Die aktivste Phase des am 28. Februar begonnenen Kriegs der US-Israel-Allianz gegen den Iran endete am 8. April mit einem Waffenstillstand.
Die Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ (MoU) am 17. Juni durch die Parteien nährte die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Konfliktes.
Die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen zeigt, dass diese Hoffnung verfrüht war. Die Intensität der Kriegsführung liegt immer noch unter dem Niveau von März.
Stand 18. Juli ist die Luftkriegsführung der USA limitiert und beschränkt sich auf Angriffe mit ausgewählten Lenkwaffen, punktuellen Drohnenangriffen und weit reichenden Stand-off-Waffen.
Der Iran setzt wie bereits während dem Krieg weiter auf eine Kombination aus ballistischen Raketen und Drohnen. Die Angriffe richten sich weiter gegen die „Forward Operating Bases“ (FOB) der USA in Kuwait, Irak, Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Zusätzlich gibt es Berichte und Videobeweise für erfolgreiche Angriffe auf die strategischen US-Logistikdrehkreuze in Jordanien (King Faisal Airbase und Muwaffaq Salti Airbase) und in Saudi Arabien, beispielsweise am 17. und 18. Juli.
Warum wurde der Krieg wieder aufgenommen? Das MoU und die darin enthaltenen 14 Punkte orientierten sich weitgehend entlang der iranischen Forderungen. Gegeben die militärische und politische Lage zu diesem Zeitpunkt, war das die einzig realistische Lösung.
Die Trump-Administration war im Anschluss dazu politisch nicht bereit oder nicht in der Lage, die Bedingungen des MoU umzusetzen. Gleichzeitig pochte der Iran – nachvollziehbarerweise – auf die Erfüllung des MoU.
Dies führte zu einer schrittweisen Eskalation, welche in der jetzigen Situation resultierte.
Das Kernproblem für die USA ist, dass sich an der grundlegenden, schwierigen militärischen Lage seit April wenig verändert hat.
Die komplizierte Logistik und die hohe Verwundbarkeit der Logistik-Drehpunkte gegen Flieger- und Lenkwaffenangriffe erschweren weiterhin eine wirksame Kriegsführung, der Mangel an verlässlichen Fliegerabwehr-Systemen, vor allem PAC-3-Patriot-Raketen, hat sich offensichtlich weiter verschärft.
Viele der FOB sind unterdessen offenbar weitgehend ohne wirksame Fliegerabwehr und müssen in der Abwehr von Drohnen auf SHORAD-Systeme wie die Centurion C-RAM zurückgreifen. Mit diesen lassen sich vielleicht einige günstige Drohnen abschiessen, aber gegen ballistische Raketen sind diese Systeme kaum wirksam.
Auch bei den Logistikdrehscheiben gibt es zahlreiche Satellitendaten über erfolgreiche Angriffe.
Wie dürfte es militärisch weiter gehen?
Die zentrale Frage ist, warum die Intensität der US-Angriffe heute so deutlich unter dem Niveau von März liegt. Ist dies eine bewusste Entscheidung?
Oder sind die USA schlicht nicht in der Lage, komplexe Angriffe mit Luftbetankung im grossen Stil aufrecht zu erhalten, beispielsweise weil die Logistikketten zu strapaziert sind?
Meine Vermutung ist, dass eher das Zweite zutrifft. Die USA verfolgen üblicherweise den – militärisch wenn möglich sehr sinnvollen – Ansatz, einen Gegner durch überwältigende Kraft innert kurzer Zeit niederzuringen.
Die gesamte militärische Einsatzdoktrin der USA und auch die Bewaffnung ist auf diesen Ansatz ausgerichtet.
Auch am 28. Februar und in den Tagen darauf verfolgten die USA diesen Ansatz, waren aber mit zunehmender Dauer immer weniger in der Lage, die Intensität aufrecht zu halten.
Einen Abnützungs-Krieg zu führen, so wie in den letzten Tagen, ist vor diesem Hintergrund unsinnig, vor allem vor dem Hintergrund der offenbar beträchtlichen Schäden in den FOB und den Logistikdrehkreuzen.
Daraus folgt die Frage, warum die USA den Krieg wieder aufgenommen haben, wenn man nicht die notwendige Intensität aufbringen kann, um diesen zu gewinnen.
