Die Habib-Bank fliegt meistens unter dem öffentlichen Radar. Doch jetzt ist sie in Dubai an die Kasse gekommen.
Die Emirate-Zentralbank als Aufseherin hat die Habib mit Sitz in Zürich und im Besitz einer reichen Pakistan-Familie mit 20 Millionen Dirham, der örtlichen Währung, gebüsst.
4,5 Millionen Franken. Grund seien „repeated failures in its Anti-money Laundering and Combating the Financing of Terrorism and Illegal Organisations and Sanctions framework“, wie eine Lokalzeitung meldete.

Der „Head of Compliance and Money Laundering Reporting Officer“ erhielt obendrauf noch eine persönliche Strafe von 300’000 Dirham, in Franken knapp 70’000.
Ein Sprecher der Habib wollte keine Stellung nehmen.
Ebensowenig Andreas Länzlinger. Der Partner der grossen Bär+Karrer-Wirtschaftskanzlei ist der Präsident der Habib Bank.
Er müsste das Geldhaus in sichere Gewässer führen. Doch die Risk-Leute der Habib sitzen kaum mehr im Stammhaus in Zürich.

Sondern in Dubai, am Golf. Es habe gerade noch einen in der Limmatstadt, der sich um Compliance kümmere, sagt ein Insider.
Eine andere Quelle meint, der aktuelle Vorfall sei „peinlich“. Eine Bank wie die Habib mit ihren pakistanischen Familien-Besitzern und viel Business am Golf sei „immer im Blick der Aufsichtsbehörden“.
Und zwar wegen „Terrorismus Finanzierung und Geldwäsche“, also keine Petitessen. Umso wichtiger wären überzeugendes Risk-Management und zuverlässiges Compliance-Knowhow.
Die Habib sei in Dubai und der ganzen Golf-Region exponiert wie nur wenige.
„Immobilien, Infrastruktur, Kommerz-Kredite, Hypothekar-Kredite – und das bei einer nicht sehr positiven Aussicht für die Region“, findet die Auskunftsperson.
Dubai muss ab und zu mal eine kleine Habibi hochgehen lassen. Dies um zu zeigen, dass man extra scharf bei Compliance ist.
Die Big Deals machen da die Scheich eigenen Banken. Ganz ohne Compliance.
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Heute keine Sitzung oder so?
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Die 4.435.862,00 CHF sind Betriebsausgaben und als Product Placement gut investiert.
Nur die Harten kommen in den Garten.
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Kenne die Habib Bank (Zürich) seit den 80er Jahren. Bei diesen Ländern, die enge und heute nicht ganz unkomplizierte Beziehungen haben, stellt sich für mich die Frage, ob das mit dem Bankwesen oder mit internationalen Beziehungen zu tun hat. Früher bestand das VAE Militär zu einem guten Teil aus pakistanischen Söldnern, inkl. Piloten. Heute haben Pakistan und der Iran wegen Baluchistan, das Israel von beiden Ländern abspalten möchte, wegen Afghanistan, und wegen des Handels sehr gute Beziehungen, die die VAE sehr ärgern. Die VAE haben letztlich grosse Darlehen an Pakistan zurückverlangt.
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Im Strassenverkehr gibt es einen Vertrauensgrundsatz und der gilt leider im Bankwesen nicht mehr… Verbrecher fangen die Sache der Polizei von einer Bank darf man lediglich erwarten, dass sie nicht absolut leichtsinnig ist.
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Retourkutsche der VAE für Pakistans Vermittlerrolle zugunsten Irans. Es wurden auch tausende pakistanische Gastarbeiter zwangsweise nach Hause spediert.