Wie Küsnacht und Kilchberg entwickelt sich die Finanzausgleich-Zahlergemeinde Erlenbach auch zum Kreditinstitut.
Anvertraute Gelder – in diesem Fall Steuern – müssen irgendwie parkiert werden.
Per Ende 2025 waren es neben den rund 15 Millionen auf Konti bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und der PostFinance rund 90 Millionen als kurzfristigen Festgeldern.
Hintergrund der exorbitanten Cash-Schwemme sind verzögerte Zahlungen in den kantonalen Finanzausgleich. Dafür tätigte die Gemeinde per Ende 2025 Rückstellungen von zweimal rund 55 Millionen, einmal kurzfristig, einmal langfristig.
Städte und Gemeinden aus allen drei Sprachregionen der Schweiz leihen sich Beträge bis zu einem Jahr von den Gestaden des rechten Zürichseeufers.
Ins Auge stechen einerseits drei Kredite an die Cembra Moneybank über insgesamt 18 Millionen. Andererseits ganze „20 Kisten“ an die AMAG Leasing AG mit Hauptsitz in der Steueroase Cham im Kanton Zug.
Die Anlage sei im Rahmen des üblichen Liquiditätsmanagements über einen langjährigen Broker abgeschlossen worden, so die Antwort aus dem Gemeindehaus auf eine entsprechende Anfrage.
„Die Festgeldanlage ist eine unbesicherte Forderung gegenüber der AMAG Leasing AG. Entscheidend für die Anlage ist deshalb insbesondere die Bonität der Gegenpartei, welche vor Abschluss geprüft wurde“, heisst es weiter.
Diese liegt bei BBB mit Ausblick „stabil“. Nachzulesen im Geschäftsbericht. Der ist öffentlich, da das Finanzierungsinstitut, wie es sich selbst nennt, eine Reihe von Obligationsanleihen ausgegeben hat.
„Greenbonds“ und „Auto Coverend Bonds“ mit verschiedenen Laufzeiten und Zinssätzen. Totalbetrag: 2,535 Milliarden.
Dazu Bankkredite von 1,2 Milliarden und „Übrige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten“ von 555 Millionen.
Letztere enthalten mutmasslich die 20 Millionen „Tax-Money“ aus Erlenbach.
Keine weiteren Details konnten auf Anfrage der AMAG-Zentrale entlockt werden: „Wir kommentieren grundsätzlich keine einzelnen Kundenbeziehungen oder Transaktionen“.
Eine gigantische Schuld von knapp 4,5 Milliarden weist die AMAG Leasing aus. Der Cash aus der Gemeinde mit dem silbernem Stabkreuz im Wappen verschwindet quasi als Tropfen im blauen Zürichsee-Wasser.
Trotz Investment Grade-Rating und einer gegenwärtig grundsoliden Bilanz des helvetischen Autobranchen-Giganten rücken wie in Küsnacht (Stadler Rail) und Kilchberg (Bank Zimmerberg) Reputationsfragen ins Zentrum der Öffentlichkeit.
An der Spitze der Unternehmensgruppe im Privatbesitz regiert Verwaltungsratspräsident Martin Haefner. CEO ist Helmut Ruhl, der wiederum Präsident der AMAG Leasing ist.
Diese hat 2025 bei einem Nettoerlös im Leasinggeschäft von 200 Millionen einen Gewinn von 130 Millionen eingefahren.
Entstanden nach Zahlung von Steuern von rund 17 Millionen im Kanton Zug und an den Bund.
2025 wurden Dividenden an die Group von 77 Millionen überwiesen. Der Dividendenbetrag nach dem geschäftlichen Glanzjahr 2025, der in diesem Betrag enthalten sein muss, ist unbekannt.
Als Kreditgeber wird eine Gemeinde auch automatisch zum Stakeholder und somit Beteiligten der üppigen Finanzströme des Unternehmenskonglomerats.
Die 20 Millionen-Anlage Anlage mit Laufzeit bis 4. September ist gemäss Geschäfts- und Kompetenzreglement der Gemeinde Erlenbach getätigt worden. Deren Abteilungsleitung Finanzen hat den Deal abgeschlossen.
