Die UBS-Aktie nahm die 40-Franken-Grenze im Flug. Der Anstieg wurde erst gestern jäh gebremst.
Trotzdem ist der Titel der letzten Schweizer Grossbank gefragt wie lange nicht mehr. Dahinter steckt die Hoffnung, die UBS würde im US-Private Banking durchstarten.
Die Financial Times brachte das Thema soeben gross. In schönes Rampenlicht schafft es damit UBS-Amerika-Chef Rob Karofsky. Der will Sergio Ermotti am CEO-Steuer ablösen.

Das will auch Iqbal Khan. Doch der Karofsky-Kollege, der mit dem Amerikaner zusammen das weltweite Private Banking der UBS leitet, könne sich diese Hoffnung abschminken, heisst es intern.
Umso mehr wolle Khan seinen Getreuen helfen, so lange es noch gehe. So wie Christl Novakovic.

So heisst die Europa-Chefin der UBS, die zentral ist für Khans Gesamterfolg, der zusätzlich noch ganz Asien unter seinen Fittichen hat.
In der Division des alten Kontinents, zu dem auch Afrika und Middle East zählen, herrscht seit ein paar Wochen helle Aufregung. Grund ist die Verschiebung der Kommandozentrale, von Zürich nach Katar.
Dort spiele jetzt die Musik, zeigt sich die UBS überzeugt, Krieg gegen den Iran hin oder her.
Der Beschluss zeigt erste Folgen. „Die Hütte brennt“, sagt ein Insider mit engen Beziehungen zu hohen UBS-Managern im Bereich EMEA, also Europa, Middle East und Afrika.
Ein Zweiter bestätigt das. „Topleute springen ab und nehmen Kunden mit“, behauptet dieser.
Im Zentrum steht Novakovic‘ Umzug nach Dubai, ins Finanzherzen der ganzen Golfregion. Die mächtige UBS-Managerin soll allerdings nur noch ein Jahr lang am Drücker sein.
Danach wäre sie reif für die Rente, sagen mehrere Gesprächspartner. Ein Sprecher der UBS liess Fragen unbeantwortet.
In Dubai würde die Auszahlung der Pensionskasse steuerlich bevorzugt behandelt, dies könne mit ein Grund für den Umzug von Novakovic sein, wird kolportiert.
Der langjährige Vizepräsident des UBS-Verwaltungsrats, Lukas Gähwiler, gab kurz vor seiner Pensionierung ebenfalls mit einem privaten Domizilwechsel zu reden.
Gähwiler kehrte Langnau am Albis, wo er seine Kinder gross gezogen hatte, den Rücken, um in Aegeri im steuergünstigen Kanton Zug seine Zelte aufzuschlagen.
„Khan und Novakovic haben Order erteilt, mögligst viel Neugeld an Land zu ziehen“, sagt eine der Auskunftspersonen. „Koste es, was es wolle.“
Die reichen Klienten würden mit attraktiven Gebühren zur UBS gelockt, so der Insider. „Was allein zählt, ist das Net New Money. Was die Bank damit verdient, interessiert derzeit keinen.“
Das passe vielen gestandenen Private Bankern des Multis nicht, behauptet eine andere Quelle. „Es werden noch einige Wechsel erfolgen.“
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Hauptattraktion von Katarrh ist ein grosses Einkaufszentrum. Sonst hat es nichts ausser Sand. Noch schlimmer als das hochgelobte Dubai.
Für nicht Südosteuropäer sind Einkaufszentren verbrannte Erde. Ein „No Go“.
Wer sich an so ein Ort versetzen lässt, ist ein Trostpreis.
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Letzter Satz: Genau wie Du!
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einkaufszentren sind klimatisierte oasen in den heissen ländern. nur nordische touristen gehen bei über 40 grad mittags nach draussen.
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Katar und Dubai.
Zwischendurch fliegen iranische Drohnen und Raketen herunter.
Sehr romantisch, diese Orte!!!
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Man sollte die UBS „in Ruhe arbeiten zu lassen“.
Es chunt scho guet😊👍.
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Bisch es Du, Ueli?
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Eine Verschiebung des Europa Sitzes der UBS nach Katar macht sowenig Sinn wie die Verlegung der New York Stock Exchange nach Nordkorea. Wüsste man es nicht besser, so würde man es als Schnappsidee oder verspäteten Aprilscherz abtun. Es ist nun wirklich Zeit dass Ermotti, Khan und Co. abtreten und Banker, die etwas von Banking und Geografie verstehen den Laden übernehmen. Im CV könnten sie ja dann schreiben in welche Höhen sie die Aktie getrieben haben. Übrigens ich habe meine zum doppelten Kurs vor 2008 verkauft !
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Aktuell läuft bei der UBS das Geschacher um die Nachfolge von Ermotti. Das motiviert gewisse Leute, möglichst viel Aktivität zu verursachen. Der Sinn dahinter ist einfach: Auf den obersten Stuhl zu kommen. Wie stark es wirtschaftlich Sinn macht, interessiert nicht. Hier geht es um das oberste Banken-Theater. Dafür werden alle Register gezogen.
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Das ist super: nuetzt aber wenig wenn Sie die Aktie beispielsweise bei 80 CHF gekauft haben.
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Katar macht Sinn:
– geringere Mietkosten
– geringere Lohnkosten (die Qualität der Expats in Zürich ist sowieso gleich wie diejenige der Expats in Katar).
– geringere Reisekosten und mehr Nähe zu den Kunden in der gesamten Region.
– Service leidet nicht (die Private Banker von heute sind sowieso nur noch Administratoren)
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Die Golf-Monarchien sind künstliche Konstrukte, die aus dem Sykes-Picot-Abkommen hervorgegangen sind und werden diesen Konflikt nicht in der gegenwärtigen Form überleben. Was die UBS betrifft: man soll Reisende nicht aufhalten.
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Absoluter Quatsch. Sykes-Picot bezog sich lediglich auf das Gebiet zwischen Syrien und Irak. Einige der Golfmonarchien bestanden bevor die Royal Navy am Golf war.
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Genau. Katar gilt ja als sicheres Land momentan. Können sie gleich mehrere „contingent“ Pläne ausarbeiten. Warum nicht gleich in Kiev?
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Als sicheres Land mit dem Konflikt im Iran…?
Letzthin traf ich einen befreundeten Versicherungsmanager, der den reichen Wüstensöhnen (er nennt sie locals und verachtet sie) die obligatorische Krankenversicherung (!) verkaufen musste und dabei ein Schweinegeld machte. Er gibt auch offen zu, dass er nur wegen der Kohle in der Wüste sei.
Er sagte, dass sich Seinesgleichen öfters treffe, um den Zusammenhalt und Austausch zu stärken und sich über den Absprung in den Norden vorzubereiten. Er sagt, es seien schon einige weg und er stehe kurz davor.