Die Bilanz der Gemeinde Küsnacht per Jahresende 2025 offenbart unzweideutig: Am 24. Oktober 2025 wurde ein dreimonatiges Darlehen an die Stadler Rail AG in der Höhe von 10 Millionen gewährt.
Patron des börsenkotierten Schienenfahrzeug-Herstellers, dessen Kurs sich seit dem Börsengang 2019 fast halbiert hat, ist Peter Spuhler.
Für die Finanzen zuständig ist Group CFO Raphael Widmer.
Dieser geriet in Zusammenhang mit Unregelmässigkeiten bei der Katholischen Kirche in Zollikon und Zumikon in die Schlagzeilen und will nun als neu gewählter Präsident aufräumen.
Die geographische Nähe des Wohnorts von Finanzmann Widmer zu Küsnacht und sein kirchenpolitisches Wirken machen stutzig.
Auch wenn die Stadler-Rail-Kommunikationsstelle beteuert, dass eine professionelle Broker-Firma die Kontakte unter anderem zur Gegenpartei „Küsnacht“ hergestellt habe.
In Küsnacht selbst regiert Markus Ernst (FDP) seit 2013 quasi als „Dorf-König“.
Der für die Regierungsratswahlen 2019 von den freisinnigen Delegierten knapp nicht nominierte Gemeindepräsident setzte sich diesen Frühling relativ deutlich in einer Kampfwahl gegen alt-Kantonsrat Hans-Peter Amrein (parteilos, ehemals SVP) durch.
Für die Finanzen ist seit 2024 Pia Guggenbühl (FDP) zuständig. Sie schaffte eine glänzende Wiederwahl.
Als Kantonsratskandidatin werden ihr mannigfache politische Ambitionen nachgesagt. Vorbild dürfte die ehemalige Gemeindepräsidentin und alt-Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger (FDP) sein.
Im Gegensatz zu anderen Gemeinden und der allgemeinen Praxis verzichtet Küsnacht im vorderen Teil der 465-seitigen Jahresrechnung auf Einzelheiten zu den Finanzanlagen und verweist auf die Bilanz. Konkret auf Seite 315 (wie oben abgebildet).
Das erstaunt.
Auf Anfrage bestätigt die Kommunikationsstelle der Goldküstengemeinde einen „marktüblichen Zinsatz von 0,54% für das Darlehen ohne Sicherheiten“ und dass dieses vereinbarungsgemäss zurückbezahlt worden sei.
Und weiter: „Das Darlehen gab weder durch die Stimmberechtigten noch seitens der Rechnungsprüfungskommission, der Revisionsstelle oder im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Prüfung zu Bemerkungen Anlass.“
Auch das erstaunt: Solange alles rund läuft, winken Kontroll- und Aufsichtsbehörden, zusammen mit dem Stimmvolk, die vordergründig problemlose Risikoposition stillschweigend durch.
Oder die Bilanz wird gar nicht richtig angeschaut, geschweige denn politisch diskutiert.
In Tat und Wahrheit kämpft der Kreditnehmer Stadler Rail mit seiner weit verästelten, globalen Konzernstruktur an mannigfachen Fronten.
Und dies trotz eines fast astronomisch anmutenden Auftragsbestands von über 32 Milliarden.
Wie viele andere Schweizer Industriekonzerne, die diese Tage von Umsatzrückgängen, Personalabbau und Verlagerung eines Teils der Produktion ins Ausland berichten.
Schweizerfranken-Stärke, teuere Rohstoffe, Zölle, betriebliche Risiken wie in Valencia, Weissrussland und Berlin, Tücken bei staatlichen Kunden, Streitigkeiten bei Ausschreibungen, zunehmende Konkurrenz aus China.
Eine immer noch tiefe Ebit-Marge von 4,4 Prozent im 2025 widerspiegelt die Herausforderungen von Peter Spuhler und seiner Geschäftsleitung, die ausnahmslos aus Männern besteht.
