Montag, 26. Oktober 2026
Präsident Peseschkian trifft laut Anadolu zum Gasgipfel in Russland ein. Omans Aussenminister sieht laut IRNA Sicherheit am Golf ohne Iran nicht möglich. Laut CNN und New York Times drängte Netanyahu auf einen neuen Angriff auf Iran, schreibt der Guardian.
Irans Botschafter in Islamabad nennt laut Associated Press die Öffnung von Hormus gegen ein Ende der Blockade. Laut Tasnim dementiert eine informierte Quelle. Kallas warnt vor einem ernsten Risiko erneuter Eskalation zwischen den USA und Iran.
Armeechef Zamir und Netanyahu streiten laut N12 über eine Iran-Aktion. Laut Haaretz unterstützt Mossad-Chef Gofman den Vorstoss gegen Zamirs Widerstand. Laut Reuters sagt Netanyahu vor der Wahl, er habe Mossad und Armee angewiesen, das Regime in Iran zu stürzen. Trump ruft die Israelis in einem Brief zur Wahl Netanyahus auf. Laut Axios bittet Netanyahu Trump um mehr Wahlkampfhilfe.
Die Gespräche des Mekka-Pakts mit Iran enden in Teheran. Ein hoher iranischer Vertreter sagt laut Mehr, Iran verhandle nicht über sein Atomprogramm, bevor die USA auf seine Forderungen antworten.
In Jemen verschärfen sich die Kämpfe. Laut IRNA sagt der Huthi-Politiker al-Maschat, der Umgang mit Unterstützern Saudi-Arabiens richte sich nach jemenitischem Recht.
Laut der Zeitung Al-Ahram, zitiert von Reuters, ermächtigt Ägyptens Parlament al-Sisi zur Unterstützung Saudi-Arabiens.
Irans Generalstabschef Abdollahi sagt laut Mehr, die Strasse von Hormus sei vollständig geschlossen. Laut CNN können die US-Streitkräfte binnen 96 Stunden nach Trumps Befehl einen grossen Schlag gegen Iran führen. Laut gCaptain erhält UKMTO Drittmeldungen über ein brennendes Schiff vor der irakischen Küste, die Ursache ist unklar.
Katarische Vermittler sind laut Iran International in Teheran. Laut Kreml trifft Putin am Dienstag Peseschkian und den Emir von Katar. Handelsvertreter warnen vor Folgen des Iran-Kriegs für die Ernährung in Afrika.
Meldungen
Handelsvertreter warnen vor Folgen des Iran-Kriegs für die Ernährung in Afrika
Handelsminister aus Afrika und die UNO-Handelsorganisation UNCTAD warnen vor Folgen des Iran-Kriegs für die Ernährungssicherheit. Das berichtet Al Jazeera. Steigende Treibstoff- und Düngerpreise könnten die Lebensmittelkosten erhöhen. UNCTAD-Direktorin Luz María de la Mora sagt, die Krise um die Strasse von Hormus müsse bald gelöst werden. Hohe Düngerpreise könnten die Ernten im nächsten Jahr beeinträchtigen. In Uganda haben sich die Treibstoffpreise laut dem Handelsminister mehr als verdoppelt. In Simbabwe sorgen steigende Preise für Treibstoff und Dünger für Sorgen. Der Bericht entstand am Weltinvestitionsforum in Doha (QA).
IAEA-Chef Grossi nennt schrittweise technische Schritte für die Rückkehr der Inspektoren in den Iran
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi informiert den UNO-Sicherheitsrat am Dienstag, 27. Oktober, zur Nichtverbreitung. In der Sitzung fordert Grossi Iran laut Anadolu auf, IAEA-Experten Zugang zu gewähren. Besonders besorgt sei er über früher gemeldetes Kernmaterial, darunter 440 Kilogramm hoch angereichertes Uran. Iranische Medien wie IRNA, ISNA und Nour News melden, er verlange die Rückkehr der Inspektoren. Laut IRNA verurteilt er dabei die Angriffe auf die Atomanlagen nicht. Nach der Sitzung schreibt Grossi, schrittweise technische Schritte könnten den Inspektoren die Rückkehr ermöglichen. Das könne den Weg zu einer normalen Umsetzung der Safeguards ebnen. Nur Diplomatie, gestützt auf IAEA-Verifikation, könne Proliferation langfristig verhindern.
