Gestern Freitag, 6. November 2026
Trump erwägt laut Haaretz unter Berufung auf Fox News eine Wiederaufnahme des Kriegs schon ab dem 9. November. Er entscheide bald, ob die USA weitergehen, sagt er laut Gulf News. Er würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, müsse es aber vielleicht tun. Ein dritter US-Flugzeugträger fährt laut The National Richtung Nahost. Ali Bagheri vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat sagt laut Tasnim, Iran begnüge sich nicht mehr mit Papierzusagen der USA.
Die britische Behörde UKMTO meldet laut ISNA eine Explosion auf einem Tanker bei Khasab (OM). Die Revolutionsgarden melden zwei weitere Tanker in Hormus, die auf Minen laufen und brennen. Die Revolutionsgarden melden zudem den Abschuss der 16. US-Drohne MQ-1 über Qeschm (IR). Armeesprecher Akraminia sagt, Hormus öffne sich nur, wenn die USA Irans sieben Bedingungen erfüllen. Mit Iran verbundene Schiffe kreisten laut Iran International unter Berufung auf die FT über Internetkabeln im Golf von Oman.
Iran schickt den USA laut Reuters über Katar einen Vorschlag zum Atomprogramm.
Die saudisch geführte Koalition fängt laut France 24 eine Huthi-Rakete in Richtung Medina ab. Am Freitag meldet sie laut The Hindu eine abgeschossene Huthi-Drohne über der Region Medina. Die Huthi bestreiten demnach einen Angriff. Saudi-Arabien bestreitet einen WSJ-Bericht über Huthi-Forderungen von 51 Milliarden Dollar. In Taiz (YE) melden die Huthi mindestens 20 Tote auf einem Markt.
Ausserdem: USA stoppen laut RTÉ Ende Jahr die jährliche Israel-Hilfe von 4 Milliarden Dollar. Satellitenbilder zeigen laut BBC Verify Bauarbeiten bei iranischen Raketenbasen.
Zu Hormus: Die Revolutionsgarden sagen laut Al-Manar, die Tanker hätten mit Unterstützung des US-Militärs eine nicht genehmigte Route nehmen wollen. Zu Taiz: Die Huthi machen laut The Hindu die Koalition verantwortlich. Die lokalen Behörden machen die Huthi verantwortlich und bestreiten Luftangriffe.
Meldungen
USA bieten bis zu 20 Millionen Dollar Belohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm
Das US-Aussenministerium bietet bis zu 20 Millionen Dollar und eine mögliche Umsiedlung für Hinweise zum iranischen Atomprogramm. Das berichtet die Jerusalem Post. Gesucht sind laut dem Programm Rewards for Justice Angaben zu Anlagen, Ausrüstung und Personal, auch aus der Wissenschaft. CENTCOM verbreitete das Angebot laut Anadolu. Iran sagt laut The Hindu, seine Streitkräfte seien stärker als zu Kriegsbeginn.
USA sanktionieren acht kanadische Geldwechsler wegen Krypto-Geschäften mit Iran
Das US-Finanzministerium hat acht Geldwechselfirmen aus Kanada sanktioniert. Sie sollen laut Anadolu der iranischen Regierung helfen, Vermögen über Kryptowährungen ins Land und hinaus zu bringen. Viele hätten mit Adressen gehandelt, die mit den Revolutionsgarden verbunden sind. Kanada dürfe kein sicherer Hafen für solche Dienste sein, sagte Finanzminister Scott Bessent laut Anadolu.
Revolutionsgarden melden Abschuss der 16. US-Drohne MQ-1 über Qeschm (IR)
Die Revolutionsgarden melden den Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über der Insel Qeschm (IR). Es sei die sechzehnte dieses Typs, teilen sie laut IRNA mit. Ein neues Abwehrsystem der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte habe die Aufklärungs- und Kampfdrohne zerstört. Eine Stellungnahme der USA oder eine unabhängige Bestätigung liegt in den Quellen nicht vor.
«Vor wenigen Minuten wurde die sechzehnte US-Drohne MQ1 vom neuen fortgeschrittenen Abwehrsystem der Revolutionsgarden unter der Kontrolle des integrierten Luftabwehrnetzes des Landes im Luftraum der Insel Qeschm abgefangen und zerstört.»
«دقایقی پیش شانزدهمین پهپاد MQ1 آمریکا توسط سامانه نوین پدافند پیشرفته سپاه و تحت کنترل شبکه یکپارچه پدافند هوایی کشور در آسمان جزیره قشم رهگیری و منهدم شد.»
