibt es offenbar keine. Sicher ist, dass die Transaktion nach dem Telefon an Pierin Vincenz von der Raiffeisen als komplett unbedenklich eingestuft wird.
So wird weder die lokal in der Raiffeisenbank zuständige Person für Geldwäscherei eingebunden.
Der Direktor der Raiffeisenbank Lugano stellt in jener Einvernahme klar, dass jene sowieso nur zuständig dafür war, zu prüfen, dass die Prüfung durchgeführt wurde. Er selber habe sich „persönlich um die Prüfung dieser Transaktion gekümmert“.
Noch wird eine weitere Instanz miteinbezogen.
Denn die wohl schlechteste Geldwäschereiprüfung in der Geschichte der Raiffeisen hängt auch damit zusammen, dass es damals keinen automatisierten Mechanismus gab, der eine heikle Transaktion weiter an die Zentrale leitete, das erläutert eine mit den Umständen vertraute Person, darauf lassen auch die Aussagen des Direktors der Raiffeisen Lugano schliessen.
Wenn eine Raiffeisenbank vor Ort, die als First Line of Defense für die Geldwäscherei zuständig war, keinen Zweifel an der Rechtmässigkeit einer Transaktion hatte, konnte diese manuell als korrekt eingestuft werden.
Und in diesem Fall musste weder Meldung erstattet werden noch die Raiffeisen Schweiz beigezogen werden, so ein Insider.
Weitere Abklärungen zur Herkunft der Vermögenswerte hätte es nur dann gegeben, wenn die Raiffeisenbank Lugano die Zahlung als ungewöhnlich eingestuft hätte, wegen fehlender Plausibilität oder wegen Verdacht auf Geldwäscherei.
Das geschah nicht, was auch ein weiterer Raiffeisenbanker bestätigte, den die Bank im Mai 2018 nach Eskalation der Affäre zur Überprüfung jener Transaktion nach Lugano schickte.
Nächste Ansprechinstanz wäre ausgerechnet die Rechtsabteilung der Raiffeisen Schweiz in St. Gallen gewesen. Dort arbeitete bekanntermassen die damalige Ehefrau von Pierin Vincenz.
Diese leitete seit dem 1. Mai den Bereich Legal & Compliance und hatte somit die direkte Führung über den Leiter Legal sowie den Leiter Compliance inne.
Allerdings: Diese Abteilungen wurden eben nicht über die bei der Raiffeisenbank eingegangene heikle Zahlung informiert.
Nur hätte die Exfrau von Pierin Vincenz doch als Privatperson Kenntnis haben müssen, einen Eingang von 2,9 Millionen Franken auf seinem Bankkonto kann man schliesslich nur schwer übersehen.
Laut Recherchen war das aber offenbar nicht der Fall.
Tatsächlich kontaktierte der Direktor in Lugano an jenem Tag im Juli einzig Pierin Vincenz, weitere Telefonate oder Abklärungen dazu gab es keine.
Laut einem Insider erledigte Pierin Vincenz zudem sämtliche Bankgeschäfte mit der Raiffeisenbank Lugano in Alleinregie, die Post inklusive der monatlichen Kontoauszüge gingen jeweils nur an ihn persönlich.
Ein Telefon an den Chef – mehr brauchte es damals offenbar nicht, um die hochsensible Zahlung von 2,9 Millionen Franken ausgerechnet an diesen Chef selbst als korrekt einzustufen.
Die richtigen Stellen wurden nicht involviert, die korrekten Prozesse nicht durchgespielt. Es gibt keine einzige Email der Compliance mit Nachfragen, ähnlich wie bei Julius Bär, kein Nachfragen, keine Abklärung rund um die der Herkunft der Mittel.
Was aber genau befand sich denn auf den anderen, über 600 Seiten, welche die Raiffeisen auf Verfügung der Staatsanwaltschaft rund um die „Prüfung der Transaktion vom 3. Juli 2015 und/oder den diesbezüglichen Kontakten zur Raiffeisenbank Lugano“ geliefert hatte?

Fast ausschliesslich, in x-facher Ausführung, die sehr ausführliche Dokumentation der Immobilie „Villa La Sorgente“ in Morcote, welche Pierin Vincenz nun kaufen wollte.