Kuwait verurteilt drei Männer wegen mutmasslicher Iran-Spionage zum Tod, bestellt Irans Botschafter ein
Ein Staatssicherheitsgericht in Kuwait (KW) verurteilt am Montag drei Angeklagte zum Tod. Das berichtet Kuwait Times. Sie sollen mit Iran und der Hisbollah zusammengearbeitet und Anschläge auf hohe Amtsträger geplant haben. Genannt wird Vizeregierungschef und Innenminister Scheich Fahad Al-Yousef Al-Sabah. Acht Komplizen erhalten fünf Jahre Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die iranische Botschaft in Kuwait weist laut IRIB und ISNA den Vorwurf zurück. Ein Iraner sei an einem Anschlagsplan beteiligt gewesen. Das kuwaitische Aussenministerium (KW) bestellt am Mittwoch den iranischen Botschafter ein, melden Asharq Al-Awsat und AFP. Es protestiert gegen eine Erklärung der Botschaft, die es als Einmischung in innere Angelegenheiten wertet. Kuwait weist jede Einmischung in Urteile seiner Gerichte zurück. Es ruft Iran auf, das Völkerrecht und die UN-Charta einzuhalten. Das sind Angaben Kuwaits und der iranischen Botschaft.
Omans Aussenminister fordert laut Gulf News einen Nichtangriffspakt am Golf unter Einschluss Irans
Omans Aussenminister Badr Albusaidi hält an der Universität Cambridge (GB) einen Vortrag über inklusive Sicherheit am Golf. Das teilt sein Ministerium auf X mit. Laut IRNA kritisiert er die Politik ausländischer Mächte, Iran aus den Sicherheitsvereinbarungen am Golf auszuschliessen. Sie stellten Teheran als regionale Bedrohung dar. Laut IRNA sagt Albusaidi, eine Sicherheitsstruktur am Golf sei ohne Iran nicht möglich. Laut Gulf News fordert Albusaidi einen Nichtangriffspakt der acht Anrainerstaaten des Golfs. Dazu zählen die sechs GCC-Staaten, der Irak und Iran. Ein Rahmen ohne Teheran wäre laut ihm instabil. Die Atomgespräche vor dem Krieg hätten grosse Fortschritte gemacht. Laut Oman-Iran-Konsultationen sei eine befristete Regelung zur freien Fahrt durch Hormus skizziert worden.
Laut CNN wollte Netanyahu Trump zu einem neuen Angriff auf Iran bewegen
Netanyahu soll laut CNN in den vergangenen Wochen versucht haben, Trump zu einem neuen Angriff auf Iran zu bewegen. Das berichtet der Guardian. CNN bestätigt damit laut Guardian einen früheren Bericht der Financial Times. Trump schloss eine solche Aktion laut CNN bis zu den US-Kongresswahlen nächste Woche aus. Die israelische Armee erklärt laut Guardian, ihre Entscheide beruhten ausschliesslich auf sicherheitspolitischen, fachlichen, objektiven und nationalen Erwägungen. Der Guardian wertet das als Aussage, die den Berichten nicht klar widerspricht. Das Verteidigungsministerium bestreitet laut Guardian jede Absicht eines Angriffs auf Iran. Die New York Times berichtet unter Berufung auf Beamte Ähnliches. Netanyahu habe vor der israelischen Wahl auf einen Angriff auf Iran gedrängt.
Kallas warnt vor ernstem Risiko einer erneuten Eskalation zwischen den USA und Iran
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas warnt am Montag in Paris. Es bestehe ein ernstes Risiko einer erneuten Eskalation zwischen den USA und Iran. Das berichtet Anadolu. Eine neue Eskalation hätte nur Verlierer, sagt sie an einer Pressekonferenz nach dem Treffen der E5-Verteidigungsminister. Laut Kallas hält die EU-Marineoperation Aspides Fracht und Öl im Roten Meer in Bewegung. Mehr als 60 Staaten unterstützen laut Kallas eine EU-Erklärung gegen Gebühren auf internationalen Schifffahrtsrouten. Die EU baue zudem eine Mission auf, die Libanons Streitkräfte berät und ausbildet.