Im weiteren bestätigt die Gemeinde, dass eine vorgängige Genehmigung oder Information der Finanzvorsteherin Huyen Phan Sturm (parteilos, ehemals GLP) beziehungsweise des Gesamtgemeinderates für solche unterjährigen Festgeldanlagen nicht vorgesehen sei.

Die Festgeldanlagen von rund 90 Millionen seien weder Gegenstand entsprechender Fragen oder Diskussionen zwischen der Rechnungsprüfungskommission und dem Gemeinderat noch an der letzten Gemeindeversammlung gewesen, heisst es weiter.
Die „Who cares“-Haltung erstaunt. Ob überhaupt eine Bilanz-Diskussion stattfindet, muss hinterfragt werden.
Auf Anfrage von letzter Woche erfolgt die Mitteilung, dass nach heutigem Stand keine erneute Festgeldanlage bei der AMAG Leasing AG vorgesehen sei.
Bei welchen Gegenparteien die akkumulierten Jahresgewinne beziehungsweise Cash-flows und die pendenten Finanzausgleichsbeträge Ende Jahr parkiert sein werden, wird dann im nächsten Frühjahr bei der Präsentation der Rechnung 2026 bekannt.
Die Dimensionen im hohen zweistelligen- oder gar tiefen dreistelligen Millionenbereich dürften bestehen bleiben. Wie neben der Bonität mit dem Reputationsrisiko umgegangen wird, kann ebenfalls tabellarisch im Detail nachvollzogen werden.


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Kann der Gemeinderat nicht budgetieren? Steht im Pflichtenheft (Aufgabenbeschrieb) des Finanzvorstehers, dass die Gemeinde mit Steuerüberschüssen Finanzgeschäfte abzuwickeln und entsprechende Risiken einzugehen hat? Schuster, bleib bei deinen Leisten.
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Bravo auch an Erlenbach!
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A gogo
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Gold und Silber kaufen und es im Keller im Gemeindehaus verschliessen. Die Schlüssel in den See werfen. Den Keller aufbrechen erst wenn die Einwohner es in einem Urnengang beschliessen, z.B. wenn erneut die ganze Nation die Bank UBS zu retten hat. Schon wieder.
Weg mit dem Überschuss von den so genannten Märkten, so weit weg wie nur möglich.
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Ich frage mich noch viel mehr immer wieder, wie man überhaupt so eine Karre aus dem VW-Konzern kaufen kann. Die Bude VW ist ein abgehalfteter Laden wo sich ganz viele bedienen von Politikern über Betriebsräte bis zu Scheichs und Familie Porsche.
Wenn die fertig sind kommt in der Schweiz das Amag -Konglomerat und schöpft noch einmal ab. Aber scheinbar wollen das die Kunden so, nach aussen zeigen, dass man sich als Ahnungsloser über den Tisch ziehen liess.
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fährt der Broker einen Porsche? Geleast?
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Was will uns der Autor mit diesem Artikel sagen? Nachdem die AMAG Leasing offensichtlich kein Bonitätsrisiko hat, muss es ein „Reputationsrisiko“ richten. Was beschmutzt die Reputation: dass die AL immer noch hilft, Autos unters Volk zu bringen? Oder dass sie im „bösen“ Leasing tätig ist? E-Autos muss man nachgerade leasen, will man den Wertverlust sicher budgetieren. E-Auto Leaser haben überdies eine super Reputation, schreiten sie doch voran im selbstlosen Kampf gegen den Klimawandel… Wenigstens leasen sie ein europäisches Fahrzeug und kein chinesisches.
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Kauft physisches Gold wie China!
Die Kredit-Risiken werden jetzt von Tag zu Tag ansteigend! Das Autogeschäft und Auto-Leasing wird dünner und bald ausbleibend.
Ich kenne keine Gemeinde welche ihren Überflüsse an Cash in Edelmetall Gold anlegt. 5-10% empfehlen alle Gross-Banken der Welt.
Mit Gold lässt sich ein einträglicher Ertrag erwirtschaften durch Contango -.Operationen : Call Verkauf am 21.8.2026 Lieferung zu CHF 125.000.00 je kg per Ende Mörz 2027 generierte *) CHF 4.760.00 netto Prämie je kg. Abgeschlossen bei der ZKB im Devisenhandel.
