Im Oberwallis ist ein Gemauschel der Genossenschafts-Sorte explodiert. Die Polizei fuhr am Donnerstag bei einer Raiffeisen-Tochterfirma vor.
Sie nahm mit, was sie fand. Die Wogen gehen hoch.
Es geht um die Treuhand-Firma Avalua, die der Mischabel-Raiffeisen zu 60 Prozent gehört. Den Rest teilen sich vier weitere Oberwalliser Raiffeisenbanken.
Nur eine in der Region wollte nicht mitmachen.

Hintergrund von Operation Avalua ist der seit längerem schwelende Skipass-Skandal. Der Verband der Walliser Bergbahnen hatte regionalen Polit-Promis Saisontickets fürs Pistenvergnügen geschenkt.
Allen voran profitierte Christophe Darbellay, der Vorzeige-Hirsch der alten Macht-Bastion CVP, heute „Die Mitte“.
Bestechung vom Feinsten?
Die Mischabel-Matterhorn-Raiffeisen hängt mitten drin in der Causa. Dort spielt Karlheinz Fux die zentrale Rolle.
Der 50-Jährige ist Vorsitzender der Bank, seit 19 Jahren hält er das operative Steuer am Sitz in St.Niklaus in den Händen.
Unter Bankleiter Fux legte die Mischabel-Raiffeisen ein stürmisches Wachstum hin. 125 Mitarbeiter, darunter 3, die den gleichen Nachnamen tragen.

Die Bilanz der Mischabel-Matterhorn-Bank steht unter Dauer-Explosion. Per Ende 2025 waren die Aktiven auf über 2,9 Milliarden Franken hochgeschossen.
Treiber, wie seit eh und je: die Hypotheken. Fux und Co. schmissen ihren Kunden die Häuser-Kredite in den Rachen.
Allein im letzten Jahr schoss der Hypo-Bestand in der Region mit dem Zugpferd Zermatt auf 2,4 Milliarden hoch, ein Plus um 7,9 Prozent.
Das in gerade mal zwölf Monaten. Wahnsinn.
Umgekehrt im Thurgau. Die dortige Raiffeisenbank Tägerwilen, die innerhalb des Genossenschaftsverbunds ebenfalls zu den dicken Fischen zählt, hat ihren Hypo-Bestand im 2025 um knapp 1 Prozent auf noch gut 2,2 Milliarden reduziert.
Und selbst die grösste Einzelbank des Genossenschafts-Konstrukts, die Raiffeisenbank Sion, drückte nicht einmal halb so stark aufs Häusle-Gas.
3 Prozent Wachstum im zurückliegenden Jahr bei total 3,7 Milliarden offenen Immo-Finanzierungen per Ende 2025.
Karlheinz Kux, der Turbo-Genossenschafter, präsidiert als Vertreter von Mehrheitsaktionärin Mischabel den VR von deren Treuhandtochter Avalua.
Jener Firma also, bei der vor 2 Tagen die Unifomierte im Streifenwagen vorgefahren waren, um die Büros zu filzen. Die Avalua-Treuhänder erledigen für den im Fokus stehenden Bergbahn-Verband die Buchhaltung.

Fux‘ Bruder Matthias ist ebenfalls mit Zug im Oberwalliser Finanzbusiness unterwegs. Er hat eine eigene Vermögensverwaltung, die SZ Consulting mit Sitz in Brig.
Mit dieser betreut er reiche Kunden. Wie viele davon sind bei der Raiffeisenbank seines Bruders gebucht? Wie sehr legt Matthias die Bank seines jüngeren Bruders Karlheinz für eine Immo-Finanzierung ans Herz?
Mit von der Partie ist schliesslich noch Karlheinz‘ Schwager Marco Decurtins. Der kümmert sich umd die Avalua-Kommunikation – auch jetzt in der grossen Krise. Ziel ist, die Walliser Lokalmedien bei Laune zu halten.
Unter Chef Karlheinz Fux hat die Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn aber nicht nur die Treuhandbude Avalua erworben, sondern obendrauf auch noch eine Marketing- und Designfirma.

Die Tonic Media. Und wer war bei dieser Tonic der Geschäftsführer? Kein anderer als der erwähnte Marco Decurtins, der grosse Spindocter im aktuellen Thriller.
Small World im Land der hohen Gipfel und schroffen Schluchten.
Die Tonic Media gehört inzwischen zum Reich der Mischabel-Bank, wo sie als spezialisierte Marketing- und Kommunikations-Bude aufgegangen ist.
Seit Anfang Jahr trägt sie den Namen Erlebnisplus AG, „eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Erlebnisbank Raiffeisen Mischabel-Matterhorn“, wie es in einem Communiqué der Mischabel steht.
Treuhand Avalua in Naters übernommen, Desigh- und Werbebude Tonic Media ins eigene Reich geholt: Mischabel-Mischler Fux im Overdrive.
Die private Revisions-, Tax- und Werbebranche ist derweil je länger je weniger amused über das wilde Wuchern des Finanz-Platzhirsches im Oberwalliser Businesszentrum rund um Brig und Naters.