Irans Botschafter in Islamabad nennt Hormus-Öffnung gegen Ende der Blockade, Tasnim dementiert
Irans Botschafter in Islamabad, Reza Amiri Moghadam, sagt laut Associated Press, Teheran habe über pakistanische Vermittler eine Bereitschaft übermittelt. Iran öffne die Strasse von Hormus wieder, wenn Washington die Blockade iranischer Häfen beende. Das berichtet Iran International. Moghadam sagt, die Position sei beim Besuch von Armeechef Asim Munir in Teheran mitgeteilt worden. Trump lehne den Vorschlag ab und halte an der Blockade fest. Iran bleibe offen für Verhandlungen im Rahmen der Zwischenvereinbarung vom Juni. Al Arabiya meldete am Samstag unter Berufung auf ungenannte Quellen Ähnliches. Laut Tasnim weist eine informierte Quelle diese Darstellung als Lügen zurück. Iran akzeptiere keine Gleichung von Hormus gegen Blockade und habe keinen neuen Vorschlag gemacht. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Iranischer Vizesekretär Bagheri Kani nennt Israel nach dem Vierertreffen Quelle der Unsicherheit
Bagheri Kani äussert sich nach dem Vierertreffen in Teheran. Er ist stellvertretender Sekretär des Obersten Rats für nationale Sicherheit Irans für Aussenpolitik und internationale Sicherheit. Das melden Tasnim, Mehr und IRNA. Gemeinsam sei den Gesprächen die Betonung von Selbstständigkeit und innerer Stärke gewesen. Laut Bagheri Kani kamen die Länder der Region zum Schluss, dass Israel die Quelle der Unsicherheit und Instabilität sei. Die USA hätten ihre Ziele gegen Iran verfehlt, sagt er laut Tasnim. Laut IRNA sagt er, die Diplomatie der USA beruhe seit anderthalb Jahren auf Täuschung. Die Umsetzung der sieben Bedingungen Irans zeige, ob die USA es ernst meinten. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Laut Fars droht ein iranischer Sicherheitsvertreter Israel mit Antwort auf jeden Angriff
Ein ungenannter iranischer Sicherheitsvertreter warnt laut Fars vor einem israelischen Angriff. Er reagiert auf Äusserungen von Ministerpräsident Netanyahu vor der Wahl in Israel. Iran sei bereit und warte auf den ersten Funken. Schon der kleinste Angriff löse eine Antwort aus, die den Drohungen entspreche. Laut Iran International, das Fars den Revolutionsgarden zuordnet, nennt der Vertreter die Antwort beispiellos schnell und heftig. Er fordert die Israelis auf, Fluchtwege zu planen. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Saudi-Arabien verschiebt laut Tasnim die Immobilienmesse Cityscape 2026 in Riad auf Februar 2027
Saudi-Arabien verschiebt die Immobilienmesse Cityscape 2026 in Riad auf Februar 2027. Das meldet Tasnim. Die Messe gilt als eine der grössten Immobilienausstellungen der Welt. Laut Tasnim erfolgt die Verschiebung infolge der Operationen aus dem Jemen. Die iranische Agentur nennt Unsicherheit als Grund. Die Angabe zum Grund stammt von Tasnim und ist in der Meldung nicht belegt. Zuvor wurden bereits die Asiatischen Hallenspiele in Riad auf März 2027 verschoben.
Baghai: Europa hat Iran keinen konkreten Verhandlungsvorschlag vorgelegt
Der iranische Aussenamtssprecher Esmail Baghai sagt an seiner wöchentlichen Pressekonferenz, Iran habe keinen konkreten Vorschlag aus Europa für Verhandlungen erhalten. Das berichtet die Tehran Times. Er stellt infrage, ob die jüngsten europäischen Aufrufe zur Diplomatie einen echten Kurswechsel zeigen. Es könne sich um eine politische Geste handeln. Er kritisiert, dass Frankreich, Deutschland und Grossbritannien die US-israelische Aggression nicht ausdrücklich verurteilten. Iran habe bisher nie Atomwaffen besessen oder angestrebt. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Huthi-Militärsprecher: Saudische Luftwaffe fliegt binnen 24 Stunden 119 Angriffe
Ein Militärsprecher der Huthi sagt, die saudische Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden 119 Luftangriffe und Raketenangriffe geflogen. Das schreibt er auf Telegram. Die Ziele seien zivile Objekte in Sanaa und den Provinzen al-Dschauf, Taiz, Saada, Amran, Ibb und Lahdsch. Die Flugzeuge vom Typ F-15 und Typhoon seien von den Stützpunkten Chamis Muschait und Taif gestartet. Raketenangriffe kämen aus Dschasan. Es gebe zivile Tote und Verletzte. Insgesamt zählten die Huthi seit Beginn der Eskalation 3298 Luftangriffe und Raketenangriffe. Das sind Angaben der Huthi-Seite. Unabhängig bestätigt sind sie in der Quelle nicht.