UKMTO meldet laut iranischen Agenturen Explosion auf Tanker bei Khasab (OM)
Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldet eine Explosion auf einem Tanker in der Strasse von Hormus. Er lag 16 Seemeilen östlich von Khasab (OM). Das berichten ISNA, Nour News und Sepah-News. UKMTO veröffentlichte auf X die Warnung 197-26. Weitere Angaben zum Schiff und zur Ursache enthalten die Quellen nicht. Die Revolutionsgarden hatten am Morgen zwei Tanker gemeldet, die in Hormus auf Minen gelaufen seien.
Mit Iran verbundene Schiffe kreisten laut FT über Internetkabeln im Golf von Oman
Mindestens vier mit Iran verbundene Schiffe haben im Oktober über Unterseekabeln im Golf von Oman gekreist oder ihren Standort verborgen. Das berichtet Iran International unter Berufung auf die Financial Times. Grundlage sind Daten der Analysefirma Windward. Drei der Schiffe sind laut dem Bericht von den USA sanktionierte Tanker. Das Verhalten passe zur Kartierung der Kabel oder zum Legen von Sprengladungen, sagt Windward. Teheran hatte die digitale Infrastruktur der Region laut dem Bericht zuvor bedroht.
Bagheri: Russisches Gas und Nord-Süd-Korridor sollen US-Druck auf Iran entgegenwirken
Ali Bagheri nennt die Lieferung russischen Gases nach Iran und den Nord-Süd-Korridor strategische Projekte. Er ist stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans. Das meldet ISNA. Die Projekte machten laut Bagheri den Plan einiger Mächte, darunter der USA, zunichte, die Islamische Republik unter Druck zu setzen. Laut Fars würden sie andere Länder ernsthaft auf Iran angewiesen machen. Eine Reaktion der USA liegt in den Quellen nicht vor.
Bagheri: Iran begnügt sich nicht mehr mit Papierzusagen der USA
Ali Bagheri ist stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans. Er sagt laut Tasnim, Iran begnüge sich nicht mehr mit Papierzusagen der USA. Die USA hätten in anderthalb Jahren alle vier Verhandlungsrunden durch Vertragsbruch gestört. Iran müsse praktische Schritte der USA mit eigenen Augen sehen. Dann sei der Weg für ein neues Kapitel der Diplomatie offen. Eine Reaktion der USA liegt in den Quellen nicht vor.
«Wir geben uns nicht mehr mit Papierzusagen der USA zufrieden»
«دیگر به تعهدات کاغذی آمریکا اکتفا نمیکنیم»
NYT: Saudisch geführte Kräfte bombardieren jemenitisches Haus, neun Familienmitglieder sterben
Saudisch geführte Kräfte haben laut der New York Times ein jemenitisches Haus bombardiert. Neun Familienmitglieder sind dabei gestorben, sagen Angehörige laut der Zeitung. Weitere Angaben liegen in der verfügbaren Quelle nicht vor. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens liegt in den Quellen nicht vor.
Dritter US-Flugzeugträger fährt laut The National Richtung Nahost
Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt hat laut Satellitenbildern das Südchinesische Meer verlassen. Das berichtet The National. Er soll das Arabische Meer Ende nächster Woche erreichen. Trump hätte damit drei Trägerverbände für einen erneuten Angriff auf Iran. Analystin Megan Sutcliffe von Sibylline nennt das einen wichtigen Hinweis auf neue Luftangriffe. Der frühere US-Marine Jonathan Hackett warnt vor einer Fehleinschätzung Irans, falls der Träger nur einen anderen ablöst.
«ein wichtiger Hinweis darauf, dass wir auf israelische und US-Luftangriffe auf Iran zusteuern»
«a major indicator that we are heading back towards Israeli and US air strikes targeting Iran»
Iranischer Armeesprecher: Hormus öffnet sich nur, wenn die USA Irans sieben Bedingungen erfüllen
Der iranische Armeesprecher Brigadegeneral Akraminia sagt laut Mehr, kein US-Abenteuer könne die Strasse von Hormus öffnen. Der einzige Weg sei, Irans sieben Bedingungen zu erfüllen. Diese seien den USA von den politischen Verantwortlichen mitgeteilt worden. Trump sagte nach einem Treffen mit Sicherheitsberatern, er würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören. Vielleicht müsse er es aber. Er entscheide bald, ob die USA weitergehen.