Eine lautstarke Empörung im Verwaltungsrat, der ESG-Community und in einem Teil des Aktionariats wäre eigentlich zu erwarten.
Wie sich das erste Halbjahr 2026 entwickelt hat, inklusiv Cash Flow, wird nächsten Mittwoch bekannt gegeben werden.
Mit der Platzierung von zwei 150-Millionen Anleihen für 4 beziehungsweise 8 Jahre in der ersten Jahreshälfte ist die Refinanzierung einer siebenjährigen 300-Millionen Anleihe vordergründig geglückt.
Liquiditätsmässig jedoch ein Nullsummenspiel. Und dies bei einem jetzt wesentlich höheren Zinssatz: 1,3 respektive 1,8 Prozent im Vergleich zu früheren 0,375 Prozent.
Die Finanzierungskosten schnellen um 3,5 Millionen pro Jahr in die Höhe.
Zurück zu Küsnacht. Nach Sichtung unzähliger Bilanzen von Zürcher Gemeinden ist es unüblich, dass überschüssiges Steuergeld bei Privatfirmen „parkiert“ werden.
Vielmehr wird nicht benötigter Cash als kurzfristige Festgeldanlage Kantonalbanken oder anderen Gemeinden und Städten respektive Zweckverbänden zur Verfügung gestellt.
Sprich: Bei Gegenparteien, bei denen der Staat am Ende haftet.
Unerlaubt ist die Ausweitung auf private Gegenparteien nicht. Die Goldküstengemeinde hat dafür ein Reglement über die Cash- und Liquiditätsbewirtschaftung vom 9. April 2025 in Kraft gesetzt.
„Das vorliegende Geschäft sei ordentlich gemäss den Bestimmungen des Reglements abgewickelt worden“, heisst es aus dem Gemeindehaus.
Wie das Investor Relation-Office in Bussnang bestätigt, erfüllt Stadler Rail das Investment Grade Rating.
Seit der ersten erfolgreichen Anleiheemission 2019 würden regelmässige Ratings durch die UBS sowie Fedafin erstellt, heisst es weiter.
„Mit der jüngsten, wiederum sehr erfolgreichen Emission, kam noch zusätzlich eine Ratingabdeckung durch die ZKB hinzu“, teilt der Sprecher mit sichtlichem Stolz weiter mit.
Die Transaktion unter der Federführung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und BNP Paribas wurde vor zwei Monaten auf LinkedIn von Stadler Rail, dessen Group CFO und einem Debt Capital Markets Spezialisten bei der Staatsbank regelrecht bejubelt.
Erfolgreich. Langfristiges Vertrauen. Optimale Aufteilung.
Die Aufnahme von insgesamt 90 Millionen über den letzten Jahreswechsel spricht eine andere Sprache. Die Liquidität halbierte sich fast im ganzen Jahr von 1,26 Milliarden auf rund 660 Millionen.
Und mehr Umsatz heisst nicht automatisch mehr Cash.





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Küsnacht spekuliert mit Steuergeldern. Wer hat dies zu verwantworten?
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Hör bitte auf mit deinen täglichen dummen Kommentaren!
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Also; wenn irgend eine Gemeinde, der Kanton, der Bund bei einer Bank ein Konto hat, Millionen draufliegen, oder dies bei einem Fonds tut oder einer anderen Institution… hier guckt keiner hin… Aber bei Stadler schon.. wo ist der Unterschied? Die Frage ist ob Sicherheiten, Rangrücktritte etc etc vereinbart sind..
Wenn die SBB bei Siemens oder Alstom Anzahlungen in Millionenhöhe macht… darüber schon mal geschrieben?
In den 90ern haben viele Gemeinden bei kleinen Banken (z.B. Spar und Leihkasse Thun….) massiv Gelder verloren!!! Vergessen… schon?? JA?? Zssssss
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Das ist Unsinn, was Sie schreiben. Wenn SBB & Co. tätigen bei ihren Lieferanten nur Anzahlungen gegen die Sicherheit von einem Advance Payment Bond.
