Die USA haben es getan: Die Marke von 40 Billionen Dollar Staatsschulden ist überschritten.
Die wirtschaftliche Kennziffer wird zum Zeichen unserer Zeit: die kollektive Unfähigkeit, exponentielle Prozesse wirklich zu begreifen.
Eine kleine Anekdote verdeutlicht die Absurdität. 2009, bei unserer Firmengründung, besuchte ich die US-Schuldenuhr in New York. Sie zeigte gerade die Grenze von 10 Billionen Dollar an.
Das Problem: Die digitale Anzeige hatte nicht genug Stellen. Also entfernte man kurzerhand das Dollarzeichen. Pragmatisch. Zukunftsorientiert. Und doch vor allem symptomatisch.
Heute, weniger als zwei Jahrzehnte später, stehen wir bei 40 Billionen Dollar. Die mathematische Wahrheit ist brutal: Die ersten zehn Billionen brauchten rund 230 Jahre.
Die weiteren 30 Billionen entstanden in weniger als 18 Jahren. Exponentieller Kontrollverlust.
Wir verstehen Exponentialität nicht. Unser Gehirn denkt linear.
Eine Verdoppelung kann man sich vorstellen, vielleicht auch noch eine zweite. Doch irgendwann versagt die Intuition.
Wenn sich die Schulden alle acht bis neun Jahre verdoppeln, entzieht sich die Realität unserem Vorstellungsvermögen.
Deshalb wirken die nächsten Billionen immer harmloser. 40 ist ja nur viermal zehn, nicht wahr? Nur eine kleine Zahl.
Tatsächlich beschleunigt sich das Tempo mit jedem Zyklus.
Die Lage wird dramatischer, wenn man die impliziten Schulden einrechnet: Medicare, Social Security und Pensionsverpflichtungen.
Nach Angaben des US-Finanzministeriums sprechen wir hier von zusätzlichen 75 Billionen Dollar.
Hinzu kommen die Schulden von Bundesstaaten, Gemeinden und Unternehmen. Lange waren wir in einer Schuldenkrise.
Jetzt sind wird die Schuldenkrise.
Seit dem 1. Juli 2026 erhöhen die USA ihre Schulden täglich um 15 Milliarden Dollar. Täglich.
New normal.
Rechnen wir kurz nach: 15 Milliarden pro Tag ergeben über 5 Billionen Dollar neue Schulden pro Jahr – in Friedenszeiten und bei realen Zinsausgaben, die im Vergleich zu den 1980er Jahren noch tief sind.
Was passiert, wenn die Geopolitik eskaliert? Wenn ein echter Krieg die militärischen Ausgaben zusätzlich antreibt? Wenn die Zinsausgaben bei einer Normalisierung der Zinssätze wieder steigen?
Dann beschleunigt sich der Prozess weiter. Dann werden aus 15 Milliarden 20, dann 30.
Es gibt einen Indikator, der verlässlicher ist als manche Statistik: das Verhalten der Zentralbanken selbst.
Seit 2008 kaufen die Federal Reserve und andere Notenbanken massiv physisches Gold. China hat nun 21 Monate in Folge zugekauft. Südkorea, Russland, Indien – sie alle greifen zu.
Die Institutionen, die das Schuldgeldsystem schaffen und verwalten, sichern ihre Reserven mit einem Vermögenswert ab, der ausserhalb dieses Systems steht.
Botschaft: Die Notenbanken trauen ihrer eigenen Schöpfung nicht mehr. Ein institutionelles Schuldeingeständnis ohne Worte.
Die USA können diese explodierenden Schulden niemals bedienen, wenn sich die Nominalzinsen wieder auf ein normales Niveau bewegen.
Bei 40 Billionen Dollar Schulden und durchschnittlichen Zinssätzen von 3 Prozent entstehen jährlich Zinsausgaben von 1,2 Billionen Dollar.
Das ist schon heute mehr als 25 Prozent der Bundeseinnahmen – und die Einnahmen sind schon chronisch zu niedrig für die Ausgaben.
Steigen die Zinsen auf 4 Prozent, sind wir bei 1,6 Billionen. Bei 5 Prozent – einem Niveau, das vor 2010 keineswegs aussergewöhnlich war – wären es 2 Billionen.
Ohne drastische Steuererhöhungen oder massive Ausgabenkürzungen bringen die Amerikaner die schiefe Waage nicht mehr ins Lot.
Das politische System der USA wird weder das eine noch das andere zulassen.
