Vor einem Monat sagte die Schweiz klar Nein zur Neutralitätsinitiative. 70 Prozent waren gegen die Vorlage.
Pro Schweiz, die Initiantin der Initiative, hatte 1.3 Millionen Franken in die Kampagne investiert. Urgestein Christoph Blocher machte allein fast 4 Millionen Franken locker.
Seine SVP selbst wollte nur mickrige 50’000 Franken aufwerfen. Das Engagement der SVP für die Kampagne war denn auch lauwarm.
Bei Pro Schweiz wurde die Kampagne für die Neutralitätsinitiative von einer Familie dirigiert: den Gartenmanns.
Werner Gartenmann ist Geschäftsführer von Pro Schweiz, seine Frau Ami arbeitet ebenfalls auf der Geschäftsstelle, und Tochter Stephanie (seit einem Jahr SVP-Grossrätin in Bern) sitzt im Vorstand.
Wie die NZZ im August sagte: „Eine schrecklich neutrale Familie“.
Seit 2022 war Stephanie Mitglied des Initiativkomitees der Neutralitätsinitiative. Sie moderierte Podien, organisierte Anlässe und galt als das freundliche Gesicht der Bewegung.
Pro Schweiz und die Initiative forderten eine permanente und bewaffnete Neutralität. Die Schweiz soll keine nicht-UNO-Sanktionen mittragen und keinem Militärbündnis beitreten.
Früher hat Pro Schweiz explizit angekündigt, jede Aufweichung des Kriegsmaterialgesetzes mit dem Referendum zu bekämpfen.
Direkte oder indirekte Waffenlieferungen in Kriegsgebiete oder an Kriegsparteien lehnt die Organisation ab.

Von Oktober 2024 bis Oktober 2025 war ausgerechnet Stephanie Gartenmann als Legal Trainee bei der Rheinmetall Air Defence AG in Zürich tätig.
In der Rechtsabteilung einer Rüstungsfirma geht es typischerweise um Verträge, Compliance und Exportkontrollen.
Laut dem SECO sind Rheinmetall und seine Schweizer Töchter für mehr als 70 Prozent der bewilligten Schweizer Kriegsmaterialexporte verantwortlich.
Der Konzern profitiert stark von den aktuellen Gesetzen und würde noch stärker von den vom Bundesrat erhofften Lockerungen des Kriegsmaterialgesetzes.
Darüber stimmt die Schweiz in 5 Wochen ab.
Das Unternehmen selbst sieht ein Ja zur Änderung als „wichtig für den Konzern“. Waffenteile oder Kompenente aus der Schweiz werden teilweise über Drittländer weiter exportiert.
Während ihrer Tätigkeit bei Rheinmetall Air Defence war Gartenmann gleichzeitig im Komitee der Neutralitätsinitiative, also mitten in der Periode, in der die Debatte um die Initiative lief.
Auf ihrer eigenen Website nennt sie das Praktikum nur als Arbeit bei einem „internationalen Konzern in der Rechtsabteilung“. Der Name Rheinmetall taucht nicht auf.

Öffentliche Aussagen zum Spannungsfeld oder eine Interessenoffenlegung waren nicht bekannt.
Pro Schweiz und die Neutralitätsinitiative hatten mit Glaubwürdigkeit und klarer Linie argumentiert. Die Glaubwürdigkeit hängt aber davon ab, wie die Akteure mit Interessen umgehen, die der eigenen Linie widersprechen.
Hat das zur Niederlage bei der Abstimmung geführt? Bestimmt nicht.
Aber das freundliche Gesicht der Neutralitätsinitiative arbeitete monatelang in der Rechtsabteilung jener Firma, die am meisten von genau den Exportregeln profitiert, gegen welche die Pro Schweiz und die Initiative angetreten sind.


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Und ich durfte vom RAV aus nicht einmal ein Praktikum beim Velomech machen ! Verkehrte Welt!
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Wein trinken. Wasser predigen. Scheint heutzutage normal zu sein.
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Der Spruch stammt von 1844, scheint auch schon damals ein Thema zu sein.
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investigativer IP-Journalismus
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Wurde vor Jahren grundlos fristlos entlassen und finde nicht einmal mehr eine sehr gut dotierte Praktikumsstelle mehr ! Wer kann helfen?
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Intensiver suchen
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Soll nach Pattaya Thailand zu diesem Loomit.
Flug einfach.
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gut hat sie das gemacht.. hat jetzt insiderwissen..
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Wegen meiner sichtbaren Beeinträchtigung lässt man mich auch nirgends arbeiten.
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Genau wegen solcher Artikel lese ich IP. Danke für diese spannende Recherche!
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Anführungszeichen nicht vergessen bei zynischen Kommentaren sonst wirst Du falsch verstanden hier
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Und was soll jetzt das Problem sein?
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Sie hat etwas ordentliches studiert und Berufserfahrung gesammelt.
Das ist für Links/Grüne befremdlich, aber dennoch kein Skandal.
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Das fesche Nummerngirl aus dem Berner Oberland betrieb doch auch mit der reizvollen Camille Lothe, beide in blütenweissen Kostümen, ab April 2025 den wöchentlichen Podcast „Nebelspalterinnen“. Doch nach bloss zehn Monaten folgte ein Abgang mit Knall, und weg war das „Landmeitschi“!
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Immerhin macht sie ihr Praktikum in der Privatwirtschaft. Manch Nationalrat geht vom Kreisssaal über den Hörsaal in den Ratssaal mit entsprechender „Karriere“ in der öffentlichen Verwaltung. Wer von beiden einen Mehrnutzen für die Allgemeinheit bringt, soll jeder selber entscheiden.
Glaubwürdigkeit ist reziprok zum Einkommen und meistens stark unterbezahlt.
Wenn Jemand etwas sagt oder tut, heisst das noch lange nicht, dass er auch davon überzeugt ist. Die meisten Menschen arbeiten in Unternehmen, deren Politik und Tätigkeit sie moralisch nicht unterstützen können. Trotzdem tun sie es. Für Geld. Denn Geld kauft Moral.
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Schon gefrühstückt
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„Neutralität“ heisst in der Schweiz pro-Russland und pro-Faschismus. Daher überrascht es nicht, dass solche Personen versuchen in Rüstungskonzerne einzudringen.
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Diese Frau hat sich bewusst für die Initiative entschieden. Es ist gut möglich, dass sie die Hintergründe zum Thema Kriegsmaterial besser kennt als so mancher Kommentator hier.
Ich bin nicht ihrer Meinung. Klar?
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Wo liegt das Problem?
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Was für eine dünne Story!
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Sehe das Problem nicht. Kategorie: Sack Reis / China
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Sie hat offenbar kein Hobby.
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Nicht vergessen, in Rheinmetall ist auch Schweizer Waffen DNA enthalten.
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat im September 1999 die Rüstungssparte des Schweizer Mischkonzerns Oerlikon-Bührle gekauft, die Oerlikon Contraves AG.