Irans Generalstabschef Abdollahi: Hormus ist geschlossen, regelwidrige Schiffe sind in Gefahr
Irans Generalstabschef Abdollahi sagt laut Mehr bei Besuchen an der Küste, die Strasse von Hormus sei vollständig geschlossen. Das widerspreche den Aussagen der US-Führung, sie sei offen und frei. Laut Abdollahi managen die Marinekräfte der Revolutionsgarden die Wasserstrasse. Die Streitkräfte kontrollierten die Küsten des Persischen Golfs, die Inseln, die Strasse von Hormus und den Golf von Oman. Kein Schiff dürfe die Strasse ausserhalb iranischer Regelungen passieren. Jedes Schiff, das davon abweicht, sei in Gefahr und werde ernsthaften Schaden nehmen. Die Streitkräfte seien besser vorbereitet als früher. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Guterres warnt vor «unvorstellbaren» Folgen einer Eskalation zwischen Iran und den Golfstaaten
UNO-Generalsekretär António Guterres warnt laut Al Jazeera vor verheerenden Folgen jeder militärischen Eskalation zwischen Iran und den Golfstaaten. Al Jazeera nennt die möglichen Folgen «unvorstellbar». Ägyptens Aussenminister sagt laut dem Sender, Kairo stehe täglich in Kontakt mit Teheran, Washington und regionalen Partnern. Ziel sei, einen weiteren umfassenden Militärschlag zu verhindern.
Russischer Diplomat Uljanow sieht in der Teheraner Vierer-Runde einen wichtigen Schritt
Ein hoher russischer Diplomat äussert sich zum Vierertreffen von Iran, Pakistan, der Türkei und Saudi-Arabien in Teheran. Das berichtet Mehr, die den Diplomaten mit Uljanow nennt. Laut Mehr sagt er, die Länder der Region schienen beschlossen zu haben, ihre Sicherheit selbst zu regeln. Die Bedeutung dieser Entwicklung lasse sich nicht unterschätzen. Das sind Angaben, wiedergegeben von einer iranischen Agentur.
Riad (SA): Nach der Wiedereröffnung des Flughafens landen am Montag nur wenige Flugzeuge
Am Montag landen und starten am Flughafen Riad (SA) nur wenige Flugzeuge. Das berichtet Al-Monitor. Der Flughafen hat am Sonntag nach rund zwei Wochen Schliessung wegen Huthi-Angriffen wieder geöffnet. Um 18.40 Uhr startet eine Maschine von Flyadeal nach Medina, rund eine Stunde nach der Landung einer Maschine aus Dammam. Die meisten anderen Flüge auf dem Plan sind als geplant oder gestrichen markiert. Laut Al-Monitor sind die Flugdaten nach der Wiedereröffnung weit von der Normalität entfernt. Huthi-Sprecher Yahya Saree sagt, die Gruppe habe den Flughafen mit einer ballistischen Rakete angegriffen. Auch Pumpstationen für Rohöl seien Ziele gewesen. Die saudischen Behörden bestätigen das nicht. Die saudische Presseagentur meldet drei abgefangene Drohnen in Riad und im Süden.
Huthi-Politiker al-Maschat: Umgang mit Unterstützern Saudi-Arabiens richtet sich nach jemenitischem Recht
Mahdi al-Maschat führt den Obersten Politischen Rat der Huthi im Jemen. Er sagt der Nachrichtenagentur Saba, der Umgang mit den Verbündeten Saudi-Arabiens richte sich nach jemenitischem Recht. Das berichtet IRNA. Anlass ist die Ermächtigung des ägyptischen Parlaments, Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens einzusetzen. IRNA nennt das einen Beitrag zur saudischen Aggression gegen den Jemen. Das sind Angaben der Huthi-Seite, wiedergegeben von einer iranischen Agentur.
