Es gibt Nachrichten, die machen still. Nicht sprachlos im Sinne von „mir fehlen die Worte“, sondern still im Innern.
Zwei Menschen, die denselben Kampf geführt haben wie viele von uns, wie ich, sind nicht mehr da.
Ich schreibe das ohne Namen, ohne Details, ohne Sensationslust. Aus Respekt. Und aus Anstand.
Meine Gedanken sind bei ihren Angehörigen. Bei den Familien, den Freunden, den Menschen, die zurückbleiben und mit einer Leere leben müssen, für die es keine Worte gibt.
Kein Artikel, kein Verfahren, kein Geld kann diesen Verlust begreifen oder lindern. Dass Menschen in einem solchen Kampf ihr Leben verlieren, macht mich tief traurig.
Das Loch in der Altersvorsorge kann riesig sein. Doch was viele unterschätzen: Der Schaden betrifft nicht nur das Geld.
Er betrifft auch das Vertrauen, das man der Bank und seinem langjährigen Berater entgegengebracht hat – ein Vertrauen, das missbraucht wurde.
Wenn der Dollar nur etwas stärker schwankte als erwartet, hiess es: „Wir haben für alles eine Lösung“.
Hedging, Unwindings, Restrukturierungen, Exposure-Anpassungen – gleichzeitig mehrere, parallel oder gegenläufige Produkte, zum Teil gehebelt – ergänzt durch Netting, Swaps und Termingeschäfte in schwindelerregenden Höhen.
Im Rückblick nützte all das dem Kunden nichts. Es verschob Risiken, bündelte sie neu und türmte sie weiter auf. Am Ende stand dennoch die Katastrophe.
Dass es sich bei den empfohlenen Derivaten um „Höllenprodukte“ handelte, war mir nicht bekannt.
Erst nach monatelanger Aufarbeitung tausender Dokumente und mit Hilfe von Gutachtern wurde mir das volle Ausmass des Risikos bewusst, dem ich zeitweise ausgesetzt war. Diese Erkenntnis im Rückblick ist kaum auszuhalten.
Den verantwortlichen Stellen ist bekannt, dass diese Situation für einzelne Kunden eine existenzielle und psychische Ausnahmelage bedeutet. Umso schwerer wiegt das Ausbleiben eines Dialogs auf Augenhöhe.
Stattdessen immer wieder derselbe Unterton: Sie wollten es so. Sie haben es verstanden. Sie haben unterschrieben. Sie tragen die Verantwortung.
Das ist Gaslighting. Nicht als Schlagwort, sondern als präzise Beschreibung eines Vorgangs, bei dem Betroffene beginnen, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
Aus Menschen, die Beratung suchten und dafür bezahlten, werden angeblich gierige und uneinsichtige Kunden. Aus strukturellen Problemen individuelle Defizite.
Unter diesem psychischen Druck folgten sogenannte „Kulanzangebote“: kleine Beträge, verbunden mit Verschwiegenheitsklauseln.
Viele haben das zermürbt angenommen. Wer kämpft schon als einzelner Kunde gegen die letzte Grossbank der Schweiz?
So wurde es still um diesen Skandal. Einige aber kämpfen weiter. Es sind noch nicht alle „Fälle erledigt“.
Diese Vorgänge sind inzwischen Gegenstand strafrechtlicher Abklärungen. Es geht nicht um bedauerliche Einzelfehler, sondern um den Verdacht systematischer Verharmlosung von Risiken, fragwürdiger Dokumentation und konsequenter Verantwortungsabwälzung auf die Betroffenen.
Ich weiss, wie asymmetrisch dieser Kampf ist. David gegen Goliath ist kein Bild, sondern eine Beschreibung der Kräfteverhältnisse.
Viele geben irgendwann auf. Nicht aus Schuld oder Schwäche, sondern weil das System auf Zermürbung setzt.
Warum ich trotzdem weiterschreibe? Weil Wegschauen für mich keine Option ist. Schweigen hilft nur dem Stärkeren. Und weil es nicht um Einzelfälle geht, sondern um ein Muster.