Der Blick auf die amerikanische Innenpolitik liefert einen Hinweis. Der Krieg gegen den Iran war in breiten Kreisen nie populär, wurde aber von einigen sehr gut organisierten und finanzstarken Gruppierungen aktiv propagiert (beispielsweise Neocons und AIPAC).
Sofort nach dem Abschluss des Waffenstillstands im April starteten diese Gruppierungen in den USA Kampagnen, die vereinfacht ausgedrückt eine „Dolchstosslegende“ propagierten.
In dieser Sichtweise war die militärische Lage der USA zu Beginn des Aprils keineswegs schwierig, sondern der Iran stand politisch und militärisch kurz vor dem Zusammenbruch. Belastbare Beweise dafür fehlten, aber propagandistisch ist das ein sehr wirksamer Ansatz.
Dies vor allem deshalb, weil – wie es üblich ist – die Propaganda während des Kriegs genau diese Elemente aufgegriffen hatte.
Möglicherweise ist es innenpolitisch in den USA nur möglich, die Elemente des MoU umzusetzen, wenn erst ein Krieg offensichtlich und zweifelsfrei verloren ist.
Die Wideraufnahme des Kriegs wäre somit der einzige Weg für die Trump-Administration, beispielsweise die FOB in Bahrain, Katar und Kuwait vollständig zu schliessen.
Ich gehe davon aus, dass dieser Krieg in der jetzigen Form nicht lange dauern dürfte. Wenn der Iran die heutige Intensität durchhält oder sogar leicht steigert, dann dürften die Fliegerabwehr-Systeme der USA spätestens in 2 bis 4 Wochen weitgehend erschöpft sein.
Bereits Ende April waren die Bestände kritisch niedrig, wie Daniel Davis oder verschiedentlich die Financial Times aufzeigten. Daran hat sich seither nichts verändert.
Wenn die Fliegerabwehrsysteme erschöpft sind, sind die Logistikdrehscheiben iranischen Angriffen schutzlos ausgeliefert. Dann ist die Fortführung des Kriegs objektiv unmöglich, und es bleibt nur die Evakuierung der FOBs oder der Frieden.
Dies sollte sogar überzeugte Neocons von der Notwendigkeit eines Friedensschlusses oder zumindest einer vollständigen Einstellung der militärischen Aktionen überzeugen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der springende Punkt: Was wünscht die Bevölkerung vom Iran.
Einen Regimewechsel. Den können sie nicht selbst herbeiführen
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es geht beim Krieg der US-Israel-Allianz gegen Iran darum, die 2,8 Millionen Menschen im US-Militärbereich und über 1 Million bei den Contractors beschäftigt zu halten, das jährliche Budget von über 1 Billion USD aufzubrauchen, die Waren Läger und Munitions Depots umzuälzen und fortlaufend mit Neuem aufzufüllen, die Produktionszahlen zu steigern. Ich finde es schade um den schönen Iran, man wird ihn wegen der US-Israel Geopolitik der Full Spectrum Dominance wie Libyen, Syrien, Somalia, Sudan, Jemen, Myanmar, Afghanistan und Irak auch nicht mehr bereisen können und Israel/USA nicht mehr wollen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ohne funktionierende Logistik, ist kein Krieg zu gewinnen. Diese Erfahrung mussten schon Napoleon und Hitler bei ihren gescheiterten Russlandfeldzügen machen. Und der D-Day der Alliierten in der Normandie zeigt auf, was es an Logistik brauchte, um an der Front (Invasion) einigermassen erfolgreich zu sein. Darüber spricht kaum jemand.
Wieso sind die Ukrainer darauf bedacht den Nachschub der Russen zu unterbinden? Ohne Munition, Treibstoff und Verpflegung kann kein Soldat kämpfen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ich kann in dieser Thematik das Sachbuch „Mut allein genügt nicht“ von Faustus Furrer nur rühmen.
Die Ableitungen auf unsere Zeit und heutige Situation macht sich am besten jeder selbst.
Reagan had a line for this: „There you go again.“
On 31 March the author wrote that time favoured Tehran (!) It held 3 weeks. On 13 July CENTCOM ran 3 straight nights of strikes across Iran and blockaded every single Iranian port. On 15 July the lunatics in Tehran declared the MoU void after violating it.
Yes, this author’s anonymity is his right. It is not a record.
This here is a record.