Küsnacht hat keine Sicherheiten erhalten.
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@Dr. Mabuse: so so… diese sogenannte Advance Payment Bond – ist schlicht und einfach kein Wertpapier, sondern einfach eine Rückzahlungsversprechen, eine Bürgschaft des gleichen Unternehmens, so quasi ein Memo of Understanding… (Sie verstehen das als Sicherheit?) ECHT??4
Ich hoffe, Sie arbeiten nicht in einer Risk-Abteilung oä… uiii
Stadler ist der meistüberschätzte Unternehmer der Schweiz. Er hat bei Stadler eingeheiratet. Er ist eher ein Spekulant als ein Unternehmer. Die Ingenieure haben Stadler zu dem gemacht, was es ist.
Volle Auftragsbücher, Aktienkurs immer noch am Abend. Etwas stimmt da nicht.
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Wieder eine gesuchte Frusti Gantner Story. Ex Politiker FDP.
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Ein unbesichertes 10-Millionen-Darlehen an einen privaten Industriekonzern ist kein harmloses Festgeldgeschäft, sondern verantwortungslose Spekulation mit Steuergeldern. Einen Zins von 0,54 % als ‚marktüblich‘ zu bezeichnen, ist eine Dreistigkeit, wenn dieselbe Firma am Markt dreimal so viel für Kredite zahlen muss. Küsnacht hat hier das finanzielle Risiko der Bürger missbraucht, um einem kriselnden Grosskonzern billiges Geld zuzuschanzen. Auch ohne Beweise für strafbare Korruption stinkt dieser Deal gewaltig nach lokaler Vetternwirtschaft.
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G’scheiter die übrigen 10 Mio. abheben und im Schreibtisch des Gemeindeschreibers einlagern.
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Ein Wahnsinn. Vetternwirtschaft, finanziert vom Steuerzahler.
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Meistens sind Kredite von öffentlichen Körperschaften an Private „Geschäfte unter Freunden“.
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Kaum anzunehmen, dass Stadler auf die lange Sicht alleine bestehen kann, dazu sind sie zu klein, aber auch zu ineffizient und in der Kultur total veraltet. Die Frage wird irgendwann sein, wer übernimmt – am Ende werden die europäischen Wettbewerbsbehörden vielleicht vor spannenden Fragen stehen. Wetten?
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Das Problem bei Stadler ist das fehlende Systemwissen. Durch die hohe Fluktuation ist es verloren gegangen. Geblieben sind immer die schlechten Ingenieure. Daher hat Stadler extrem hohe Kosten bei den Garantiearbeiten und der Inbetriebsetzung. Das frisst die Marge.
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Ja genau marktüblich! Mit dem Risikoprofil und dem internationalen Exposure inkl. Währungsrisiken, wären mindestens 3% angebracht, ohne irgendwelche Sicherheiten.
Möchte wissen was es sonst noch gab bei diesem Deal…? Ferien? Felgen? Oder ein Ührchen?
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dann soll er doch die villa florhof und andere hobbies lassen.
ist ja sowieso ein rohrkrepierer.
im alter wird man auch nicht weiser. im gegenteil, nur noch älter.
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Unglaublich, diese Mauscheleien und undurchsichtigen Deals zwischen dem Grossbahn-Heini und dem unsäglichen dubiosen Kirchenfritz😅☹️
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Der Autor schreibt und schreibt und schreibt. Für dass er dann doch zugeben muss, dass alles mit rechten Dingen zu und her gegangen ist. Bravo, super Leistung! Schaut mal in die Zahlen von Stadler. Es geht aufwärts. Seit Anfang 2026 ist der Aktienkurs fast 15% gestiegen. Peter Spuhler hat ein Bravo definitiv verdient.
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Wenn die öffentliche Hand im Geld schwimmt, kommt es meistens nicht gut.
