Verbieten, ignorieren, ausgrenzen, Brandmauer? Nur über die AfD reden, nicht mit ihr?
Alle diese Versuche, mit der rechtskonservativen Partei fertigzuwerden, sind gescheitert. Ihr fehlen nur zwei Stimmen, um mit absoluter Mehrheit allein in diesem Bundesland zu regieren.
Ist das der Anfang vom Ende, die braune Flut, der Faschismus erhebt sein hässliches Haupt? Viele Kommentatoren, vor allem auch aus der sicheren Schweiz, kriegen sich kaum mehr ein.
Gerne wird das Diktum des Landesverfassungsschutzes zitiert, dass die Landespartei von Sachsen-Anhalt eine „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ sei.
Ihre Programmatik sei von einer „rassistischen Ideologie des Ethnopluralismus“ geprägt, der ein „völkisch-abstammungsmässiger Volksbegriff“ zugrunde liege.
Schauen wir uns das Parteiprogramm der AfD mal genauer an. Es umfasst satte 258 Seiten.
Im Kapitel „Einwanderung und Remigration“ fordert die Partei die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl, eine „Abschiebeoffensive“, eine „Remigrationsoffensive“ für Ukrainer und den „Verzicht auf kulturfremde Fachkräfte“.
Dieser Begriff ist sicherlich deutlich angebräunt.
Aber schauen wir uns doch das wirtschaftspolitische Programm insgesamt an, denn schliesslich bestimmt das Sein das Bewusstsein.
Hier fordert die AfD für den Mittelstand bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen, einen deutlichen Bürokratieabbau mit schnelleren Genehmigungen, keine Steuererhöhungen und eine Schuldenbremse.
Hoppla, da ist etwas durcheinandergeraten, das ist ja das Wahlprogramm der CDU. Neuer Versuch.
Das Wahlprogramm fordert eine aktive staatliche Industriepolitik, die Förderung des Mittelstandes, leichtere Kreditvergabe und steuerliche Vergünstigungen. Dazu Gaslieferungen auch aus Russland und eine Abnahmegarantie für regionale Agrarprodukte.
Verflixt nochmal, schon wieder danebengegriffen. Das sind die Kernpunkte des Wahlprogramms des BSW, des Bündnis Sahra Wagenknecht.
Hoffentlich gibt mir der Leser noch eine Chance.
Sachsen-Anhalt soll als Industrieland erhalten bleiben. Der Mittelstand soll gefördert werden, dazu ein starker Bürokratieabbau. Die Arbeitnehmerrechte sollen gestärkt werden. Das alles soll mithilfe von staatlicher Steuerung erfolgen.
Jetzt wird es echt peinlich: das sind die Eckpunkte des Wahlprogramms der SPD Sachsen-Anhalt.
Aber nun mit Echtheitsgarantie die Aussagen der AfD. Sie sind allerdings weitgehend deckungsgleich mit den Programmen von CDU, BSW und SPD.
Mit der Lupe kann man Unterschiede bei der Zuwanderung von Fachkräften, bei der Energiewende, dem Klimaschutzgesetz und dem Import von russischem Gas erkennen.
Schauen wir uns nochmal die Kernpunkte des 2. Kapitels der AfD Sachsen-Anhalt an.
Es fordert einen grundsätzlichen Wechsel in der Migrationspolitik. Wie sie seit 2015 betrieben werde, sei sie gescheitert.
Insbesondere die Asylmigration soll drastisch reduziert werden. Dafür soll das Asylrecht auf Bundesebene geändert werden. Was die Landespartei leicht fordern, aber nicht umsetzen kann.
Unter dem Begriff Remigration bündelt das Programm Massnahmen zur Rückführung von Menschen ohne dauerhaftes Aufenthaltsrecht sowie zur Förderung freiwilliger Rückkehr.
Abschiebungen sollen massiv erhöht und konsequenter umgesetzt, Familiennachzug und Bleiberecht eingeschränkt werden.
Einbürgerungen sollen erschwert werden und nicht als Integrationsinstrument dienen.