«Kein Versuch und kein Abenteuer der USA kann die Meerenge öffnen, und der einzige Weg ist, sich den Bedingungen Irans zu fügen»
«قطعا هیچ تلاش یا ماجراجویی آمریکا نمیتواند تنگه را باز کند و تنها راه تندادن به شروط ایران است»
«Ich würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, wenn möglich»
«I would rather not destroy the rest of the country if possible»
Jemen: Saudische Jets greifen laut Al-Masirah Wasserprojekt in Taiz an
Saudische Kampfjets haben laut dem Huthi-Sender Al-Masirah ein Wasserprojekt in der Provinz Taiz im Jemen angegriffen. Das melden die iranischen Medien IRIB und Nour News. Betroffen ist der Bezirk al-Shamayatayn. IRNA berichtet nach Al-Masirah zudem von einem Angriff auf einen belebten Markt in Taiz. Eine Bestätigung durch Saudi-Arabien liegt in den Quellen nicht vor.
Katars Emir und Trump sprechen am Telefon über Deeskalation und eine umfassende Einigung
Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani und Trump haben am Freitag telefoniert. Das teilt der Emiri Diwan laut Anadolu mit. Sie sprachen über Katars Vermittlung für ein umfassendes Abkommen, das die Krise löst. Der Emir betonte laut Diwan die Freiheit der Schifffahrt und die Sicherheit der Energieversorgung. Auch die iranischen Agenturen Tasnim, ISNA und IRNA melden das Gespräch.
Medina (SA): Koalition meldet abgeschossene Huthi-Drohne, Huthi bestreiten einen Angriff
Die saudisch geführte Koalition hat am Freitag laut eigenen Angaben eine Huthi-Drohne über der Region Medina (SA) abgefangen und zerstört. Das berichtet The Hindu. Die Huthi bestreiten demnach jeden Angriff auf das Königreich. Sie weisen laut The Hindu auch frühere Vorwürfe zurück, Mekka und Medina ins Visier genommen zu haben.
Taiz (YE): Huthi melden mindestens 30 Tote auf Markt, Regierung bestreitet Luftangriff
Bei einem Angriff auf einen Markt in al-Wazija in Taiz (YE) starben laut einem Huthi-Vertreter mindestens 30 Menschen. Das berichtet Haaretz nach AP. Zuerst hatten die Huthi laut The Hindu 20 Tote gemeldet. Die Huthi machen Saudi-Arabien verantwortlich. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung (YE) bestreitet laut Haaretz Luftangriffe und macht die Huthi verantwortlich. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari spricht laut Tasnim von drei Angriffen eines saudischen F-15-Jets. AP konnte keine der beiden Darstellungen unabhängig prüfen.
Satellitenbilder zeigen laut BBC Verify Bauarbeiten bei iranischen Raketenbasen
Iran baut laut BBC Verify nahe zwei grossen Raketenstandorten und repariert beschädigte Stützpunkte. Das zeigen Satellitenbilder vom November, die Analysten der britischen Firma MAIAR für BBC Verify ausgewertet haben. Betroffen sind laut BBC die Basis Garmdareh bei Karadsch und die Basis Schahrud. An mindestens zwölf weiteren Standorten gibt es Zeichen von Reparaturen. Iran verlagert laut einem MAIAR-Analysten Infrastruktur oft unter die Erde. Eine Stellungnahme Irans liegt in den Quellen nicht vor.
Revolutionsgarden melden zwei weitere Tanker in Hormus, die auf Minen laufen und brennen
Die Revolutionsgarden melden zwei weitere Tanker in der Strasse von Hormus, die auf Minen gelaufen sind und brennen. Einer liegt laut ihrer Marine östlich der Meerenge, der andere in der Meerenge. Beide wollten laut Erklärung eine nicht genehmigte Route mit ausgeschalteten Navigationssystemen nehmen. Das versuchten sie laut Al-Manar mit Unterstützung des US-Militärs. Die Meerenge bleibe geschlossen, bis sieben Bedingungen erfüllt seien. Eine Stellungnahme der USA oder eine unabhängige Bestätigung liegt in den Quellen nicht vor.