Ich vertraue darauf, dass unser Rechtsstaat funktioniert und dass auch die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung gerecht werden.
Es geht um viel Geld. Es geht um noch mehr Verantwortung, die endlich wahrgenommen werden muss.
Dieser Text ist ein stilles Gedenken. Er ist den Menschen gewidmet, die diesen Kampf nicht überlebt haben und jenen, die sie verloren haben.
Wenn Sie selbst unter grossem Druck stehen: In der Schweiz erreichen Sie die Dargebotene Hand anonym und rund um die Uhr unter 143.
Nachtrag: Kritik ist legitim. Verächtlichmachung nicht. Gerade dann nicht, wenn es um existenzielle Erfahrungen geht.
Irgend etwas erfinden und LH gibt jeden Schrott frei.
IP und Trump sind beides Nonsens Produkte.
Respekt zeigt man persönlich. Mit Namen. Mit offenem, nicht mit geschlossenem Visier.
Der Artikel suggeriert, Eigenverantwortung „ist Gaslighting“. Das erklärt, warum der Verfasser oder die Verfasserin anonym bleiben möchte. Das erklärt den ganzen Text – und warum die Einforderung von Eigenverantwortung vielleicht gar noch als Hassrede gebrandmarkt wird.
Der Autor schreibt:
„Ich vertraue darauf, dass unser Rechtsstaat funktioniert und dass auch die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung gerecht werden.“
Banken und Finanzinstitute haben in den USA und Europa Milliarden an Strafzahlungen geleistet – aber eben ohne Schuldeingeständnis und ohne persönliche Haftung der Verantwortlichen. Heute wie gestern muss man sich fragen: Kann ein Rechtsstaat mächtige Akteure wirklich zur Verantwortung ziehen? Man kann die Finanzmärkte nicht zerschlagen, sondern ausschliesslich austrocknen lassen….
Wissen Sie, wo sich sich das Wort „Eigenverantwortung“ schieben können? Ehrli, jetzt isch öppe gnueg…
chunnt, dass DU i dim Land eifach nur no bläche muesch und hoffe sehr, dass nüt bsitze tuesch, suscht bisch am Arsch – Anstand – Droge Dealer – Status S – Sozialhilfempfänger – Crands Montana ….
weshalb wird dann mein Kommentar wieder geblocked?
Vertrauen fängt bei Transparenz an!
weshalb wird dann mein Kommentar wieder geblocked?
Vertrauen fängt bei Transparenz an!
Wer sein Leben lang Schwarzer Peter spielt übernimmt nicht die Verantwortung über sich selbst, die er von anderen aber stets fordert!
Mich bewegt es wie Menschen solche undurchsichtigen Finanzprodukte kaufen können und im Nachhineine auf Opfer machen. Wegen diese Läppischen 5% das sogar zu Margin Calls führt unglaublich Naiv und Unwissend. Einen gestreuten von mir aus auch nicht gestreuten ETF oder halt Einzelaktien mehr muss man nicht können bze wissen beim Investieren. Diese Sackoträger ziehen euch nur über den Tisch mit diesen Horenden Gebühren und Derivaten.
Gegen Dummheit ist noch nie ein Kraut gewachsen!
Klingt blöd – is aber so.
Jeder ist seines eigen Glückes Schmied …
Denke klar und du bist frei!
Dann sei doch mal Schmied Deines eigenen Glücks.
Dann braucht es zugegebenermassen auch keine Berater mehr oder überhaupt Spezialisten; und auch keine Elektriker, Metallbauer, Pflegepersonen, Landwirte, Staatsangestellte oder Programmierer etc. Dann darfst Du alles selber schmieden, in Eigenverantwortung und in selbst skalierter Sorgfaltspflicht.
Du bist ein unbedafter Plauderi, der nicht checkt, dass morgen alles vorbei sein kann. Denn in einziger Abweichung zu dem empathisch gehaltenen Artikel wissen viele im Land, dass Euer Pseudo-Rechtsstaat überhaupt nie etwas richten wird.