Also bleibt nur eine Option: Inflation. Monetäre Ausdehnung. Noch mehr Schulden, um die alten zu bedienen.
Deshalb Gold.
Das grosse Missverständnis ist dieses: Gold ist keine Investition, die Rendite verspricht. Sondern ein Messinstrument und eine Versicherung.
Gold misst, was Politik nicht sehen will – den schleichenden Wertverlust des Geldes. Es versichert, wogegen sich kein Anleger sonst absichern kann – gegen die politische Entscheidung, die Schulden durch Inflation zu entwerten.
Der Westen zaudert. Nicht so die BRICS-Länder; die weiten ihre Goldreserven aus. Sie schaffen neue Handelszentren. Sie dedollarisieren systematisch.
Sie verstehen etwas, das Amerika und Europa nicht akzeptieren wollen: Das derzeitige System hat sein Verfallsziel schon erreicht.
Ein Gemeinwesen, das Tag für Tag 15 Milliarden mehr ausgeben muss, als es einnimmt; das neue Schulden braucht, um Zinsen auf alte Schulden zu bezahlen, das seine Zentralbank nutzt, um den eigenen Staatshaushalt zu finanzieren:
Ein solches Gemeinwesen ist am Ende angelangt. Wer positioniert sich noch rechtzeitig in realen Vermögenswerten?
Eines Tages – vielleicht gar nicht mehr so fern – wird man an der Schuldenuhr wieder ein Symbol entfernen müssen.
Nicht das Dollar-Zeichen. Sondern das Vertrauen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wunschdenken und Gold Aktivismus. Predigt für die eigene Pfarrei. Völlig unglaubwürdig.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Frei nach dem Motto: Je mehr je besser
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Sehr geehrter Herr Vitye ,(französische?) Ich habe 40 Jahre in Asien (mit Frau) jedes Jahr immer 5 Unzen sulber (jetzt etwa 170 unten…) au h Symbole (Tiger Drachen). Sie sind gestoegen (ich schätze 30%) nie verksuft. Aktoren au v aber viel Edelmetall (was ist das 20Millisekunden äh 20sec äh 20min 😉 😉
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
@Hans Gerhard, bitte noch so schrieben dass ich es tscheggä, Danke
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
3 Mia. USD Schuldzinszahlungen pro Tag! Ein Pappenstiel für Trump, wenn er die Inflation bis auf das Niveau Deutschlands in 1923 angeheizt hat. Kommt hinzu, dass die Schulden weggeblasen sind. Ob der Dollar anschliessend durch den Trump ersetzt wird? Umtausch: 1 Trump = 100 Mia. USD.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Solange Geld aus dem Nichts erschaffen wird kann die Schuldenorgie ungebremst weiter gehen. Und wenn die Welt die Schuldverschreibungen nicht mehr kaufen will, was ja schon länger passiert, kauft man sie eben selber.
Während uns gepredigt wird, es sei alles in Ordnung kaufen die Zentralbanken Gold als ob es kein Morgen gäbe. Möge jeder selber seine Schlüsse daraus ziehen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Eigentlich sollte das für jeden Mitbürger ein Ausrufezeichen sein, dass endlich einmal über unser Geldsystem nachgedacht wird. So kann es doch nicht sein, dass Staaten quasi für sich selbst bestimmen, nicht wirklich vorhandenes Geld selber zu schaffen und zu verprassen. Nie im Leben werde diese Schulden je wieder zurück bezahlt. Ein einziges Schneeballsystem und die Schneekugel baut sich zur Lawine auf.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Sparer werden verlieren. Investieren in Sachwerte, Aktien, Immobilien, Gold. Wobei auch das nicht gefahrlos ist. Aktien fallen wenn die Wirtschaft crasht. Gold fällt wenn die Zinsen steigen. Immobilien fallen wenn die Zinsen steigen und die Nachfrage abnimmt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
In 5 bis 6 Jahren wird dann die 50 Billionen Marke gerissen.
Und es werden wieder Artikel wie dieser geschrieben. Währenddessen alles wie gehabt weitergeht.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Amerika ist schon lange Bankrott,
Unternehmen alles für den
3 Weltkrieg.Habt Ihr das noch
nicht gemerkt.Wissen schon lange
das Sie ihre Schulden nicht mehr
bezahlen können.!! Bei Krieg gibt
es zuerst große Inflation,die
Schulden sind verschwunden.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
braucht diesen Krieg auch unbedingt.