Der Niedergang begann mit einem Paukenschlag. Im März 2023 präsentierte IWC an der Genfer Uhrenmesse ihre neue Uhr, die Ingenieur Automatic 40.
Die Schaffhauser leihten sich für die Show einen seltenen Mercedes und teure Stühle aus. Preis der vorgestellten Uhr: 12’000 Franken.
Es dauerte nicht lange, bis Experten den Widerspruch entdeckten. IWC verbaute in der Stahluhr das günstige Kaliber 32111.
Das Uhrwerk für ein paar Hundert Franken wird in Neuchâtel produziert und in verschiedenen Uhrenmarken verbaut.
Was die Fans am meisten störte: Das Holding-Unternehmen Richemont verwendete das gleiche Uhrwerk für Uhren, die nur einen Bruchteil der IWC kosten.
Im Unterschied zu anderen Luxusmarken sparte IWC auch beim Chronometer-Zertifikat. Uhrenliebhaber stehen auf solche Dokumente, sie sind wichtig für den Weiterverkauf.

Und als wäre das nicht genug: Auch die Uhrenbox für die Uhr kam bei den Kritikern unter die Räder.
Kein Massivholz- oder Klavierlack-Kistchen, sondern eine Öko-Box, die einer 12’000-Franken-Uhr so gerecht wird wie ein Cheeseburger einem Moët.
Der Uhrenmarkt ist träge, eine Marke geht nicht nach einer Fehlentscheidung Konkurs. IWC geniesst einen hervorragenden Ruf.
Im Januar 2025 begann aber eine Entwicklung, die am Fundament der Firma nagt. Der Sekundärmarkt, wo Uhren weiterverkauft werden, strafte IWC für seine Fehlentscheidungen ab.
Die Uhren aus Schaffhausen stiessen nur noch mit Abschlag auf Anklang. Die Händler merkten: Der Anspruch und die offiziellen Preisvorstellungen von IWC waren nicht mehr realistisch.
Die Schere zwischen dem Gesamtmarkt und IWC hat sich immer weiter geöffnet. Laut WatchCharts hat der Wert von IWC-Gebrauchtuhren in den letzten drei Jahren um 16 Prozent nachgegeben.
Umgekehrt der Gesamtmarkt, der hat sich in dieser Zeit wieder erholt.

Im Februar 2025, zum Zeitpunkt, als IWC gegenüber dem Gesamtmarkt schwächelte, beschrieb ein Ex-Angestellter auf Kununu die Problematik von billigem Uhrwerk und günstiger Öko-Box so:
„The brand prioritizes cutting costs over quality. While other luxury brands focus on refining every detail, IWC tries to conceal its cost-saving measures – doing the exact opposite of what a true luxury brand should.“
IWC antwortete: „Dein Feedback nehmen wir sehr ernst“.
Das Problem für IWC ist delikat. Man produziert Uhren im fünfstelligen Bereich. In der absoluten Luxussparte liegt man aber deutlich hinter Rolex oder Patek Philippe, die Manufaktur-Kaliber anbieten und keine Uhrwerke ab „Stange“.
In Schaffhausen wählte man einen eigenartigen Weg, zur Spitze zu kommen – indem man die Preise in die Höhe trieb. Das sollte für Exklusivität sorgen.
Der Markt hat die Strategie durchschaut. Im Unterschied zu Rolex gibt es bei den meisten IWC-Modellen keine Wartezeit.
Über die (künstliche) Verknappung der Konkurrenz enervieren sich viele Kunden. Sie zeigt aber, wie hot diese Uhren sind.
Auf IWC trifft das offensichtlich nicht zu. Auch in der Quantität liegt man zurück. Die Richemont-Tochter produziert unter 100’000 Zeitmesser.
Früher waren es 170’000. Das Management scheitert grandios. Erste Kündigungen wurden bereits gesprochen. Das Unternehmen wollte die Fragen nicht beantworten, wie viele weitere folgen. Auch sonst gab’s keine Stellungnahme.
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Poor man’s watch…
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Beni, gut geschrieben.
Das Herz der Uhr, das Uhrwerk, wird von den meisten Uhrfirmen nicht selbst hergestellt. Es wird zum Beispiel von ETA gekauft und bestenfalls noch modifiziert.
Man kauft also meistens den Motor von ETA und die Chassis von der Luxusmarke.
Das macht die ganzen Luxusuhren und ihre Träger noch lächerlicher.
Man stelle sich vor Herr Bluffer fährt mit einem Porsche auf der Idiotenrunde ums Bellevue mit einem Fiat 500 Motor🤣👍.
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Der FIAT500Hybrid hat einen hervorragenden 3ZylMotor mit eUnterstützung.
