Der Iran-Krieg gleicht einem „Stop and go“-Modell. Alle paar Tage finden einzelne Angriffe statt.
Dann bildet sich wieder ein informeller Waffenstillstand heraus.
Die USA sind vermutlich logistisch schlicht nicht in der Lage, komplexe Angriffe durchzuführen oder für längere Zeit aufrecht zu erhalten.
Der Iran seinerseits scheint damit zufrieden zu sein, gelegentliche, limitierte Angriffe auf US-Basen am Golf, in Jordanien und Saudi-Arabien durchzuführen und die Strasse von Hormus geschlossen zu halten.
Jetzt aber bildet sich ein weiterer Brandherd, im Jemen und um den Bab al-Mandab. Dieser ist eine an der engsten Stelle nur 27 Kilometer breite Meeresstrasse zwischen dem Jemen und Djibouti in Eritrea.
Die freie deutsche Übersetzung der Strasse heisst „Tor der Tränen“.
Die Houthis haben in den letzten Tagen wichtige saudische Öl-Installationen gezielt angegriffen. Umgekehrt hat Saudi-Arabien offenbar mehrere lokale Proxy-Einheiten aktiviert.
Derzeit gibt es verschiedene Berichte über Offensiven. Wie oft ist die Informationslage dürftig, trotzdem gibt es Hinweise, dass die saudischen Proxy-Einheiten in die Defensive geraten sind.
So fanden sich in den wichtigen Telegramm-Kanälen von gestern zahlreiche Berichte über die Eroberung oder Bedrohung von strategisch wichtigen Dörfern und Städten an der Küste des Bab al-Mandab, darunter Dhubab, Taiz und Mokha.
Zur Einordnung der Ereignisse muss man etwas ausholen.
Saudi-Arabien ist gegenüber den übrigen Golfstaaten wie Kuwait, Bahrain oder Katar in einer strategisch günstigeren Position im Erdöl-Geschäft.
Mit der Ost-West-Pipeline kann das Land über den Hafen Yanbu am Roten Meer einen Teil der Exporte aufrecht erhalten.
Vom Hafen von Yambu aus werden die Erdöl-Produkte per Tanker durch den Bab al Mandab nach Asien verschifft.
Diese Exporte sind vor allem für die Ökonomien Süd- und Ostasiens, aber auch jene von Saudi-Arabien zentral.
Der riesige Golfstaat verfügt pro Kopf über deutlich geringere finanzielle Reserven als die diesbezüglich resilienteren Kuwait, Katar und Vereinigte Arabischen Emirate (VAE).
Die Saudis sind bereits seit 2015 im Jemen militärisch aktiv, teilweise in Kooperation und in Konkurrenz zu den VAE. Die Ergebnisse sind sehr gemischt.
Trotz erheblichen Anstrengungen gelang es nie, die Houthis ernsthaft zu gefährden; diese kontrollieren heute gegen 70 Prozent der Bevölkerung im Jemen und die wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Zentren.
Der Jermen weisst etwa die Grösse Frankreichs auf, ist also ein Flächenstaat. Er besitzt verschiedene Zentren, wobei der Westen um die Hauptstadt Sanaa kulturell und wirtschaftlich dominant ist.
Die von Saudi-Arabien finanziell und logistisch unterstützten Milizen kontrollieren den dünn besiedelten Osten des Landes sowie die Hafenstadt Aden und einen Teil des Küstenstreifens um den Bab al-Mandab, der gerade umkämpft ist.
Der Konflikt im Jemen gehört zu den kompliziertesten überhaupt. Er folgt der Logik ähnlich gelagerter Konflikte (im Sudan oder dem Kongo). Auch ist er dem Ukraine-Krieg als „erweitertem Bürgerkrieg“ nicht unähnlich.
Dies bedeutet, dass ein im Kern lokaler Konflikt durch zahlreiche weitere, ausländische Akteure befeuert wird. Diese Einmischung von aussen verhindert ein klares Ende.