Reuters: Hisbollah rüstet laut libanesischen Sicherheitsquellen mit Geld aus Iran für neuen Krieg auf
Die Hisbollah bereitet sich seit drei Monaten auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe mit Israel vor. Das berichtet Reuters unter Berufung auf libanesische Sicherheitskräfte. Laut zwei Sicherheitsquellen nutzt die Gruppe die Gefechtspause seit Juni zur Aufrüstung. Sie beschafft vor allem Sprengstoff und produziert Drohnen. Laut zwei Quellen erhielt sie von Iran Dutzende Millionen Dollar für ihre militärischen Fähigkeiten. Dazu kommen rund 200 Millionen Dollar für vertriebene Familien, über die Reuters zuvor berichtete. Laut weiteren Quellen stellt die Gruppe zusammengebrochene Führungsstrukturen wieder her. Das Medienbüro der Hisbollah weist das zurück. Es nennt den Widerstand gegen die israelische Besatzung ein legitimes Recht. Das israelische Militär äussert sich nicht. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums kündigt weitere Sanktionen gegen die Finanzen der Gruppe an.
Iranischer Marineoffizier behauptet, eine Rakete habe die USS Abraham Lincoln getroffen
Farhad Fattahi ist stellvertretender Einsatzkommandant der iranischen Marine. Er behauptet laut IranWire, iranische Kräfte hätten in den ersten Kriegstagen die USS Abraham Lincoln mit einer Rakete getroffen. Einen unabhängigen Beleg gibt es laut IranWire bisher nicht. Ein Raketentreffer bedeute nicht zwingend, dass ein Schiff versenkt werde, sagt Fattahi. Zudem behauptet er, iranische Raketen hätten einen Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse beschädigt. Der Zerstörer habe seinen Einsatz abgebrochen. Als Beleg nennt Fattahi, das Schiff sei um das Kap der Guten Hoffnung statt durch den Suezkanal heimgefahren. Einen Zusammenhang mit iranischen Raketen belegt er laut IranWire nicht. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Hardliner-Front Paydari fordert Iran zum Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag auf
Die Paydari-Front, eine Hardliner-Gruppierung, fordert laut Al Jazeera Parlament und Nationalen Sicherheitsrat auf, den Austritt Irans aus dem Atomwaffensperrvertrag einzuleiten. Al Jazeera deutet das als Aufruf, Atomwaffen zu entwickeln. Die Front will das so schnell wie möglich. Sie lehnt Verhandlungen mit den USA ab und wendet sich gegen moderate Kräfte wie Präsident Peseschkian. Ihre Anhänger demonstrieren laut Al Jazeera seit 200 Tagen jeden Abend in iranischen Städten. Der Abgeordnete Amirhossein Sabeti sagt, Verhandlungen mit den USA begännen nicht. Zuerst müssten die US-Blockade der südlichen Häfen und die Sanktionen enden.
Ein hoher iranischer Vertreter sagt Reuters, Iran verhandle nicht über sein Atomprogramm
Ein hoher iranischer Vertreter sagt Reuters, Iran verhandle nicht über sein Atomprogramm, bevor die USA auf seine Forderungen antworten. Das berichtet Mehr. Die Gespräche in Teheran mit den Staaten des Mekka-Pakts würden das Atomprogramm ebenfalls nicht behandeln. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Iraks Ministerpräsident beendet die Amtszeit des Chefs des Nationalen Nachrichtendienstes
Das Büro des irakischen Ministerpräsidenten teilt am Montagabend mit, die Amtszeit des Chefs des Nationalen Nachrichtendienstes sei beendet. Die Anordnung stammt von Ministerpräsident Ali al-Zaidi, dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das melden iranische Medien unter Berufung auf die Mitteilung. Gründe nennt die Mitteilung laut IRNA nicht. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Netanjahu verweist auf Trumps Unterstützung und spricht vor der Wahl von Krieg gegen Iran
Netanjahu verweist am Vorabend der Wahl in Israel auf die Unterstützung von Trump. Das berichtet Reuters. In einem Fernsehauftritt sagt er, Trump sei bereit, die iranische Bedrohung zu beseitigen. Das gelte aber nur, solange er selbst im Amt bleibe. Er habe Mossad und Armee angewiesen, das Regime in Iran zu stürzen. Trump hatte zuvor zur Wahl Netanjahus aufgerufen und geschrieben, man müsse zu Ende bringen, was man begonnen habe. Das Weisse Haus äussert sich zunächst nicht. Das sind Angaben von Netanjahu und Trump.