Die ganze Perfidie dieser Angelegenheit ist bis heute den wenigsten bewusst. Die UBS-Investmentbank wollte in schwierigem Marktumfeld Devisenprodukte verkaufen und bat deshalb das UBS Private Banking, die Vermögen ihrer Kunden als Sicherheit zu hinterlegen. Das Londoner Team der UBS Investmentbank erhielt für diese „innovativen Produkte“ sogar noch eine Auszeichnung. Die Private Banking Kunden der UBS erhielten alle zwei Wochen eine Prämie, bis es dann krachte.
Falls diese Suizide tatsächlich auf die Verluste der unsäglichen Derivate zurück zu führen sind, tut es mir leid!
In diesem Forum gibt es viele Meinungen zu Sachlage. Ist okay!
Die UBS hätte diese hoch gefährlichen Derivatkonstruktionen niemals irgendwelchen ahnungslosen Kunden andrehen dürfen.
Hätte jeder Berater am Telefon gesagt; Sie können Ihren ganzen Einsatz verlieren falls der Dollar fällt!!!! Ich wette einen Strohhut gegen eine Million,das kein Berater so was erwähnt hat! Natürlich nicht. Er wollte ja diese Produkte verkaufen und Provision kassieren.
Somit nahm das Unheil seinen Lauf!
Die Bonusgier hat die CS gefressen. Solange die Geschäftsleitung der UBS nicht von sich aus Ihre eigenen Boni begründend (!) reduziert, wird das Bonusgift weiter wirken.
Jeder selber schuld, der einem KV-Angestellten bei den Finanzhäusern auch nur ein Jota Vertrauen entgegenbringt.
Die Geschichte ist tragisch, aber bei weitem kein Einzelfall. Ob Anlagen oder Kredite: plötzlich kommt ein Anruf der KV-Angestellten der Bank: „sofort da und dort investieren“ oder „Kredit muss in 30 Tagen gezahlt werden“. Ist wie mit den Zeugen Jehovas an der Türe, sie wollen ja nur
Deinihr Bestes. *würg*Ich habe kein Mitleid mit Leuten, die einen sich selber nennenden „Berater“ einer Bank vertrauen. Wieso fragt ihr erst nicht eure Freunde? Statt den KV-Heini der Bank?
Das beste war noch im Tagi zu lesen.
5 „Finanzprofis“ haben 20k für 1 Jahr investiert.
Der „Beste“ hatte 8% in einem Jahr und der 5.-Beste hatte minus 12% Rendite 🙂
Muahahaaa.
Wer immer noch den Bankangestellten glaubt… ist selber schuld.
Es gibt mehr als genug Beweise, dass die beruflich wohl so zwischen Coiffeur von Walker-Späh oder dem Ferienberater von Rickli stehen.
Das passende und geflügelte Wort:
„Diese Typen und Banker gehen über Leichen.“.
In 90-95 % der Operationen, bzw. der verursachten Pleiten bleibt der Suizid aus.
Eine ungeheure Verantwortungs-Losigkeit, arrangiert durch Führung und Anwälte.
Auf die Tränendrüse zu drücken, täuscht nicht darüber hinweg,dass Spekulanten,die nicht gewusst haben wollen, dass Derivate Hochrisikofinanzprodukte sind,entweder jetzt lügen, oder halt wirklich nur mit ihrem Reptilienhirn arbeiten.Dieses Gejammer ist unerträglich und eines IP nicht würdig
NUR GELD EINSETZEN, DESSEN VERLUST MAN EMOTIONAL VERKRAFTEN KANN.
Mit Obligationen schläft man besser, mit Aktien isst man besser.
Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.
Die Bank ist immer der Gewinner.
Solche allgemein bekannte Erkenntnisse oder Grundsätze sollten jedermann bekannt sein.
Mehr gibt es nicht zu sagen.
Sie haben nicht verstanden um was es bei den von UBS verkauften Produkten ging, sonst würden Sie nicht einen solchen Schrott schreiben.