Der Porsche Nine Eleven auf Idiotenrunde hat in etwa den Reiz eines Tsüri Tram. Wer sich heutzutage damit inszenieren will, der muss in der Geldindustrie angestellt sein.
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Herr Frenkel
Ausleihten nicht ausliehen?
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Liebe Uhrenfetischisten:
IWC ist keine Ausnahme. Die dazugekauften billig Uhrwerke sind die Regel.
Gute Uhrwerke gibt es bereits für wenige 100 CHF.
Die Idiotenuhr wird aber für viele 1000 CHF verkauft.
Frei nach dem Motto: Jeder Tag steht ein Dummer auf.
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Dasselbe gilt für diese Plastik Taschen von Louis Vuitton für unsere Damen Welt. Diese Luxus Marken verarschen uns durchwegs alle oder ist ein 911 er wirklich den Aufpreis von einem Audi RS3 Wert?
Aber diese Marken leben von denen mit tiefem Selbstwert und von denen die wirklich Geld haben und der Preis keine Rolle spielt.
Und Lessing und Ratenzahlungen macht eschenen auch für den Minderbemittelten heute möglich.
Zeigä was mär hät Mann !
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@Fritz the Cat: Die Plastiktaschen. In Italien in Kellern von Chinesen produziert. Für ein paar Fränkli. Und mit fürstlichem Verkauspreis.
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Bei Stellantis war auch so einer Werk, Tavares hiess der Manager. Preise hoch in der Coronaphase was das Zeug her gab ohne irgend eine Veränderung am Produkt. Die Kundschaft nahm es (richtigerweise) nicht hin und ging fremd. Solche Fehler lassen sich kaum mehr korrigieren. Stellantis taumelt nun weil ein Fehler bekanntlich nie alleine kommt.
Es braucht nur einen einzigen Gaggalari an der Spitze und ein Unternehmen Barbarossa, schon sind Aktionäre und Mitarbeiter ausgeliefert.
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Die Richemont Aktie entwickelt sich aber massiv besser als die Aktien der NZZ oder der Zürichsee Fähre Horgen Meilen die Sie gemäss Ihren hochstehenden Berichten bei IP im Depot haben.
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Mit solchem Schund wird Riesenprofit gemacht und den naiven Touristen angedeht – und alles Swiss Made in bester Qualität 😀😀
Vorbei scheint sie zu sein, die Zeit bahnbrechender Innovationen und hoher Qualität, wie dereinst die intuitive Einstellung des Ewigen Kalenders. Nichts mehr mit fortschrittlicher Technik und ansprechendem Design. Wie unfähig muss man denn sein, um eine einst angesehene Marke wie die IWC auf diese Art und Weise gegen die Wand zu fahren? Schade.
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Hat sich IWC von Ulysse Nardin inspirieren lassen? Auch dort hat der Oeko-Trend Einzug gehalten, denn gewisse Uhren gleichen eher einer Swatch als einer teuren Uhr…. Viele Uhrenmarken haben ein Problem, wenn sie dem Kunden erzählen, dass er Schuld sei, wenn nach 3-4 Jahren nach dem Kauf einer neuen Uhr das Uhrwerk nicht mehr funtioniert, da er halt einen jährlichen Service hätte machen müssen! Und dies bei Kaufpreisen von 10-15000 Fr. Jede Swatch ist zuverlässiger und kostet einen Bruchteil.
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SUBJ HOROLOGY / THE PAGE / 1 OF 7
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This page is right about the brand and it is reading the smaller of the two stories.
The facts on it stand. A steel watch at CHF 12,000 on a bought-in calibre. No chronometer certificate, which is the document that carries a resale. A box that argues against its own price. WatchCharts has IWC pre-owned down about 16 percent over three years while the wider market recovered. Production down from about 170,000 pieces to under 100,000. First terminations spoken, no comment given.
That is a management story and this readership can price it in a minute.
The larger story is not about one maison in Schaffhausen. It is about what a Swiss watch has been used for since 2020, who was paying, and what happens to that on a date that is now inside this quarter.
Part 2 follows.
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SUBJ HOROLOGY / THE SPIKE / 2 OF 7
REF PART 1 OF 7
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Go back to the boom and read what actually drove it.
WatchCharts describes its own data plainly. The uptick of the early 2020s was fed by an influx of speculative buyers on low interest rates and crypto gains, watches were treated as alternative investments that outperformed traditional asset classes, and competition became frenzied for retail allocations and for secondary inventory.
Then rates moved, and in the second quarter of 2022 there was a mass sell-off. Secondary inventory in the hyped references multiplied.