Offensichtlich hat die AfD mit diesen Forderungen einen Nerv in der Bevölkerung getroffen. Denn ihre übrigen Aussagen zur Wirtschaft unterscheiden sich höchstens in Nuancen von denen der anderen Parteien.
Immer wieder wird bei der Beschreibung der AfD in Sachsen-Anhalt die Figur des Gottseibeiuns Björn Höcke erwähnt. Allerdings ist der Mann Landes- und Fraktionsvorsitzender der AfD in Thüringen.
Andere Baustelle, anderes Bundesland.
Was intellektuelle Kritiker der AfD besonders umtreibt, ist deren Kulturpolitik. Im Regierungsprogramm fordert sie, die „deutsche Leitkultur“ zu stärken, deutsche Klassiker wie Goethe, Schiller oder Kleist sollten öfter aufgeführt werden.
Das solle zu einer deutschen Identitätsbildung beitragen. Zudem sollten „die guten Seiten der deutschen Geschichte“ mehr herausgestellt werden, es soll Schluss mit der „Verewigung eines Schuldkomplexes“ sein.
Ganz allgemein sollen Brauchtum und Tradition gefördert werden. Schliesslich solle Gendersprache verboten werden.
Wenn man das Schauspielhaus Zürich als abschreckendes Beispiel nimmt, kann man einige dieser Forderungen durchaus verstehen.
Ob Deutschland allerdings das Volk der Dichter und Denker oder der Richter und Henker ist – oder allenfalls eine Mischung von beidem –, das lässt sich mit solchen Forderungen und dem nebulösen Begriff einer Leitkultur kaum entscheiden.
Alles in allem, vor allem auch, weil alles andere gescheitert ist, wäre es wohl am vernünftigsten, die AfD Regierungsverantwortung übernehmen zu lassen. Und zuzuschauen, ob sie etwas Gescheites zustande bringt – oder daran scheitert.
Alle geraunten Vergleiche mit der braunen Vergangenheit Deutschlands, Versuche, die AfD in die Nähe der NSDAP zu rücken, stossen offensichtlich immer breitere Wählerschichten ab.
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Es wird nicht so heiss gegessen, wie gekocht. Ein alter Ausspruch.
Von zwei schlechten Lösungen, schleichende Islamisierung oder Rechtsdrall, wurde wohl die bessere gewählt. Also die AfD.
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Es kann regieren wer will in Deutschland ändern wird sich nicht viel, dafür schaut der EU Gerichtshof schon.
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Bis heute habe ich nicht verstanden wieso die AdD rechtsradikal sein sollte.
Kriminelle und Illegale Ausländer abschieben sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und keine Frage der politischen Einstellung.
Die Altparteien haben Deutschland seit 2015 dermassen ruiniert, es ist nicht sicher ob man auch mit der AfD den Schlamassel wieder aufräumen kann.
Anstatt ausgewiesen wird eingebürgert (Syrer und Co. ).
Die Deutsche Bevölkerung wurde angelogen. Sie bleiben nur vorübergehend 😃👍. Auch die Schweizer wurden angelogen. Die Ukrainer gehen – nie mehr!
Ja, da ist er jetzt, der Denkzettel an die Adresse der ihre Wahlversprechen nicht einhaltenden und total abgehobenen Nichts- oder Falschtuer in Berlin, was problemlos auch durch das Wort „Bern“ ersetzt werden könnte…und jetzt mal abwarten, wie es weitergeht…und regieren lassen ist sicher der richtige Ansatz. War ja eine demokratische Wahl, deren Ergebnis absolut ohne Dreckwerferei zu respektieren ist.
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Bei den nächsten Wahlen in der
Schweiz wird sicher auch die
SVP gewinnen.Habe jetzt schon
Angst wird sicher auch ein
gewaltiger rechtsrutsch geben !!
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Solange die SVP den Sozial-Staat angreift, solange wird sie unter 30 % bleiben.