Die neue Erlebnisplus AG, ehemals Tonic Media, setzt die Bankleitung ins Showtime-Schweinwerferlicht.
Vor kurzem feierte die Mischabel-Raiffeisen fünf Tage lang mit Kunden, Mitarbeitern und Genossenschaftern: „Erlebniswoche“ war bei der „Erlebnisbank“ angesagt.
Auf der Bühne zündeten die Verantwortlichen ein Feuerwerk mit Magiern, Komikern und Musikern, dazwischen kriegten die Kids Gratis-Schule und die Erwachsenen Speis und Trank à gogo.
Das Ganze dürfte ins Geld gegangen sein – wohl siebenstellig. The Sky is The Limit.

Dabei öffnen sich Abgründe. Ein nächster Hotspot nach der Razzia in Naters bei Brig vom Donnerstag liegt unweit entwernt: in Saas-Grund.
Dort ist das Projekt der Saastalhalle komplett aus dem Ruder gelaufen. Aus den im 2015 erwarteten 9 Millionen könnten am Ende doppelt so viele werden.
Laut einer Quelle fehlen mehrere Millionen, um das Vorhaben zu retten.Im Fokus stehe die Haupt-Geldgeberin – die Raiffeisen Mischabel-Matterhorn.
Deren Kredit sei nicht gedeckt, behauptet die Auskunftsperson. Eine Lösung muss her – schnell. In einer Woche entscheidet die Stimmbevölkerung übers Stopfen des Finanzschlunds im schönen Saas-Grund.

Zuständig fürs Sanierungskonzept ist dabei keine andere als die Avalua, jene Treuhänderin, die mehrheitlich der Hauptfinanziererin des Sportprojekts gehört – der Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn.
Wo der starke Mann Karlheinz Fux heisst, der mit seinen Familien-Angehörigen den Takt von Brig bis Saas und Zermatt vorgibt.
Die Geschichte wirkt wie eine Wiederholung jener Vergangenheit, die man bei der Raiffeisen längst hinter sich gewähnt hatte.
Vor 10 Jahren war Pierin Vincenz ins schiefe Licht geraten. Der damals erst wenige Monate als jahrelanger Big Boss der Raiffeisen-Gruppe ausgeschiedene Topbanker hatte sich in seinen letzten CEO-Jahren vorab an Firmen beteiligt.
Die dann im Hafen der Raiffeisen und deren Gemeinschaftswerk Viseca-Aduno landeten. Vincenz und Co. machten dabei Kasse im grossen Stil.