Wohlgemerkt handelte es sich dabei nicht mehr um die gleiche Villa, für die Pierin Vincenz bei Beat Stocker ursprünglich um ein Darlehen nachgefragt hatte.
Jene, laut Beat Stocker ein „wirklich einmalig schönes Haus in Morcote“, war unterdessen an einen anderen Interessenten verkauft worden.
Pierin Vincenz hatte nun ein anderes Anwesen im Visier, der Kaufpreis war mit 6,5 Millionen Franken deutlich tiefer.
Das Maklerbüro hatte eine mehrere Dutzend Seiten umfassende Broschüre des neuen Anwesens an Pierin Vincenz geschickt.
Hier wurden detailliert der Zustand von drei stark in die Jahre gekommenen Gebäuden Haupthaus, Gasthaus und Bootshaus aus dem Jahr 1955 besprochen, dies auf einem Grundstück über drei Parzellen auf über 4’000m2.
Von jedem Zimmer gibt es viele Fotos und Beschreibungen. Besonders oft fotografiert wurde die mehrstöckige Gartenanlage mit der grossartigen Aussicht auf den Lago di Lugano, der Pool und das Bootshaus, aber auch der Lift und die hauseigene Wasseraufbereitung.
Innerhalb der Raiffeisen musste sich eine ganze Reihe von Bankern in St. Gallen und im Tessin mit dieser Liegenschaft befassen.
Da jeweils die gesamte Emaildokumentation an die Staatsanwaltschaft geschickt werden musste, wurde das Villendossier etliche Male mitgeschickt, was die Grösse des Dossiers erklärt.
Grund für die Involvierung von so vielen Raiffeisenbankern: Pierin Vincenz hatte bankintern einen Immobilienkredit zur Finanzierung der Villa beantragt.
Und wie in dieser Situation üblich, setzte Raiffeisen alle Hebel in Bewegung, damit sich der Chef auch diesen Wunsch erfüllen konnte.
Ganz einfach war das nicht, der Chef hatte schon rund 15 Millionen Franken offene Kreditlinien für seine verschiedenen Immobilien, nun wurde alles versucht, damit Pierin Vincenz die Tragbarkeitsvoraussetzungen für einen weiteren Organkredit erfüllte.
Am 12. Juni 2015 stimmte der zuständige Verwaltungsratsausschuss Strategie und Governance dem Immobilienkredit zu.
„Zugestimmt wird der Neufinanzierung von 4’160’000 Mio. Franken Hypotheken sowie von 460’000 Franken Darlehen (gegen Policendeckung) für den Kauf des Ferienhauses in Morcote“, heisst es im Protokoll und weiter, dass das „Gesamtengagement von Pierin Vincenz gegenüber der Raiffeisen neu 16.2 Millionen Franken“ betrage.
Nachfragen zum Kredit und den anderen hohen Kreditlinien gab es keine. Laut Protokoll dauerte die ausserordentliche Sitzung im edlen Parkhotel in Zug gerade einmal zehn Minuten, von 16 Uhr 15 bis 16 Uhr 25.
Die Bank war auch bei der Vergabe dieses Immobilienkredites überfordert.
In ihrer Edition vom 8. September 2020 an die Staatsanwaltschaft Zürich schrieb die Raiffeisen, dass die Kreditbearbeitung seitens Raiffeisenbank Lugano regelkonform erfolgt sei.
„Dass Pierin Vincenz im Umfang von 35 Prozent des Kaufpreises selber Mittel aufzubringen hatte, ergab sich aus der maximalen Belehnung von 65%. Die Prüfung der Tragbarkeit aller bisherigen und angefragten neuen Kreditpositionen erfolgte regelkonform durch den Verwaltungsratsausschuss Strategie und Governance“, ist zu lesen.
Und weiter: „Die Prüfung, ob die Eigenmittel für den Kredit vorhanden sind, ist aber nicht Aufgabe der Raiffeisen Schweiz, sondern durch die kreditgebende Bank in diesem Fall Lugano erfolgt.“
Nur: „Angesichts der Tatsache, dass dieser Immobilienkredit von der Kreditkommission der Raiffeisen Schweiz genehmigt wurde, hätte die Kommission strikt vom formellen Standpunkt betrachtet die Herkunft der Eigenmittel kennen sollen.“
Das sagte der Bankdirektor von Lugano am 2. September 2020 zum Chefankläger Marc Jean-Richard-dit-Bressel.