The FT London, 17 October 2001: Our Swiss Persian Founder and Principal, Pascal Najadi, put the American rescue of Swissair to Bern under his own name, backed by nine U.S. investment banks, and warned the Phoenix plan was far too costly and operationally questionable. Bern denied his connection to Merrill Lynch, then built a USD 50bn mess, 20,000 jobs gone and LH grabbed SR for free.
DECLASSIFIED 48 hours ago, sealed 25 years: his Merrill Lynch call to New York, the original crackling transatlantic audio, in full on our YouTube channel and Spotify podcast, GeoStrat Agency LLC. Enjoy the truth.
We do signal over noise, 4 decades of America First and Peace Through Strength. Now surfaced.
Yael R. Eastman
Senior Counsel and Head of Research
GeoStrat Agency LLC
Washington, DC
United States
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
1)
Ich kann nur spekulieren was der wahre Plan der USA, bzw. seiner ELiten im Hintergrund, ich habe mehrere Podcasts gehört mit verschiedenen Analysen und Meinungen. Ich selbst stelle keine Prognose an.
Was ich aber sagen kann, dass das US Militär und ihre Schlagkraft nicht annähernd ist wie in Hollywood propagiert. Das hat sich schon 1999 bei der Bombaridierung Serbiens gezeigt. 2 Moante täglich intensives bomben, und keine Erfolge, sogar eine Bodenoffiensive aus Albanien mit den Shipi-Proxys ( wie jetzt die Ukrainer ) wurde abgewehrt. Dann hat die Nato ihre Strategie geändert -> 2
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
2
Als es keine militärischen Ziele mehr gab fing man an wie im 2. WK ziviele Ziele ähnlich Teppich-Bombardierungen durchzuführen. Da hat Milosevic eingelenkt, und man beschloss abzuwarten bis sich die Zeiten ändern um an einem anderen Tag wieder zu kämpfen.
Andere Schauplätze, Somalia, Afganistan, Irak, usw. überall wurde den USA in den A*rsch getreten. JA sie verursachen viel Schaden und Chaos, aber militärische Kontrolle?
Iran ist ne Hausnummer. Und die USA denken echt die könnten es mit China und RUssland aufnehmen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es geht um Absatz der US Staatsanleihen der gefährdet ist.
Gibt es keinen Absatzmarkt für US Staatsanleihen gibt es keine Dollars der privaten Firma FED.
Gibt es keine Dollars der Firma FED gibt es keine US Regierung mehr.
Die Amerikaner sind dabei die Kontrolle über Erdöl und Gas wieder zu erlangen, damit die US Staatsanleihen sich weiter verkaufen und somit die USA weiterhin die Welt von den Produkten leersaugen kann ohne etwas zu produzieren. Ausser Schulden.
Kaufen und importieren und dafür nicht zu bezahlen stellt eigentlich ein Betrug dar.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es ist tragisch, dass die Menschheit aus den 2 Weltkriegen absolut nichts gelernt hat! Es werden weiter Kriege geführt. Man nimmt alles in Kauf! Die Völker führen ja nicht Krieg. Es sind diese grössenwahnsinnigen Diktatoren die Kriege auslösen. Der Ukraine Russlandkrieg geht nun schon über 4 Jahre und kein Ende ist in Sicht. Auch Putin ist nur ein Mensch! Einmal muss auch er sterben! Ich hoffe er schmort dann in der Hölle!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Iran trifft Militär, Logistik, Infrastruktur und Finanzen gleichzeitig — die USA verlieren strategisch. Die 10‑jährige US‑Treasury liegt bei 4,2–4,3 % und ab 5 % entsteht eine strukturelle Zinsfalle. Mit der Zerstörung des AWS‑Datacenters (6–9 Mrd. USD) und der fortgesetzten Angriffe auf Logistikdrehscheiben wird die US‑Operationsfähigkeit weiter reduziert.
Die Houthi‑Seeblockade gegen Saudi‑Arabien ist Teil derselben Strategie: mehrere Druckpunkte gleichzeitig.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Jede Zivilisation, die den Seehandel verstand, fand schließlich ihren Weg dorthin (in den Persischen Golf).
Sie alle gelangten zur selben Erkenntnis: Wer die Tore kontrolliert, kassiert den Zoll.
Saudi-Arabien ist derzeit sogar von der Nahrungsmittelversorgung abgeklemmt.
Entweder sie unterwerfen sich oder sie kämpfen.
Fragt sich nur mit was.