In anderthalb Monaten beginnt am Zürcher Obergericht der Zweitrundenprozess. Es gilt für alle weiterhin Unschuldsvermutung.
Und jetzt das: Von King Pierin zu König Fux, von der Gallusstadt in den Wilden Westen mit den vereisten Viertausendern.
Die Razzia von Naters konnte für die Fürsten des Genossenschafts-Riesen kaum zu einem ungünstigeren Zeitpunkt eintreten – fette Prozess-Headlines sei Dank.
Der Skandal um Treuhand-Tochter Avalua, die für die Mischabel-Raiffeisen mit deren gigantischen Hypo-Risiken heisse Transaktionen durchführte, wirkt wird zum scharfen Fanal.
Hat die rote Raiffeisen in zehn Jahren null und nichts gelernt aus dem Jahrhundert-Thriller des Zampanos aus den Bündner Bergen?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Liegt Crans Montana nicht auch im Wallis?
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Gemauschel ist nicht nur im Wallis an der Tagesordnung. Und die Raiffeisen Banken stecken mitten drin. Der Vorzeige Mitte Mann
Ch. Darbellay schaut für sich und seinen Clan. Es kommt schon gut.
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Vorbild für das Wallis war bestimmt auch die Innerschweizer CVP mit ihrem Protagonisten und ex-Raiffeisenpräsidenten und Schwyzer Finanzdirektor Franz Marty!
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Überall wo Menschen sind, gibt es Seilschaften. Familie, Partei, Verein, etc. Daran gibt es nichts verwerfliches, solange die LEISTUNG stimmt. Oder anders ausgedrückt, wenn die Leistung NICHT stimmt, müssen auch Verwandte und Freunde über die Klippe springen. Aber genau dieses Leistungsprinzip immer mehr ausgehebelt. Einfach weils bequem ist. In den Schulen, in der Wirtschaft. Und so geht die globale Wettbewerbsfähigkeit flöten. Lifestyle-Teilzeit, Diversity, monatelange Arzt-Zeugnisse für nichts, sinnlose Regulierung. Nanny-State. Da ist das Familien-Gemauschel noch das kleinste Problem
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Wenn Vincenz damit bei der Raiffeisen damit durchkommt, wieso nicht?
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Das nennt sich lokal-strategische Verankerung und ist weitestgehend Standard – nicht nur bei Raiffeisen, nicht nur im Wallis, sondern in wesentlichen Teilen der CH Wirtschaft.
Wer weiss, wie bspw. VR-Mandate meist besetzt werden, weiss auch, dass der Fisch immer vom Kopf her zu stinken beginnt.
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Vorsicht bei der Wortwahl!
Das Wollis ist ein schwarzkatholisches Hochrisiko- Gebiet. Politisch kuratiert unter dem Segen der Die Mitte.
Da könnte rasch interkantonale Post von der dortigen Justiz ins Haus flattern.
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@Wieso
Herrlich!
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Der Erfolg des Schweizer Finanzplatzes beruhte lange auf Steuerprivilegien, Bankgeheimnis, regulatorischen Vorteilen und globalen Kapitalströmen, die nicht primär durch überlegene Leistung entstanden. Seit diese Rahmenbedingungen verschwunden sind, zeigt sich deutlicher, wie durchschnittlich viele Institute operieren. Die „Ausrutscher“ sind nicht isoliert, sondern Symptome eines tieferliegenden, institutionellen Problems genannt „Erfolgsmodell-Schweiz“. Und ja – sie können und müssen durchaus davon ablenken, dass der eigentliche Kern strukturelle, über Jahre gewachsene Verflechtungen sind.
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@Abschaffung 2. Säule
🎯👏 +100👍
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Als SAC-Saasini weiss man nur zu gut, wer der grösste und schlimmste Verfilzer und Vetternwirtschafter im dekadent-degenerierten Wallis ist: Natürlich ein erzkatholischer CVPler, der anfänglich seine weiberischen Eskapaden in Bern, die als Produkt ein uneheliches Kind hervorbrachte, beharrlich abstritt, bis er es kleinlaut zugeben musste. Und: Es gibt wohl noch einen weiteren, grösseren CPV-Mischler, Vettern- und Filzbewirtschafter aus der Innerschweiz, der als Raiffeisenpräsident den Pierin Vincenz förderte und deckte bis zum geht nicht mehr. Dieser Filz hallt bis heute nach!
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Hallt nicht nach. Ist noch da.
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Das Wallis ist das Neapel der Schweiz. Das ist durchsetzt von Clans.
Sehr viel wird koordiniert über die Parteien.
Diese sorgen über die völlig korrumpierten Staatsanwaltschaft und Verwaltungen für den nötigen „Schutz“.
Es wäre dringend nötig, den ganzen Kanton unter Bundesexekution zu stellen. Die Verwaltungen und wichtigsten Posten in den Staatsanwaltschaften / Polizei / Gerichten muss man gezielt von Aussenstehenden besetzen.
Sonst wird das in 50 Jahren nicht besser.
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Im Wallis gibt es weniger Autos und Töffs mit polnischen Nummernschildern als in Neapel. Und einen Vulkan gibt es auch nicht. Dafür gibt es in Neapel keine Tschugger. Aber der Rest passt.
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Ist doch super, wenn sich Familie und Freunde gegenseitig unterstützen, geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Leid von Pechvögel ohne Geld bringt nur schlechte Stimmung.
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Die Schweiz ist auf Filz gebaut.
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Nichts gelernt. Die ganze Gruppe gerät ausser Kontrolle.
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Die zweitgrößte Bank der Schweiz (Raiffeisen-Gruppe) – „too big to fail“.
*Die Bank, die nah bei den Menschen sein will*😂
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Die Geldschöpfung *aus dem Nichts*; ex-nihilo (getrieben von Geschäftsbanken), unterstützt durch Leitzinsen auf Nullniveau (festgelegt durch die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank), hat einen Dominoeffekt ausgelöst und die massive Verschuldung der Schweizer Haushalte (die höchste weltweit*) verschärft. Die Vermögensbildung einer Minderheit beschleunigt sich rasant auf Kosten der großen Mehrheit (wodurch die Risiken steigen).
*123 % des BIP im vierten Quartal 2025😱
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Wie viel verdient der Karl-Heinz Fux eigentlich pro Jahr? Wieso wird das nicht im Geschäftsbericht ausgewiesen wie bei anderen Banken?
Wie hoch ist sein zusätzliches Honorar bei Avalua, welches er nur dank seinem Posten bei Raiffeisen hat? Gibt er dieses Honorar ab, wie es sich für gut geführte Unternehmen gehört?