Letzten Sonntag brachte die NZZ einen explosiven Finanzknüller. 45 Millionen Franken verschwunden, ahnungslose Schweizer Investoren via türkische Wettmafia betrogen.
Die Story bietet Stoff für einen Roman. Mitten drin steckt ein einst bekannter Spitzenbanker der Schweiz: ein hoher Investmentbanker der Deutsche Bank Schweiz.
Der warnt einen, seine Identität ans Tageslicht zu zerren. Dies sähe er als Verletzung seiner „Persönlichkeitsrechte“, schrieb er per E-Mail.
Es gilt Unschuldsvermutung – für ihn und alle weiteren.
Bei der Deutsche Bank galt der Finanzmann als King des Zürcher Investment Bankings. Vor 10 Jahren machte sich der an der Goldküste Lebende selbstständig.
Enger Partner wurde ein Kollege aus langer Zeit bei der deutschen Grossbank, der ursprünglich bei der UBS losgelegt hatte und dann kurz bei der Dresdner Kleinwort Wasserstein aktiv gewesen war.
Eine kleine Goldman Sachs im nördlichen Nachbarland. Schliesslich 15 Jahre Deutsche Bank, bis er 2018 dort aufhörte.
Die beiden Langzeit-„Deutsche“ spannten als Unternehmer zusammen, und zwar bei der Alto Capital Partners in Zürich.
Im Handelsregister sieht man allerdings nur den zweiten Mann, jenen, der sich 2018 selbstständig gemacht hatte.
Die Alto Capital Partners ist entscheidend im Krimi, um den es hier geht. Über die Zürcher Finanz-Boutique sollen die Family Offices und übrigen Investoren ihre Millionen ins Wett-Vehikel investiert haben.
Das geht aus einem Malta-Gerichtsdokument hervor.
Es handelt sich um ein ziviles Verfahren auf der Mittelmeerinsel, bei dem nicht nur die von der NZZ erwähnten 45 Millionen Franken Schaden genannt sind, sondern 60 Millionen.
„The investment opportunity“, steht im Dokument, das öffentlich einsehbar ist, hätten die Initianten des ganzen Konstrukts zuerst der „ALTO Capital Partners AG“ vorgestellt.
Dort wären die beiden Ex-Deutsche Bank-Manager „shareholder“ gewesen, respektive der eine sei das bis heute. Das würde zum erwähnten Handelsregister-Eintrag passen.
„ALTO Capital Partners AG in turn brought the investment opportunity ultimately to Special Themes“, steht weiter im Dokument des maltesischen „Superior Court“.
Die erwähnte Special Themes SCC Ltd. ist eine auf der Insel zwischen Italien und Nordafrika domizilierte Gesellschaft. Sie gab indirekt die fürs Wettspiel-Investment entscheidenden „Notes“ heraus, in welche die Anleger investierten.
Eine „Note“ ist wie eine Obligation, auf englisch Bond, also ein Schuldpapier mit Verzinsung.
Es gab zwei „Alto Data Research Notes“: eine Note A und eine Note P.
Die Werte, auf welche die Investoren ihr Geld setzten, lagen allerdings in einem anderen Asset. Dieses trägt den Namen „Eleven Peaks“.
Es handle sich um ein „underlying asset of the Alto Data Research Notes“, steht im Gerichtsdokument. Und weiter:
„The investment case presented to Eleven Peaks (…) consisted of placing bets on selected sporting events (…)“.
Für genug Wett-Teilnehmer hätte ein türkischer Broker namens „Brokerstarz“ sorgen sollen. Den hätten die Beklagten aber nur vorgeschoben.
Effektiv hätten der Ex-Deutsche-Banker von der Zürcher Goldküste und zwei Verbündete, die hinter einem Algorithmus fürs Erkennen von Gewinnwetten stünden, die Gelder widerrechtlich verschoben.
Zwischen 2021 und 2023 hätten sie total 45 Millionen Franken aus der „Eleven Peaks“ wegtranseriert; die Gelder seien bei eigenen Firmen oder Verbündeten gelandet.
Diese „payments from Eleven Peaks“ hätten der Ex-Banker und die Algorithmus-Promotoren ausgelöst – „through online banking“ sowie „power of attorney“ über die Eleven-Peaks-Konten, heisst es im Gerichtsdokument.
Treiber des Klage sind Verantwortliche der PMG Investment Solutions, einer Assetmanagerin mit Finma-Unterstellung und Sitz in Zug.
Auch der CEO dieser PMG gehörte einst zu den wichtigen Bankern auf dem Zürcher Finanzplatz. 8 Jahre lang stieg er die Karriereleiter im Asset Management der Bank Vontobel auf.
Bei der PMG begann er vor 10 Jahren. Die Finanzfirma weist auf ihrer Webseite honorige Kunden aus:
Bank Bergos, die Luzerner Privatbank Reichmuth, die Oltener Alternative Bank, die Zugerberg Finanz, die Bellevue Group, die Basler Baumann & Cie und einige mehr.
Die PMG ist aber nicht einfach Geschädigte. Vielmehr spielte sie beim Konstrukt eine zentrale Rolle.
So soll sie „Originator“, Administrator und Investment-Manager der oben erwähnten „Notes“ gewesen sein.
Ihr gehörten zudem 99,8 Prozent der erwähnten Special Themes SCC, welche die Notes herausgegeben hatte; auch stellte die PMG die Mehrheit des VRs der Special Themes.