Schlechte Nachrichten für den Petro-Dollar.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was hatte eigentlich Saddam Hussein in den Taschen, als er aufgegriffen wurde?
Saddam Hussein trug bei seiner Festnahme im Dezember 2003 keine klassische Kleidung, sondern eine traditionelle arabische Robe (Dishdasha) und einen Revolver, den er jedoch nicht einsetzte.
In seinem Erdloch und der unmittelbaren Umgebung fanden US-Truppen zudem einen Schokoriegel (Mars) und eine Metallkassette mit 750.000 US-Dollar in \(\text{100-Dollar-Scheinen`}\) als „Reisegeld“.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Guter Artikel. Politiker verstehen schlicht Logistik nicht.
Ich fordere alle Leser auf, mal auf der Karte all die hier genannten Orte auf der Karte zu suchen.
Die Distanzen sind schlicht enorm. Von Israel in den Iran und zurück muss man ein Flugzeug 3x in der Luft betanken! Das haltet weder Mensch noch Material auf Dauer aus.
Und Landinvasion ist undenkbar. Niemand kann solche Logistik-Ketten über Tausende Kilometer auf Dauer aufrecht erhalten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
@Ex
Afghanistan war ein Beispiel dafür, wie weit diese Diskrepanz reichen kann: Die NATO war dort nicht nur politisch überfordert, sondern wurde operativ von einer schlecht ausgerüsteten, aber strategisch konsequent agierenden Guerillatruppe zurückgedrängt. Die westliche Selbstwahrnehmung kollidierte mit den realen Bedingungen vor Ort. Im Schwarzen Meer zeigt sich nun ein ähnliches Muster. Russland handelt in und um Odessa nicht symbolisch, sondern strategisch. Die Isolation der Ukraine vom Meer ist ein langfristiges Ziel mit klaren geopolitischen Konsequenzen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
In einer seiner unverblümtesten Einschätzungen erklärte Scheich Hamad bin Jassim Al Thani, dass die größte Bedrohung für den Golf weder der Iran, Israel noch ausländische Militärbasen sind, sondern die innere Uneinigkeit des Golfs. Der sehr lesenswerte Artikel findet sich auf Al Jazeera.
https://www.aljazeera.com/news/2026/5/11/former-qatar-pm-netanyahu-using-iran-war-to-reshape-middle-east
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Frage, die sich sowohl der Ölmarkt als auch das Pentagon gestellt haben – „Wird der Iran die Straße von Hormus schließen?“ –, wurde bereits beantwortet, nur nicht so, wie es irgendjemand vorhergesehen hatte.
Der Iran erlangte die faktische Kontrolle über den wichtigsten Energie-Engpass der Welt, indem er ihn nominell offen hielt, eine Durchfahrtsgebühr erhob und genügend Unklarheit darüber schuf, was mit Schiffen geschieht, die die Zahlung verweigern.
houseofsaud.com/iran-kept-hormuz-open-two-million-a-ship/
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wie von Roosevelt praktiziert, hatte die Big-Stick-Diplomatie fünf Komponenten.
Erstens war es unerlässlich, über ernsthafte militärische Fähigkeiten zu verfügen, die den Gegner dazu zwingen, aufmerksam zu sein.
Damals bedeutete das eine Marine von Weltklasse.
Die anderen Eigenschaften waren, sich anderen Nationen gerecht zu verhalten,
niemals zu bluffen,
nur zuzuschlagen, wenn man bereit war, hart zuzuschlagen,
und bereit zu sein, dem Gegner in einer Niederlage das Gesicht zu erlauben.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der Bestand an PAC-3-Abfangraketen des Königreichs beläuft sich auf lediglich 400 Stück von ursprünglich 2.800 – ein Verbrauch von 86 Prozent.
Wie bereits berichtet, ist vor 2028 keine Nachlieferung von Lockheed Martin zu erwarten.
Die Eröffnung einer zweiten Front gegen Stellungen der Huthi im Jemen, während der Iran weiterhin saudisches Territorium direkt angreift, würde Riad zwingen, die Abfangraketen auf zwei simultane Luftverteidigungskampagnen zu verteilen.
https://houseofsaud.com/houthis-blockade-saudi-arabia-bab-al-mandeb-2026/
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Haha, mit KEINEM Wort wird Israel im Text erwähnt. Wissen wir, was der Autor für Wurzeln hat.