Man schob sich somit die heisse Kartoffel „Eigenmittel“ und Herkunft der „Eigenmittel“ gegenseitig zu.
Der Verwaltungsratsausschuss erklärte, dafür nicht zuständig zu sein, die Raiffeisenbank in Lugano war der Meinung, dass die Kreditkommission die Herkunft der Mittel hätte kennen sollen.
Der Verwaltungsratsausschuss wiederum konnte die Herkunft der Eigenmittel an jenem 12. Juni nicht kennen, da die 2,9 Millionen von Beat Stocker erst mehrere Wochen später überwiesen wurde.
Die Bank in Lugano wiederum führte keine Abklärung zur Herkunft der Gelder durch.
Laut Protokollen wurden letztlich wohl knapp zwei Millionen von Beat Stockers Überweisung für den Kauf der Liegenschaft in Morcote verwendet.
Die Raiffeisenbank nimmt keine Stellung zum laufenden Verfahren.
Für die Staatsanwaltschaft, welche im August erneut die Anklage führen wird, steht die allfällige ungenügende Abklärung von Verdacht auf Geldwäscherei nicht im Zentrum, der Antrag auf diese Unterlagen wurde denn auch von einer beschuldigten Partei eingereicht.
Auf Anfrage, ob man diese ungenügende Abklärung nicht genauer hätte beleuchten sollen, antwortet ein Sprecher der Staatsanwaltschaft schriftlich:
„Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung um die Raiffeisen Schweiz entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag ausschliesslich nach geltenden Strafnormen ausgerichtet und sich deshalb bei allen Entscheidungen von der Frage leiten zu lassen, ob die in provisorischer Form vorliegenden Fakten das Potenzial haben, einen Straftatbestand zu erfüllen.“
„Eine Norm über die ‚Strafbarkeit grober Sorgfaltspflichtverletzungen in der Geschäftsführung‘ ist im schweizerischen Strafrecht nicht vorhanden. Einer von Daniel Jositsch eingereichten parlamentarischen Initiative zur Schaffung einer solchen Strafnorm wurde in Nationalrat am 23.09.2009 mit 123 gegen 42 Stimmen keine Folge gegeben.“
„Es war deshalb nicht Gegenstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, ob Führungskräfte der Raiffeisen Schweiz ihre Sorgfaltspflichten verletzt haben.“
Und weiter: „Untätigkeit von informierten Aufsichtsorganen kann den Tatbestand der vorsätzlichen ungetreuen Geschäftsbesorgung i.S.v. StGB Art. 158 Ziff. 1 erfüllen.“
„Ein Gegenstand der Untersuchung war deshalb die Frage, wer alles zur Zeit des Geschehens Kenntnis von den Sachverhalten hatte, welche in der Anklage vom 26.10.2020 als strafbarkeitsbegründend dargestellt werden.“
„Bei diesen vertieften Ermittlungen sind keine für die Ausdehnung der Untersuchung auf weitere Personen hinreichenden Verdachtsgründe gemäss StPO Art. 309 zutage getreten.“



Never ending story. Wird alles verjähren.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ist bereits verjährt ! Noch eine kleine Anfrage an die Ober-Juristen der Schweiz namens Viola, Homburger und RA Ständerat Pirmin Bischof: Die genannten 2,9 CHF waren diese ein FIX-Darlehen oder musste Vinzens noch andere geldlich befriedigen ?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das verdeutlicht klar, dass gewisse Juristen die Verzögerungstaktik anwenden! Grosse Fische haben eben die besseren Anwälte! Kleine hängt man!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Gestern in Tele Zueri, ein Wetter – und ein Klimaexperte : Solche Hitzenächte sind ungesund.
Man denkt, das Leben in Spanien, Afrika und überhaupt im Süden muss sehr ungesund sein.
Warum gehen die Leute nur dahin ?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was hat das mit PV zu tun?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Mangelnde Compliance, unsorgfältige Kreditvergabe. Neben der Belehnung ist die Tragbarkeit der wichtigste Kreditbeurteilungspunkt. Die kann bei einer Kreditlinie von 15 Millionen nicht mehr nachhaltig gegeben gewesen sein.