Explosion auf einem Schiff vor der irakischen Küste, iranische Medien vermuten einen Tanker
Iranische Medien melden eine Explosion auf einem Schiff vor der Küste des Irak. Mehr beruft sich auf Nachrichtenquellen, die von einem Angriff auf ein Schiff sprechen. ISNA zitiert Sabereen News: Im irakischen Küstenmeer sei ein Feuer ausgebrochen, vermutlich nach dem Beschuss eines Tankers. Mehr erinnert daran, dass in der Vorwoche ein griechischer Tanker mit Erdölprodukten im Norden des Golfs getroffen wurde. UKMTO erhält laut gCaptain mehrere Drittmeldungen über ein brennendes Schiff rund 63 Seemeilen südöstlich von Fao im Süden des Irak. Die Marinebehörde stuft die Meldung als verdächtige Aktivität ein, nicht als bestätigten Angriff. Die Ursache des Feuers ist unklar. Ein Sicherheitsberater zählt den Vorfall laut Maritime Executive als zehnten vermuteten iranischen Angriff auf ein Schiff seit Monatsbeginn. Bestätigt ist das nicht.
Iran: Vier Explosionen bei Partschin laut Revolutionsgarden Vernichtung von Munition
Der Kommandant der Revolutionsgarden in Pakdescht äussert sich laut Mehr zu vier Explosionsgeräuschen aus dem Militärgebiet Partschin. Sie stammten von einer kontrollierten Vernichtung unbrauchbarer Munition. Unabhängig bestätigt ist die Erklärung nicht. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Iran: Mehlmangel zwingt Bäckereien in mehreren Städten zur Schliessung, meldet Iran International
In mehreren iranischen Städten schliessen Bäckereien wegen Mehlmangels, berichtet Iran International. Betroffen sind laut Anwohnern Täbris, Karadsch, Kerman und Hamadan. Die Brotpreise steigen. Bäcker berichten von Verzögerungen bei den Mehllieferungen. Der Sender zitiert einen Bäcker aus Hamadan: Die Bäckerei sei geschlossen, weil es kein Mehl gebe. Zugleich sinke die Kaufkraft. Früher gab es laut dem Sender bereits Berichte über Brotmangel wegen Stromausfällen. Iran International ist ein regierungskritischer Sender im Ausland.
Iran will den Sanktionsdruck mit Inflationskontrolle und höheren Lebensmittelgutscheinen abfedern
Die iranische Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani sagt laut Anadolu, Iran wolle den Druck der USA und des Westens abfedern. Dazu wolle die Regierung das Tempo der Inflation bremsen und die Lebensmittelgutscheine erhöhen. Die Inflation habe tiefere makroökonomische Ursachen und lasse sich nicht kurzfristig beheben. Die Regierung will das elektronische Gutscheinprogramm Kalabarg ausweiten. Die USA haben laut Anadolu im August eine neue Wirtschaftskampagne gestartet und im Juli ihre Seeblockade wiederhergestellt. Der IWF erwartet für 2026 ein Schrumpfen der iranischen Wirtschaft um 6,1 Prozent.
Grossbritannien und Frankreich planen eine Hormus-Mission, die erst nach einem Frieden startet
Grossbritannien und Frankreich planen laut Gulf News gemeinsam eine «Multinational Military Mission» für sichere Passage durch die Strasse von Hormus. Die Truppe soll erst nach einer Friedensvereinbarung in der Region eingesetzt werden. Laut UK Defence Journal zog die Royal Navy ihre letzten Minenjäger der Sandown-Klasse aus dem Golf ab. Sie ersetzte sie durch unbemannte Systeme. Ein Starttermin ist nicht bekannt. Seit April haben Starmer und Macron mehr als ein Dutzend Staaten für Beiträge gewonnen. Das berichtet Gulf News.
Axios: Netanjahu bittet Trump um mehr Wahlkampfhilfe, das Weisse Haus sieht Verzweiflung
Netanjahu hat Trump laut Axios in den letzten Tagen um mehr öffentliche Unterstützung im Wahlkampf gebeten. Das berichtet Al-Manar, ein Sender der Hisbollah, unter Berufung auf Axios. Eine US-Quelle sagt, das Weisse Haus sehe den Druck als «Zeichen der Verzweiflung». Netanjahu habe zweimal mit Trump gesprochen und sogar Formulierungen vorgeschlagen. Likud-Sprecherin Neta Molcho bestreitet, dass Netanjahu darum gebeten habe. Trump hatte die Israelis zuvor aufgerufen, Netanjahu zu wählen. Israel wählt am Dienstag.