Aufgrund allgemeiner Erschöpfung endet ein „normaler“ Bürgerkrieg entweder im Sieg einer Partei oder einem Kompromiss. Bei einem erweiterten Bürgerkrieg kann vor allem der Verlierer weitere Mittel mobilisieren und damit einen Krieg länger am Leben halten.
Saudi-Arabien erhielt während dem gesamten Konflikt erhebliche logistische Unterstützung durch die USA und weitere westliche Staaten.
Die Strategie war und ist eine Mischung aus Luftschlägen in Ergänzung durch Boden-Operationen lokaler Milizen.
Dabei zeigte sich, dass die Kampfkraft und der Kampfwille der lokalen Milizen limitiert ist und die Houthis in Bezug auf Taktik und Moral deutlich überlegen sind.
Die Ziele der lokalen Proxy-Milizen sind limitiert, meistens sind sie zufrieden damit, ein lokales Stammesgebiet zu kontrollieren. Sie stehen auch in einem internen Wettbewerb, was die Bereitschaft und Fähigkeit zu Offensiven weiter reduziert.
Die Ausrüstung und Bezahlung von Saudi-Arabien werden zwar akzeptiert, aber daraus entsteht weder der Wille noch die Fähigkeit, entschlossene militärische Operationen durchzuführen.
Der Kampf mit verbundenen Waffen ist weit ausserhalb der logistischen und taktischen Fähigkeiten dieser Milizen.
Vielmehr ist die Taktik vergleichbar mit den typischen afrikanischen Bürgerkriegen und aufgebaut um leichte Infanterie, ergänzt mit leichten militärischen und zivilen Fahrzeugen.
Bis 2022 versuchte Saudi-Arabien immer wieder mit neuen Ansätzen, die Schwäche ihrer lokalen Verbündeten zu kompensieren.
Dies beinhaltete auch den Einsatz von Söldner-Verbänden aus diversen afrikanischen Staaten (vor allem aus dem Senegal und dem Sudan).
Auch die Kampfkraft dieser Verbände blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies ist eine Erfahrung, die sich auch im Ukraine-Krieg zeigte und zeigt.
Der Kampfwert der heute vor allem aus Südamerika – insbesondere Kolumbien – rekrutierten ukrainischen Söldnerverbände liegt erheblich unter der Kampfkraft der regulären ukrainischen Verbände.
Umgekehrt war die Bereitschaft und der Wille der Houthis zur Eroberung von grösseren Gebieten der sunnitischen Stämme gering.
Sie agierten somit in vielerlei Hinsicht eher wie eine gut organisierte Mega-Miliz der Zaiditen und nicht als reguläre Armee mit einem gesamt-jemenitischen Anspruch.
2022 folgte ein Waffenstillstand, der immer wieder informell fortgesetzt wurde.
Zwischen 2023 bis heute gab es eine Serie an Konflikten der Houthis mit Israel und den USA sowie weiteren, mit den USA verbündeten Staaten.
Dabei zeigten die Houthis beeindruckende Innovationen und eine enorme Resilienz:
Der kreative Einsatz von kostengünstigen, zivilen Systemen zur Meerüberwachung, der innovative Einsatz von Unterwasser-Drohnen, der erstmalige, systematische Einsatz von Drohnen gegen Kriegsschiffe.
Die Luft-Offensiven der USA und ihren Verbündeten im Rahmen der Operation Prosperity Guardian (ab 2023) und weitere Aktionen erwiesen sich als wenig erfolgreich; sie wurden nach einer gewissen Zeit ohne zählbares Ergebnis abgebrochen.
Aktuell scheint der Konflikt erneut aufzuflackern. Die Houthis zeigen dabei einen erheblichen Willen zur Ausweitung des von ihnen kontrollierten Gebiets.
Gelänge es ihnen, die gesamte Nordküste des Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die saudische Ost-West-Pipeline zu bedrohen, wäre dies eine Entwicklung von enormer geopolitischer Tragweite.
Saudi-Arabien wäre danach kaum mehr in der Lage, die US-Israel-Allianz gegen den Iran wirksam zu unterstützen.