Das Problem: Die Investoren, die sich über die „Notes“ an der Eleven Peaks beteiligten, wo die eigentlichen Werte lagen, hielten nur stimmrechtslose „B-Shares“.
„100 Prozent der Stimmrechte lagen bei einer Gesellschaft, die einer Person aus dem Vertriebsumfeld der Note gehört“, sagt eine Quelle.
In der NZZ am Sonntag spielt die PMG trotz ihrem prominenten Aufleuchten im Finanzkrimi das Unschuldslamm.
Die „strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen“ lägen nicht auf der „Ebene“ des Finanzprodukts, das die PMG geschaffen habe, begründet dies die PMG gegenüber der NZZ.
Vielmehr seien die Taten im Asset darunter passiert: bei der Eleven Peaks, dieser „maltesischen Zielgesellschaft“, wie die Zeitung mit Bezug auf einen PMG-Sprecher ausführt.
Schon vor Jahresfrist erschien in einem Medium namens „Tribune Business“ eine lange Story, die sich um Ermittlungen rund um die zwei Schweizer Wettspiel-Algorithmus-Promotoren drehte.
Statt um ein Vehikel in Malta ging es damals um eines auf den Bahamas, wo Investoren auf einen Fund setzten, der mit Sportwetten sensationell hohe Gewinne erzielen sollte.
Die beiden Schweizer, die in der NZZ genannt werden, tauchten auch in der Story aus der fernen Karibik auf.
Die NZZ brachte letzte Woche zudem die KPMG ins Spiel, welche eine „Erfolgsbescheinigung“ für Eleven Peaks geliefert habe.
Die Thurgauer Staatsanwaltschaft ist laut der Zeitung am Zug. Bei ihr sei ein Strafanzeige „wegen Urkundenfälschung, gewerbsmässigen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung“ eingegangen.
Eingereicht hätten diese „Personen aus dem Umfeld der Anlagefirma PMG Solutions, welche Eleven Peaks mittlerweile unter ihre Kontrolle gebracht“ habe.
Die PMG und deren Investoren würden sich „als Betrugsopfer“ sehen, so die NZZ. Ob Thurgau ein Verfahren eröffnet hat, ist nicht bekannt.
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Gummihälse und Heissluftbläser aus dem grossen Kanton.
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Noch mehr von diesen angeblichen
„Fachkräften“ reinlassen..
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Haben wir nicht schon genug von diesen überheblichen und Arroganten Typen aus dem grossen Kanton!
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Es ist schon verrückt, wo Gier hinführt und man den Rachen voll bekommen kann. Mal ernsthaft, welcher Investor glaubt da noch an etwas beschriebenen Konstrukten mit „Notes“, Zypern, Malta, Gesellschaften. Wie anstrengend! Entweder versuchen sich welche darüber zu bereichern, oder Geld zu waschen oder man ist nicht ganz dicht
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Eine „Note“ ist wie eine Obligation, auf englisch Bond, also ein Schuldpapier mit Verzinsung.
Danke für diese Erklärung, endlich weiss ichs.
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Bei uns in der Baumschule gab es jeweils auch Noten fürs Blätter werfen …
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Na da sieht man mal für was diese sogenannten „Spitzenbanker“ wert sind. Die kamen wohl eher aus dem Vertrieb als aus dem Risiko- oder Portfoliomanagement. Der IQ war zum Glück nicht hoch genug, um die Gelder via „Falschinvestitionen“ abfliessen zu lassen. Knast auf – Türe zu – erbärmlich die heutigen „Superbanker“, diselbe Leier wiedie heutigen Politiker. würg*
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Aber warum etwa 20 Mal in diesem Artikel erwähnt sind, dass die Beiden an der Goldküste leben, bleibt schleierhaft. Tut doch absolut nix zur Sache.
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Das dient der geografischen Einordnung für die Justiz: Betrug aus Ostring-Oetwil klingt halt weniger nach Thriller als Promi-Filz an der Goldküste. Wäre das in Olten passiert, hätte es kein Schwein interessiert.
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Weil die meisten an der Goldküste „Boomer“ sind
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Das Unternehmen hat seinen Sitz mehrfach verlegt:
1. Zürich (aktuell seit Oktober 2025): St. Annagasse 9, 8001 Zürich
2. Freienbach / Pfäffikon SZ (Januar 2024 – Oktober 2025): Rietbrunnen 44, 8808 Pfäffikon SZ
3. Zug (Gründung 2019 – Januar 2024): Ursprünglicher Gründungssitz
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Lasst noch mehr rein, kommt sicher gut!🤢
All diese Typen ziehen uns auf das Niveau jener Länder runter, aus denen sie abgehauen sind!🤬
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Darauf einen Raki.
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Aber nicht in Verbindung mit deinen Medikamenten!
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PMG VRP dabei. Unschön. Bedauerlich. Überraschend? Ja und Nein? Wer weiss.
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Definitiv nicht überraschend – nicht nur VRP sondern auch GL.
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beim Ausdruck „ahnungslose Schweizer“ (was ist mit unseren ultramodernen Schweizerinnen?), habe ich aufgehört zu lesen.
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Die Schweiz ist ein Spielcasino , genügend dumme Investoren .
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Wie heisst er
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Wo liegt das Problem? wenn ich ins Bordell gehe erwarte ich ja auch nicht die Jungfrau-Maria.