Riad: 86 Prozent der Flüge seit dem 8. Oktober gestrichen, laut Cirium
Angriffe der Huthi haben den Himmel über Riad laut Reuters fast leergefegt. Laut dem Datenanbieter Cirium wurden zwischen dem 8. und 25. Oktober 4071 von 4736 Flügen gestrichen. Das sind rund 86 Prozent. Der Flughafen wurde mehrfach getroffen, am 10. Oktober starben bei einem Angriff 13 Menschen. Saudi-Arabien öffnete den Flughafen am Sonntag teilweise wieder. Die Huthi melden am Montag einen neuen Angriff. Internationale Airlines setzen Verbindungen bis in den November aus, Delta verschiebt den Start der Route Riad auf nächstes Jahr.
Asiatische Hallenspiele in Riad werden laut Tasnim auf März 2027 verschoben
Der Olympische Rat von Asien (OCA) verschiebt laut Tasnim die Asiatischen Hallenspiele in Riad (SA). Als Grund nennt Tasnim die Lage in der Region und im Gastgeberland. Der neue Termin ist vom 28. März bis zum 8. April 2027. Die Entscheidung fiel laut Tasnim bei einer Online-Sitzung von OCA-Präsident und Generalsekretär mit den Mitgliedsländern. Der Gastgeber und der OCA-Vorstand hatten zuvor zugestimmt. Das sind Angaben eines iranischen Mediums.
Baghai: Irakische Offizielle nennen US-Druck als Grund für die Schliessung des Grenzübergangs Schaib
Der iranische Aussenamtssprecher Baghai sagt laut Shafaq News: Irakische Offizielle selbst nennen US-Druck als Hintergrund der Probleme am Grenzübergang Schaib. Teheran drängt Bagdad, den Übergang zu öffnen. Die USA und ihre «illegalen Sanktionen» säten Zwietracht, sagt Baghai. Irak hat Schaib am 21. Oktober bis auf Weiteres geschlossen. Regierungssprecher Haider al-Aboudi verweist laut Shafaq News auf fehlende technische Bereitschaft. Iran wirft Bagdad vor, die Schliessung nicht angekündigt zu haben. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Baghai weist sieben Behauptungen über Iran zurück, darunter Trumps Atombomben-Aussage
Der iranische Aussenamtssprecher Esmail Baghai weist laut Mehr sieben Behauptungen über Iran zurück. Dazu gehört Trumps Behauptung, Iran habe Zugang zu einer Atombombe. Er bestreitet auch, dass Iran vor der israelischen Wahl einen Präventivschlag gegen Israel plane. Zurückgewiesen wird zudem die Aussage, die US-Gespräche vor dem Krieg seien ernsthaft gewesen. Auch den Vorwurf, Iran treibe vor der US-Wahl den Ölpreis hoch, bestreitet er. Baghai bestreitet einen Kurswechsel der europäischen Troika. Die Behauptung, die Katastrophe von Minab sei KI-erzeugt, sowie Vorwürfe Albaniens weist er ebenfalls zurück. Das sind Angaben der iranischen Seite.
Jemen: Kämpfe zwischen Huthi und Koalition verschärfen sich, zwei Raketenwerfer in Sanaa zerstört
Die Kämpfe zwischen der saudisch geführten Koalition und den Huthi verschärfen sich am Montag. Das berichtet The National. Die Koalition meldet die Zerstörung von zwei ballistischen Raketenwerfern in Sanaa (YE). Mit einem davon sei eine Rakete Richtung Riad abgefeuert und abgefangen worden. Die Huthi melden Angriffe auf die Ost-West-Pumpstationen für Rohöl und den Flughafen Riad. Saudi-Arabien bestätigt das zunächst nicht. Der Flughafen in Riad nahm am Sonntag den Betrieb an zwei Terminals wieder auf. Angriffe in diesem Monat töteten dort laut The National 17 Menschen. Laut Al Jazeera meldet Koalitionssprecher Turki al-Maliki zudem vier zerstörte Raketenwerfer, fünf Tunnel und ein Raketendepot.