Auch für die Regierung Bahrains, die weitgehend von militärischer und wirtschaftlicher Unterstützung durch Saudi-Arabien abhängig ist, stellen sich in einem solchen Szenario existenzielle Fragen.
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Die Arabischen Länder, allen voran Saudi Arabien sollen vor allem mal ein paar Arabische Flüchtlinge aufnehmen. Zum Beispiel die Marokkanischen Männerhorden in Ceuta.
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Ich versteh die Aufregung nicht. Jeder, der über irgendwelche Alpenpässe, durch Tunnels oder auf Autobahnen bei uns oder sonst in Europa fährt, bezahlt eine Gebühr. Wieso sollen das andere Länder nicht auch so machen?
Bezahlt für die Passagen durch Hormus, Bab el Mandab usw. und keiner wird Probleme haben, wenn die USAffen mal verschwunden sind. Die haben dort doch wirklich rein gar nichts zu suchen! Aber rein gar nichts
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Djibouti ist ein eigenständiges Land und nicht Teil von Eritrea. Es sind dort übrigens amerikanische, chinesische, französische, italienische und japanische Militärbasen installiert. Die VAE wollten auch wieder eine neue Basis installieren (wurden vor ca. 10 Jahren hinausgeworfen). Das Land dazu hatten sie einem UAE-Landsmann abgeknöpft, erhielten aber keine Bewilligung der Djibouti-Regierung.
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Sowohl Putin als auch die Firma Standard Oil verdienen seit dem 28.02.2026 wieder ordentlich.
Die US Treasuries finden wieder Abnehmer.
Wozu auf Frieden pochen wenn man mit dem Krieg so viel mehr verdienen kann ?
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Wie die kleinen 3 Koenige aus dem 9Mio (NY) Sorgenland, haben wir kuerzlich Gold, Schmuck-Hauruck & VS Ehre@ FriedensPrice-Pokal rueber gebracht. Mit Riesen Infantino Deal (im kleinen Wheel). Und nun sind Dank der grossen Tax-Dankbarkeit geg. der Welt und der 39%CH: beide Sea-Loecher zu. Für Alle & lange.Verstopfung@beide Loecher. PS: das Gänseleber Import Gesetz/sMärz26/Debatte/SRF@SotomoAnalysen: Eventuell jetzt nochmals reviewen im Nationalrat (es gab jetzt Aenderungen in der Zwischenzeit seit Februar26. FYi/Tip: Schnell behandeln! Gibt jetzt ganz andere Themen✌️
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Der Konflikt zwischen Zaiditen (Huthis) und Sunniten (Saudis) reicht bis zu Mohammeds Tod zurück, da werden weder Donald noch Bibi etwas dran ändern.
«Die Zaiditen (arabisch زيدية, DMG Zaidīya) bilden innerhalb des Islams einen Zweig der Schiiten. Sie sind nach Zaid ibn ʿAlī benannt, einem Enkel des Prophetenenkels Husain, der sich 740 in Kufa gegen die Herrschaft der Umayyaden erhob und dabei den Tod fand. Die Zaiditen verfügen über eine eigene Rechtsschule und sind seit dem 9. Jahrhundert vor allem im Jemen verwurzelt, wo ihre Imame bis 1962 über ein selbständiges Fürstentum herrschten.»
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DIE ZEIT, dpa, Reuters, sko 4. August 2026, 10:25: „Ölkonzerne Saudi Aramco und BP verdienen stark an teuren Ölpreisen Die Knappheit von Öl- und Gaslieferungen infolge des Irankriegs verhilft großen Öllieferanten zu Gewinnsprüngen. Saudi Aramco und BP profitieren stark von der Krise.“
Zur Aussage im Artikel: „Der Iran-Krieg gleicht einem „Stop and go“-Modell. Alle paar Tage finden einzelne Angriffe statt.“ Das Result: Die Erdöl- und Gaspreise schnellen in die Höhe die Konzerne machen gigantische Gewinne.
Gunther Kropp, Basel
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Es läuft wirklich mies für die Saudis, Israelis und die USA. Man lies hierzulande dazu praktisch nichts.
Der Zerfall ist offensichtlich.