Es ging hier nur um Bluff. Vincenz hat sich in der Finanzkrise als Mr. Saubermann dargestellt und die Löhne der Grossbanker kritisiert, selber hat er tief in die Kasse gelangt. Wieviele Compliance- und Kreditleichen hat die Raiffeisen wohl noch im Keller?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Interessiert das irgendjemanden noch? Das ist über 10 Jahre her, Vincenz ist Pensionist.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ja sicher, interessiert diese Geschichte viele. Sehr viele sogar. Besonders ihren Ursprung und die vielen Hintermänner und Hinterweibleins von Vincenz!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Netflix plant bereits eine Pierin Vincenz Serie. In mindestens 25 Staffeln.
Dran bleiben. Da kommt garantiert noch mehr.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wer spielt Vinzenz?!?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Antwort für W.Gloor: Franz Marty!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Vinzenz hatte doch als Chef einen VRP-Corporate-Government-Professor-Präsidenten, der jedoch in der praktischen Umsetzung betr. seine Aufgabe, Verantwortung und Kompetenz keinen Deut verstand. Und die übrigen Verwaltungsräte scheinen ebenso wenig verantwortungsbewusst gehandelt zu haben. Leider ist dies in unserem Land kein Einzelfall: Bundesbetriebe – RUAG, Bundesämter – Swissmedic – Skyguide, Spitäler – Wetzikon, Unikliniken – USZ – und etliche mehr. Unsere „Spitzenleute: der Aufgabe nicht mehr gewachsen. Vitamin-Jöbli fürs Altenteil.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn ein kleiner Bankkunde Fr. 11‘000.— bekommt, schrillen bei den Banken schon die Alarmglocken! Da sieht man mal wieder, das es eine Zweiklassen-Gesellschaft bei den Banken gibt. Die Kleinen hängt man auf, die Großen lässt man laufen… Und wie immer alles korrekt… 😂
Darum empfehle ich keine CH Bank mehr!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Dass eine heikle Transaktion mal durchrutscht, kommt vor. Bemerkenswert ist hier nur, dass dieselbe Zahlung zeitgleich auf dem Tisch zweier Banken lag: Bär prüfte zwei Wochen, verlangte Verträge, schriftliche Bestätigungen und knüpfte die Freigabe an Auflagen. Raiffeisen Lugano erledigte die Sache mit einem Telefon – ausgerechnet an den Empfänger der Millionen selbst. Die First Line of Defense bestand darin, den zu Prüfenden zu fragen, ob alles in Ordnung sei. War es, sagte er.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
In defense of usprüngliche RB-Philosophie
Die Mütter in der Fläche leiden seit längerem unter der dominanten verakadämlisierten Tochter in St. Gallen. Vinzenz ist ein/das Sinnbild für diese pseudomoderne Transformation.
Die Folge: echte RB- Gewächse verlassen den Konzern.
Junge MA glauben unkritisch an das Getue an der Spitze.
Zukunft braucht Herkunft – das gilt noch heute.
Sinnentleerte Missionen wie „Wir machen den Weg frei“ führen nur zu Porsche&Vinzenz-Kulturen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ja, die Kredite an die Bosse. Bei uns in der Regionalbank haben sich der Direktor und sein VR-Präsident zusammen ein riesiges Anwesen gebaut, finanziert über die Bank.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Kein Schweizer bekommt ein Hypo wenn er sich die 20% irgendwo ausleiht oder nicht klar dokumentieren kann woher die 20% stammen.
Einige sind halt etwas besser gestellt, wichtig ist das wir den gemeinen Bürger etwas plagen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
war damals nicht seine ex zuständig für compliance??
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es ist genau diese Kultur des Wegschauens, Vertuschens und Deckens von Raiffeisen, die den Aufstieg von Vincenz und Konsorten möglich gemacht haben. Viele wundern sich deshalb, weshalb Augenzudrücker, Nix-Sehen-und-Nixtun-Präsident, Protegé und Förderer von Vincenz, der Schwyzer Ex-Regierungsrat Franz Marty nicht auch auf der Anklagebank sitzt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
wegschauen und dummstellen beherrschen wir, hier in der schweiz ganz gut.