«Versuche der aggressiven CENTCOM-Kräfte, Öltanker zur Durchfahrt durch das nicht genehmigte, verminte Gebiet zu zwingen, werden nur zu aufeinanderfolgenden, demütigenden Niederlagen führen»
«Attempts by the aggressive CENTCOM forces to compel oil tankers to transit through the unauthorized and mine-contaminated area will only result in successive and humiliating defeats»
Golf-Airlines meiden Riad und Dammam: Etihad bis 19. November, Emirates ab 8. November wieder
Flüge nach Riad (SA) sind laut The National weiter gestört. Der Flughafen King Khalid ist seit dem 25. Oktober nach Huthi-Angriffen teilweise wieder offen. Etihad streicht alle Flüge von Abu Dhabi nach Riad und Dammam bis zum 19. November. Emirates will Riad und Dammam ab dem 8. November wieder anfliegen. Flydubai streicht Flüge nach Riad, Dammam und Abha bis zum 9. November. Qatar Airways und Air Arabia haben Flüge nach Riad, Dammam, Abha und Taif ohne Datum für die Wiederaufnahme ausgesetzt. Nach Dschidda kehren die Flüge laut The National schrittweise zurück.
Irak: Regierungschef al-Zaidi telefoniert mit Trump, Aussenminister hält neuen Krieg für wahrscheinlich
Iraks Regierungschef Ali al-Zaidi hat am Donnerstag mit Präsident Trump telefoniert. Das teilt sein Büro laut Al Jazeera mit. Irak lasse sein Gebiet nicht für Angriffe auf Nachbarländer nutzen, sagte er demnach. Eine Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran ist laut Aussenminister Fuad Hussein wahrscheinlich. Das sei kein Geheimnis mehr, sagt er laut ISNA. Würde Irak erneut in den Krieg hineingezogen, geriete das Land in eine sehr schwierige und kritische Lage. Laut Al Jazeera ruft Hussein bewaffnete Gruppen auf, sich keinem iranischen Vergeltungsschlag anzuschliessen.
Irak: Regierung bestreitet laut Nour News die von Mehr gemeldeten Einschränkungen des Luftraums
Irak schränkt seinen Luftraum vom 7. bis 11. November vorübergehend ein. Das meldet Mehr. Grund seien militärische Einsätze, teilt Irak demnach mit. Die Einschränkungen gelten täglich von 5 bis 11 Uhr GMT, also von 6 bis 12 Uhr Schweizer Zeit. Flugzeuge müssen festgelegte Routen nutzen und den Anweisungen der Flugsicherung folgen. Welche Einsätze gemeint sind, nennt die Meldung nicht. Ein irakischer Regierungssprecher bestreitet laut Nour News die Einschränkungen, alle Flugrouten seien offen. Das melden auch IRNA und Tasnim.
Nadschran (SA): Koalition fängt laut Anadolu zwei Huthi-Raketen ab, ISNA meldet zwei Explosionen
In Nadschran im Süden Saudi-Arabiens hat es laut ISNA zwei Explosionen gegeben. Die Agentur beruft sich auf veröffentlichte Berichte. Der saudische Zivilschutz warnte laut Anadolu die Bewohner vor einer möglichen Gefahr und meldete danach, die Gefahr sei vorüber. Koalitionssprecher Turki al-Maliki sagt laut Anadolu auf X, die Luftabwehr habe zwei Raketen der Huthi Richtung Nadschran abgefangen und zerstört. Trümmer seien gefallen, die Schäden würden geprüft.
Trump berät mit Sicherheitsberatern, will laut Gulf News bald über weitere Schritte entscheiden
Präsident Trump hat mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern über die Entwicklungen in Iran und die nächsten Optionen beraten. Das meldet Nour News unter Berufung auf Axios. Das Zentralkommando CENTCOM sei zugleich bereit für eine mögliche Wiederaufnahme des Kriegs. Nach dem Treffen sagt Trump laut Gulf News im Oval Office, er entscheide bald, ob die USA weitergehen. Er würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, müsse es aber vielleicht tun. Iran brauche 25 bis 30 Jahre für den Wiederaufbau, sagt er demnach. Trump räumt laut Gulf News ein, dass im Krieg 18 Angehörige des US-Militärs gestorben sind. Laut Haaretz unter Berufung auf Fox News erwägt Trump eine Wiederaufnahme des Kriegs schon ab dem 9. November.
Jemen: Gesundheitsministerium meldet laut Tasnim neun Tote durch saudische Angriffe in 24 Stunden
Bei saudischen Angriffen sind im Jemen in den letzten 24 Stunden neun Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Das meldet Tasnim unter Berufung auf den Sprecher des Gesundheitsministeriums des Jemen. 14 weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein Kind. Eine saudische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen in den Quellen.
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