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Liebr Herr René Zeyer Betreiber von http://www.zackbum.ch heute bin ich erst dort Dritte der schreibt… 😀 ich mag die wie sie und Herr Schellenberg schreiben (auch Frauen Vilalon) sie haben recht die afd (Stichwort lgbtq… oh ne7n sfdrs sendet nichts (nur samschtigjass…)
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Maestro 😉 for the president of the USA und Deutschland 😀
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Deutschland hat bald mehr Sozialbezüger als Sozialeinzahler.
Die Einwanderungen ins Sozialsystem haben dem Land das Genick gebrochen.
Wer alle (faulen) helfen möchte, verliert sich selbst.
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Dass diese Irrlichter von diesem Hinterpfupf-Bundesland AfD gewählt haben, ist absolut kein Beinbruch und Peanuts für Deutschland zum Verdauen 😅😅
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Wer Grün und Rot zusammen mischt bekommt bekanntlich Braun…
Wenn sich einer als Sozialist outet, ist es immer interessant nachzufragen, ob es die „Nationale“ oder „Internationale“ Variante sei?
Faschismus ist nach Mussolini der Zusammenschluss von Konzernen mit dem Staat (the merger of corporate and government powers)… Also wie war das mit jetzt mit Merz, VW, Rheinmetall, usw?
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43% Wähleranteil ist schon eine Hausnummer.
Wer so eine Partei ausschliessen möchte ist ein Antidemokrat.
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Ich versuchs wieder mal: Kann mir endlich einmal jemand die Ukrainepolitik der SVP, AFD etc. erklären?
Einerseits soll die Ukraine aufgegeben und Russland überlassen werden, andererseits sollen aber keine ukrainischen Flüchtlinge mehr in den Westen kommen?
In Mariupol sind rund 75% der Bevölkerung geflohen. Nach vier Jahren Krieg dürfte der Anteil für die übrige Ukraine kaum kleiner sein. Heute leben noch ca. 28 Mio Menschen in der unbesetzten Ukraine. Wohin sollen die denn alle gehen, wenn Russland übernimmt?
Ich ahne schon: 99 Downvotes, 20 Beschimpfungen, 0 Antworten
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Viele, auch wehrdienstfähige junge Männer, haben die Ukraine verlassen, anstatt für ihr Heimatland zu kämpfen! Aber in die Ferien wird fleissig in die Ukraine gereist! Wer das macht, sollte seinen Aufenthaltsanspruch als Flüchtling verwirkt haben. Die sollen gefälligst in ihrem Heimatland bleiben und ihre Pflicht erfüllen! Die ganze Welt wird um Hilfe angebettelt und die eigenen Leute machen sich scharenweise vom Acker des zweitkorruptesten Landes Europas. Irgendwann überschreitet die naive Grosszügigkeit die Grenze zur Dummheit, was viele erkennen und deshalb zum Beispiel AFD wählen.
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@Yudansha
Dass IP-Leser mit dem Lesen einfacher Texte überfordert sind, ist ja nichts Neues.
Deshalb nochmals langsam: Meine Frage war nicht, ob gegenwärtig die falschen Ukrainer vor dem Kriegsdienst fliehen. Meine Frage war, was mit den Millionen Menschen passiert, wenn die Ukraine Russland überlassen wird. Soweit ich das verstehe, hat sich das bei den AfDlern und Konsorten einfach noch keiner zu Ende gedacht, oder?
Ihr meint also, die würden alle bleiben und unter russischer Herrschaft leben? Oder dürfen sie dann fliehen? Und falls ja: Wohin? Das wäre die Frage gewesen.
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Was von „Asyl abschaffen“ hast du nicht verstanden? Die Ukrainer sind nicht unser Problem.
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Die Altparteien haben es vermasselt. Jetzt liegt es an der AfD aufzuräumen.
Remigration. Luftbrücken in die Wirtschaftsasylanten Länder.
Die unnötigen Ausgaben streichen. Steuern nach unten.
In Deutschland kann ein Deutscher nicht einmal mit der Landesflagge durch die Gegend laufen ohne massiv Probleme zu bekommen. Ein Nazi, du weisch? Wie krank ist denn das?
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So so, das CDU Wahlprogramm also.. eher die Versprechen der CDU vor der Wahl, die sie nie zu erfüllen gedenken.