Pascal Bassu ist rot. Rot wie die SP. Und jetzt rot wie die Pleite.
Der Präsident von Wetzikon wollte sich das schiefstehende Spital Wetzikon zum Dumpingpreis schnappen.
GZO heisst dieses, Gesundheitszentrum Zürcher Oberland. Bassu schwadronierte von Zukunft und Sicherheit.
Wer seinen Plan ablehne – Bassu wäre der starke Aktionärsmann der Standort-Gemeinden geworden -, der stürze die GZO AG in Chaos und Elend.

Gestern wurden Bassu und dessen „Enteignungs“-Coup entzaubert. Von Antoine Hubert, einem Tausendsassa aus dem Wallis.
Der Kommandant der Infracore, die zu Huberts luftigem Aevis Victoria-Konstrukt gehört, bietet 70 Millionen für die GZO.
15 mehr als zuvor. Aber erst, wenn die GZO in Konkurs geht.

Eine Sekunde später würde sie zu neuem Leben erweckt. Die Mitarbeiter bleiben, das Krankenhaus bleibt, die Patienten bleiben.
Alles wie gehabt. Einfach unter neuer Herrschaft. Seiner, Huberts.
Deal, rufen Postfinance und Co. Die grossen Obligationäre von GZO-Anleihen über 180 Millionen wollen einfach möglichst viel ihrer offenen Forderung.
Hubert bietet ihnen das. Zusammen mit 85 Millionen Cash in der Kasse und auf der Bank kommt die GZO AG auf gut 150 Millionen.
Mit allen offenen Handwerker-Rechnungen fürs neue Spital, wo seit bald 3 Jahren nichts mehr geht, kommt man auf 230 Millionen Schulden.
Über 60 Prozent der Gläubiger-Forderungen werden somit im Hubert-Szenario beglichen. Viel mehr, als Bassu geboten hatte.
Der Sozi dachte, er könne die Bond-Holders mit einem Butterbrot abspeisen. 7 Millionen auf die Hand von der Thurmed AG aus der Ostschweiz, die später vielleicht noch etwas mehr bezahlt hätte.
So oder so Peanuts im Vergleich zur Infracore-Offerte. Dem „roten Fürsten“ von Wetzikon zur Seite stand die berühmte „Swissair“-Sachwalterin Wenger Plattner.
Die entscheidende Partnerin dort ist die Ehefrau eines Gemeinderats-Mitglieds in der GZO-Region. Small World, Big Plan – auf die Nase gefallen: Der Markt hat gespielt, der Wettbewerb funktioniert.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Eine Stadt, die alleine schon einen Sozi
als Stadt Präsidenten wählt hat bereits
auf allen Strecken verloren.
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Das Problem ist, dass über die Hälfte der wahlberechtigten Bürger an Wahlfaulheit leidet und dadurch Leute an die Spitze kommen, die dafür völlig ungeeignet sind. Das gilt allgemein für die gesamte Politik.
Ist wie im Berufsleben. Es gibt Mitarbeiter und Angestellte. Mitarbeite denken mit und arbeiten mit und Abgestellte wie es der Name schon sagt, stellen den ganzen Tag etwas an.
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Sehe das auch so. Ich wuchs mal in Wetzikon auf (vor >40 Jahren). Irgendwann wurde die Stadt rot. Dann ging es bergab. Auch im Immobilienbereich. Heute gibt es neue Wohnprojekte mit 2-3x mehr Wohnungen als Parkplätze dazu. Innovatioves Mobilitätskonzept nenne sich das. Ist schon in Zürich gescheitert. Lernkurve?
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Hauptsache die Spital Thurgau bekommt keinen Zuschlag. Was geht uns der Spital Wetzikon an im Thurgau? Nichts, Herr Z.!
Fantasien dieser Herrschaften…
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Erst der Konkurs ermöglicht eine Lösung. Zwei Jahre Nachlassverfahren für die Katz. Die Sachwalter haben schön Fees generiert und sich gegen Gläubigerinteressen quergestellt, meiner meinung nach. Schön sind sie, und die mühsamen Aktionärsgemeinden, endlich weg vom verhandlungstisch.
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Da hat wohl einer zu hoch gepokert. Gier ist ein schlechter Ratgeber.
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WengerPlattner und Karl Wüthrich haben als Sachwalter Millionen kassiert und dazu noch 20 Jahre gebraucht bis die Swissair endgültig liquidiert war. Juristen sind eben zu Allem fähig !
Bleibt nur noch den schnellen Konkurs ! Leider.
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Gab’s nicht mal die Aussage, dass, so lange Geld in der Konkursmasse sei, das Liquidationsverfahren weitergeführt werde. Bis zum St. Nimmerleinstag. Und niemand hatte externen Einfluss. Was für ein Abzockersystem.
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Wo Wallis dabei ist, kann nichts gutes dabei rauskommen.
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Fr. Dr. Umbach hat sich ja reich gestossen.
Das ist dermassen stossend. Unglaublich.
Das mit dem „Cash in der Kasse“ verstehe ich nicht. Gibt es da nicht auch noch laufende Verpflichtungen (Kreditoren, Löhne usw.)? Das müsste man ja realistisch abziehen.
Es bleibt das Kernproblem: Im Viereck der Spitäler Uster, Wetzikon, Männedorf Winterthur gibt es massive Überkapazitäten.
Mit dem Schritt wird das nicht gelöst.
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Wenn Sie den Bogen schon vom Zürisee nach Winterthur spannen, muss man noch Neumünster (Zollikerberg) und Uznach kapazitätsmässig dazu zählen.
Schwach von der staatlichen Postfinance: Zuerst gibt sie vor zehn Jahren im Wissen um die stationären Überkapazitäten ungesichert 40 Millionen. Dann verweigert sie dem Rettungsplan der Gemeinden die Unterstützung und hilft dem Spital-Abwracker.