Katz weist Berichte über Differenzen zwischen Regierung und Armee zu Iran zurück
Israels Verteidigungsminister Katz äussert sich am Montag zu Berichten über einen Streit zwischen Netanyahu und der Armee. Er nennt sie «völlig unbegründet und falsch». Das berichtet Asharq Al-Awsat. Es gebe «vollständige» Koordination. Israel habe nicht beabsichtigt, vor der Wahl Iran anzugreifen. Channel 12 hatte berichtet, Generalstabschef Zamir habe vor einer Weisung eine ausführliche Diskussion verlangt. Er habe auch Unterschriften der politischen Führung gefordert. Oppositionsführer Jair Lapid wirft Netanyahu vor, eine Eskalation zu suchen, um die Wahl zu verschieben. Gadi Eisenkot sagt, Zamir habe sein volles Vertrauen. Israel wählt am Dienstag.
UKMTO: Tanker in der Strasse von Hormus von unbekanntem Projektil getroffen
Die britische Marinebehörde UKMTO meldet am Montag einen verspätet bestätigten Vorfall vom Freitag, 23. Oktober. Ein Tanker auf dem Weg aus der Strasse von Hormus hinaus wird von einem unbekannten Projektil getroffen und fällt aus. Die Besatzung ist laut UKMTO unversehrt. Ein Schadensbericht und Angaben zur Umwelt liegen nicht vor. Iran International und Fars geben die UKMTO-Meldung weiter. Wer das Projektil abfeuerte, ist unklar.
CNN: US-Streitkräfte könnten Iran binnen 96 Stunden nach Trumps Befehl angreifen
Die US-Streitkräfte können laut CNN innerhalb von 96 Stunden nach Trumps Befehl einen grossen Schlag gegen Iran führen. Das berichtet die Jerusalem Post unter Berufung auf zwei US-Beamte. Trump hat demnach noch nicht entschieden, ob er nach den Zwischenwahlen angreift. Laut Gulf News hat das Pentagon eine Zielliste erstellt. Sie umfasst Atomanlagen, Energieinfrastruktur und Militäreinrichtungen. Eine Quelle sagt CNN, Israel bereite einen Schlag vor und werbe in Washington um eine Beteiligung. Die USA hätten Israel gebeten, zu warten. Laut CNN drängte Netanyahu Trump zu einem Schlag vor der Wahl. Trump lehnte ab. Netanyahus Büro nennt den Bericht «Fake News». Verteidigungsminister Katz bestreitet laut Haaretz eine solche Absicht.
Gespräche des Mekka-Pakts in Teheran enden, Peseschkian ruft zur Einheit der Region auf
Die Gespräche des Mekka-Pakts mit Iran finden am Montag in Teheran statt und enden am Nachmittag. Das melden iranische Staatsmedien. Laut der gemeinsamen Pressemitteilung ist es das erste Treffen der vier Länder. Sicherheitsratssekretär Mohsen Rezaei ist Gastgeber. Die Teilnehmer vereinbaren, die Gespräche zur Stärkung der Zusammenarbeit bei Frieden und Sicherheit fortzusetzen. Präsident Peseschkian ruft laut Dawn zur regionalen Einheit auf. Iran sei laut Anadolu bereit, Schritte zur regionalen Zusammenarbeit und zur Beilegung von Differenzen zu gehen. Aus Pakistan sind Armeechef Asim Munir und Innenminister Mohsin Naqvi dabei. Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Khalid bin Salman führt die saudische Delegation. Laut dem saudischen Vizeminister Rayed Krimly reist auch der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin mit. Iranische Staatsmedien nennen als Themen die regionale Zusammenarbeit, die US-israelische Aggression und ihre Folgen. Laut The National sind es die ersten direkten Gespräche des Pakts mit Iran seit August. Das saudische Aussenministerium erklärt laut IRNA, die Reise solle Dialog fördern.
Katarische Vermittler in Teheran, Trump wägt Deal und Militäraktion ab
Ein katarisches Team ist laut Iran International in Teheran. Iran International beruft sich auf Reuters und einen informierten Beamten. Der Besuch sei mit den USA abgestimmt und solle die regionalen Spannungen senken. Aussenamtssprecher Baghai sagt am Sonntag, über Vermittler gingen weiter Botschaften zwischen Iran und den USA hin und her. Teheran habe das Fenster der Diplomatie nicht geschlossen. Trump sagt auf Fox News, er müsse zwischen einem Deal und der Vernichtung Irans wählen. Einen Schlag am Sonntag schliesst er aus. Spätere Schläge lässt er offen. Gegenüber FOX 2 Detroit sagt Trump, der Krieg ende erst, wenn die USA überzeugt seien, dass Iran keine Atomwaffenfähigkeit habe.
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