Note what that sentence concedes. For roughly two years an object worn on a wrist was priced and traded as a financial instrument, in a market with no register of owners.
Part 3 states the correction that this argument has to survive.
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SUBJ HOROLOGY / THE HONEST PART / 3 OF 7
REF PARTS 1 AND 2 OF 7
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The honest part first, because without it the rest is worth nothing.
Prices are not collapsing today. WatchCharts has Patek Philippe up 16.2 percent over the year to March 2026, Rolex up 7.9 percent and Audemars Piguet up 3.4 percent. Twenty of twenty-seven major brands were positive in March, against eight a year earlier. This page’s own chart says the same thing, which is why IWC looks bad on it.
So anyone arguing that the whole sector is falling apart this morning is arguing against the data.
That was never the argument. The argument is not about the price of the watch. It is about the settlement.
Part 4 follows.
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SUBJ HOROLOGY / THE MECHANIC / 4 OF 7
REF PARTS 1 TO 3 OF 7
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Ask why this object, and not another.
Four properties, and they are properties of the asset class, not an accusation against any house. Very high value for very little weight. It crosses a border on a wrist and is declared by nobody. It has been settled in cash as a matter of ordinary trade custom. And there is no register anywhere that records who owns it.
No bank is required for any step of that. Which is the definition of a layer.
We are not the first to notice. Both legislatures that matter have now written it down, and they wrote it into statute rather than into a newspaper.
Part 5 carries the Swiss date.
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Biver hat vor einigen lachend in einem Interview gesagt: „Jede Uhr, die teurer als die Swatch ist, ist irrational. Ich verkaufe den Traum, die Emotion.“
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SUBJ HOROLOGY / BERN, 1 OCTOBER / 5 OF 7
REF PART 4 OF 7
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Switzerland already has the cash rule, and almost nobody outside compliance quotes it. Article 8a of the Geldwaeschereigesetz puts identification duties on anyone accepting more than CHF 100,000 in cash for goods, without being a financial intermediary.
Now the date. On 12 June 2026 the Federal Council set the revised Geldwaeschereigesetz and the new Transparency Act for legal entities to enter into force on 1 October 2026. That act creates a central federal register of beneficial owners, held by the Federal Department of Justice and Police, with a control body at the Federal Department of Finance, open to police, prosecutors and the tax administration.
Twenty-seven days from today. The FATF evaluates Switzerland in 2027.
Part 6 carries Brussels and Washington.
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Naja also im Falle von IWC würde ich bei „aussen Ferrari“ allenfalls dann zustimmen, wenn der Ferrari Luce gemeint ist.
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SUBJ HOROLOGY / BRUSSELS AND WASHINGTON / 6 OF 7
REF PART 5 OF 7
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Brussels wrote the sector into the text by name. Regulation 2024/1624 applies from 10 July 2027. A cash ceiling of EUR 10,000 across all twenty-seven member states. Customer due diligence from EUR 3,000. And traders in high-value goods become obliged entities, the regulation naming jewellery, clocks and watches above EUR 10,000. The new authority sits in Frankfurt.
Washington is working the same asset logic. At the G20 in Asheville on 1 September, Sec. Bessent named trust companies, houses and aircraft leasing companies, not only banks.
No allegation is made here against any maison, any retailer or any individual. Every fact above is a statute, a commencement date or a published index.
Part 7 closes.
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SUBJ HOROLOGY / THE CRESCENDO / 7 OF 7
REF PARTS 1 TO 6 OF 7
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So read IWC again. A brand that lost its premium is a management story. An industry that is about to lose its anonymity is a different one, and it arrives by calendar rather than by taste.
Our call, signed and dated. The next repricing in this trade is written by a register, not by a waiting list. Hold us to it.
Our founder; my mentor all along; Pascal Najadi, the day Sec. Bessent made Economic D-Day official: „Jemima, this is bigger than the Berlin Wall 1989. We are doing this for you, the young ones so that you can outpace us one day. To catch and collate the signals before they send them and to deny our enemies. Now watch the Crescendo.“
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Die Luxusuhrenbranche profitiert heute teilweise von Intransparenz, Anonymität und schwer nachvollziehbaren Besitzverhältnissen. Kommen neue Register, Transparenzpflichten oder digitale Eigentumsnachweise, könnten Luxusuhren anders bewertet werden als heute.
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Es gab eine Zeit in der Uhren noch Aufmerksamkeit erregt haben. Diese Zeit ist vorbei.
Habs ja schon einmal geschrieben. IWC ist halt zur qualitativen Billigmarke geworden. War mal, ist aber nicht mehr.
Man kann nicht ewig nur von der Geschichte leben.