@AndyV
BRAVO!!!
Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Wenn ich etwas nicht verstehe, dann lasse ich die Finger davon. Erst recht, wenn es um Geld geht.
Hätte ich vor ca. 20 Jahren mein ganzes Vermögen an der Börse investiert, dann hätte mein Vermögen mit Sicherheit sich verdoppelt.
Statt mit Kaviar und Champagner, geniesse ich das Leben heute mit Hühnereier und Coca-Cola bei voller Gesundheit und ohne schlaflose Nächte.
Es gab eine Chance die Bank UBS fallen zu lassen, als sie 2008 zahlungsunfähig geworden ist. Der damalige Finanzminister wurde in seinem Krankenbett verfolgt um den Default zu verhindern.
Es gab erneut eine Chance die Bank Credit Suisse und als Folge die Bank UBS implodieren zu lassen, stattdessen hat der Bundesrat sich für eine Zwangsenteignung der Aktionäre der Ersten und eine Futterung der zweiten Bank mit dem Raubgut entschieden.
Die Suizide gehen aufs Konto der Eidgenössischen Konföderation und als Folge, des Souveräns. Jemand hat die Obrigkeit gewählt, jemand toleriert ihre Unfähigkeit.
2 Gierige weniger.
Null Mitleid.
Die Beiden passen nicht in die reale Welt.
Auch mein Beileid der Familien, tragisch ist so etwas und besonders meine Verwunderung über das Vorgehen der Banken.
Ich muss sagen das mir vor langer Zeit mir genau so eine Wundertüte vorgeschlagen wurde.
Ich erinnere mich genau daran als ich 2 mal rückfragen musste, warum man in so ein Produkt investieren sollte, was die Risiken sind und was die genauen Kosten sind. Obwohl es möglich gewesen sein sollte das Produckt in max. 3 Sätzen zu erklären, hatte ich keine klare Antwort erhalten.
Danach hatte ich die sehr bekannte Bankfiliale verlassen ohne weitere Vorschläge zu erhalten.
„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Ich respektiere Suizid, aber auch die Vertragsfreiheit. Alles andere sind keine Alternativen.
Peter Keller zitiert die Bibel falsch. Es heisst korrekt
„[W]er die Gefahr liebt, kommt darin um.“
Jesus Sirach 3, 26 (Luther-Bibel)
Zwischen „sich in Gefahr begeben“ und „die Gefahr lieben“ besteht ein erheblicher Unterschied.
Und gerade um diesen Unterschied geht es ja im vorliegenden Kontext. Jeder Anleger begibt sich in Gefahr. Nur jene, die volles Risiko gehen, lieben sie auch.
Beides zu unterscheiden, wäre eigentlich die Aufgabe guter Kundenberatung.
Ich bin nur hier, um @ Beobachter zweiter Ordnung zu sagen, dass seine Antwort 10/10 Punkte verdient. Schach und Matt.
„Eigenverantwortung“, „Gaslighting“, „Zerstörungswut“ – IP wird zur Psycho-Bühne. Wo bleibt da Dr. Weihenruh mit seiner psychologischen Expertise zur narzisstischen Zerstörungswut, die sich auch gegen sich selbst richtet?
Immerhin hat ein Kommentator schon erkannt: „Gegen vermeintliches Gaslightning hilft nur Eigenverantwortung!“
Wetten, dass Eigenverantwortung zum Unwort des Jahres wird, wenn es so weitergeht?
„Eigenverantwortung“ war schon auf dem Höhepunkt der Pandemie gleich während zwei Jahren das Unwort des Jahres.
Damals haben viele „Eigenverantwortung“ mit „Ich mache einfach was ich will und halte mich an keine Regeln!“ verwechselt. Und dabei nicht bedacht, dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo die Freiheit des Nächsten beginnt.
Eigenverantwortung immer nur dann, wenn es mich persönlich nicht direkt betrifft.