Und dann eine kleine Zinsmarge von 0,54% ist doch des Risikos und Reputationsfolgen nicht wert. Das Stadler-Rail das Geld gerne nimmt – evtl. sogar indirekte Sicherheiten anbietet – ist nachvollziehbar.
Also darum sage ich es zum 1000. Mal: Nehmt dem Fiskus Euer Steuer-Geld weg. Sie können den Umgang damit nicht und wollen’s auch nicht lernen. Es wird immer irgendwie verprasst.
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Ja und jetzt? Sowas ist im echten Geschäftsleben völlig normal. Aber davon versteht der Autor als «Investor» anscheinend leider wenig. Und bitte die 0.5% für ein dreimonatiges Darlehen nicht mit den 1.8% für ein 8-jährige (!) Anleihe vergleichen… Das ist doch nur ein weiterer trauriger Versuch, Klicks und Werbeeinnahmen für IP auf Kosten von Stadler/Spuhler zu generieren – was leider immer wieder zu funktionieren scheint.
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Es ist schon erstaunlich, Spuhler trat als SVP Nationalrat zurück vor vielen Jahren, weil seine Firma Stadler überall benachteiligt wurde.
Aus politischen Gründen wollte man dem SVP Nationalrat möglichst das Geschäft vermiesen. Auch kürzlich wieder die linke SBB kaufte für 3 Milliarden bei Siemens, obwohl die Offerte von Stadler wesentlich besser war.
Und nicht nur SP, sondern auch FDP Leute wie Gantner, neiden dem Spuhler sogar das Zahnweh.
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Auch in der VZ Info von heute wird gegen Stadler geschossen.
Leitner, der Schütze gegen Stadler, wird wohl ein FDP Gespaenli von Gantner sein.
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Alles korrekt ausser der Zinssatz von 0,54 %. In Küsnacht ist wieder alles möglich seit der kritische „Küsnachter“ abgesägt wurde. An seiner Stelle der „Küsnachter Bote“, unkritisch, langweilig, loyal. Man könnte meinen die Artikel werden im Gemeindehaus redigiert.
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Mann kann sowohl Küssnacht als auch Stadler eigentlich nur gratulieren: die Zinskonditionen sind für beide offenbar viel besser, als wenn der Kredit via Banken aufgenommen worden wäre. Win-Win: Der Steuerzahler erhält für eine bestens aufgestellte Schweizer Firma mit vollen Auftragsbüchern einen guten Zins. Stadler zahlt für einen kurzfristigen Kredit weniger und kann mehr in die Produkteentwicklung als absoluter Technologieführer sowie seine 6000 Schweizer Mitarbeiter investieren.
Diese Story ist – einmal mehr – ein völlig einseitiges Stadler-Bashing von IP. Shame on you Hässig.
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Chuck Norris braucht keinen Kredit.
Alle sind glücklich, wenn sie ihm schenken können, was er haben möchte.
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Überschüssige Liquidität der Gemeinden (analog Kanton, Bund) sind an den Steuerzahler zurück zu führen. Punkt.
??? Stadler braucht Geld? Ungesichert? 10 Mio. Bei Kollegenbank abholbereit. Fast Geschenkt? Bekommt da Jemand ein Gratis GA?
Wusste nicht, dass die Raiffeisen Industriebetriebe mit billigen Krediten subventioniert.
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Der Artikel insinuiert „local connections“ des Finanzchefs von Stadler. Wo ist der Beleg im Artikel für diese Behauptung? Einfach mal was behaupten und mit einem Fragezeichen versehen.
Frustartikel ohne Belege eines gescheiterten Politkers/Schreiberlings.
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Es ist nicht Aufgabe der Gemeinden an Private oder Firmen Kredite zu vergeben. Sie sollen sich um ihre Aufgaben kümmern. Wenn die Gemeinden zu viel Geld in der Kasse haben, Steuern runter und nicht damit Bänkler spielen.