*) höherer Ertrag als jede Festgeld-Anlage
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Baut Geisterstädte in Wüstenregionen wie China! Baut Schweineställe mit LCD-Ferkerlunterhaltung wie China!
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Im Spielcasino wäre das Geld sicherer
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Wieso nicht gleich in ein Bar in Pattaya, Thailand investieren?
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Der wenig talentierte Autor erwähnt nicht, dass BBB ein Investment-Grade ist. AMAG-Leasing ist auch ein grosser Emittent von Bonds, die u.a. von vielen Pensionskassen gekauft werden. Bei S&P bedeutet BBB, dass die finanzielle Fähigkeit zur Rückzahlung gegeben ist.
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Da haben sie in allen Punkten recht, trotzdem stellt sich die Frage aus Diversifikationsgründen, weshalb AMAG und weshalb grad 20m. Es hätten auch 5m gereicht, wie bei restlichen Positionen.
Zumal es wohl eher ein strukturierter als ein straight Bond ist.
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@Analyst: gemäss Tabelle ist es ein simples Festgeld. Aber mit der Höhe (20 Mio.) gebe ich Ihnen recht.
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Das legalisierte, organisierte Verbrechen des 21. Jahrhunderts, Steuern gehören auf maximum 10% gedeckelt…dann hört dieser ungesunde Sozialwahnsinn und diese überbordende Bürokratie/Bevormundung auf.
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Grossartig Amelie, man muss sich nur einmal überlegen, warum es wohl früher ein Zehntenhaus gegeben hat. Da gab man den Zehnten seiner Ernte ab und erledigt war der Raub am Bürger. Heute ist der Staat der grösste Räuber den die Welt je gesehen hat.
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Gantner beginnt langsam, den Geldmarkt zu verstehen. Gemeinden treten da als Anbieter und Nachfrager auf, weil die Zahlungen der Kantone und anderer Stellen im Jahr konzentriert sind.
Gleiches gilt auch für grosse Firmen und Banken.
Ist eine gute Sache für alle Parteien.
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einmal mehr ein sehr lustiges Bildli (das vom Gemeinderat). Gerade noch rechtzeitig liess der sympathische Boss seine rechte Hand im Hosensack verschwinden…
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Toll! Es wird immer besser in diesem Land. Jetzt spielen Gemeinden schon *Banken* und vergeben Kredite an Leasingfirmen von Milliardären und an andere Geldinstitute zu Schundzinsen und an marode Gemeinden?
Das ist eine Zweckentfremdung von Geldern, die dem Steuerzahler gehören!!
Wie frech ist das eigentlich? Aber die wohlstandsverblödeten Einwohner der Gemeinden schauen dem Treiben wie immer einfach zu. Bananenrepublik CH lässt Grüßen…
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Wie viele Bilanzen von Gemeinden muss Herr Gantner noch lesen um zu verstehen, dass es sich dabei um völlig normale Transaktionen handelt?
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Mehrere deutsche Kommunen hatten seinerzeit Steuergelder bei der Greensillbank angelegt.
Das Ergebnis ist bekannt.
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Und zu welchem Zinssatz wurde das Geld ausgeliehen? Diese wichtige Information fehlt!
Grundsätzlich ist es nicht Aufgabe einer Gemeinde mit Steuergeldern private Firmen über Wasser zu halten. Das die Gemeinde ihre SteuerzahlerInnen nicht über die Geschäfte informiert ist grenzwertig!
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Wie in der Tabelle ersichtlich zu 0,60 %.
In der freien Wirtschaft würde so ein Kämmererer in die Wüste geschickt werden da dieser Zinssatz noch nicht einmal die Inflationsrate ausgleicht.
Hinzu kommt, dass es für den Kredit auch keine Sicherheiten gibt.
Sollte das Geld verloren sein dann würde der Bedienstete wohl, wie in der Politik so üblich, in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden oder; wie einst der Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz
aus gesundheitlichen Gründen sein Amt bei vollen Bezügen aufgeben.
Erinnert sei hier an den Nürburgring-Skandal wo es um 500 Millionen Euro ging.
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Richtig ist: Kämmerer !
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FuturesTrader, danke für den Hinweis, das sind ja wirkliche Schnäppchen!