Was aber, wenn „Eigenverantwortung” nicht möglich ist, weil man von der Gegenseite, der man traut, eingeseift wurde? Weil es Teil der „Business-Strategie” der Bank ist, die Risiken des Produkts bewusst zu vertuschen? Bei Ihrem erbärmlich dummen Kommentar fällt mir unweigerlich die Tubel Trophy ein. Sie sind wahrscheinlich zu jung, um das Lied zu kennen. Viel Spass beim Hören und dann ab zur Tubel Trophy! https://youtu.be/E06gIMMXv50?si=IY-0jSK2QanDmkM2
Woher wissen wir, dass diese Suizide effektiv statt gefunden haben? Woher wissen wir, dass effektiv die Verluste die alleinige Ursache waren? Welche Kunden wurden gezwungen oder gar genötigt, diese Produkte zu kaufen? Wo waren all die Superexperten in den Monaten/Jahren in denen diese Produkte eine immense Rendite abgeworfen haben?
Kann ich neuerdings ins Casino gehen, wenn ich gewinne, nehme ich alles mit und wenn ich verliere, klage ich gegen das Casino, weil mich der Typ am Eingang nicht gewarnt hat,dass ich alles verlieren kann? Und der Typ am Tisch mich zu einem weiteren Spiel einlädt?
kein CHF (oder Porsche-Bonus, ESOP Aktie der UBS..ecc.) sind ein Menschenleben Wert!…der Beschrieben Fall ist leider Realität.. die UBS Legal.. belächelt geschädigte, und fragt ob sie „noch“ über das Kleingeld verfügen, um einen Awalt zu bezahlen. man könne Selbstverständlich Klage einreichen! Danke Mr. Panamapapers!
Das Leben und die Gesundheit sind am wertvollsten. Danach Familie, Freunde und Kollegen. Ganz am Schluss: Der Porsche, das I-Phone, das Geld und der Job.
Klaus Schwab sagte jetzt kommt die „Zeit des Ärgers“. Das kann man wirklich beobachten, finde ich. Darum muss man heutzutage vorsichtig sein.
genau deswegen habe ich mich auch zurückgezogen und beobachte beim Popcorn die Hamster wie sie sich gegenseitig anfauchen. Irgendwie – unbezahlbar!
Wie die UBS mit Kunden und Mitarbeitern, welche sie mit ü50 auf die Strasse stellt, umgeht, ist schlimm.
Offenbar hat Ursela Andress 18 mio sfr, verloren bei ihrem Vermögensverwalter .
Es kann noch schlimmer .
Vertrauen macht blind. Kontrolle ist besser.
Die Bank ist nicht Schuld. Suizid hat was mit Depressionen und Schizophrenie zu tun. Bei einem gesunden Menschen schaltet sich der Selbsterhaltungstrieb ein. Schon im Mittelalter wurden Selbstmörder außerhalb der Stadtmauern beerdigt und nicht auf dem Friedhof. Die einzige Ausnahme sind die Fälle wegen unheilbaren Krankheiten oder Schmerzen. Ein finanzieller Verlust kann nicht als Grund herhalten.
‚Ein finanzieller Verlust kann nicht als Grund herhalten.“
Woher kommt diese Einschätzung?
einfach mal so ein Kundenbetreuerli fragen, was er so beruflich macht. Das Gesicht, unbezahlbar.🤗
Beim nächsten Termin mit meinem Kundenberater rufe ich jetzt die 143 der Dargebotenen Hand an.
Endlich bekomme ich hier bei IP eine brauchbare Empfehlung wie ich in Zukunft mit meinem Kundenberater umgehen soll.
Rufen Sie mich an. Ich bin gerne für Sie da.
Tag und Nacht.
Hören Sie nicht mehr auf ihren UBS Berater.
Hören Sie auf meine Glaskugel.
Vertrauen Sie meinen Karten.
Denn ich zeige Ihnen wieviel Geld Sie in kurzer Zeit verdienen können.
Sie vertrauen darauf das unser Rechtstaat funktioniert und die Aufsichtsbehörden irgendwas mit der Verantwortung blabla. Mein Tipp an Sie: Aufwachen und aufhören zu träumen, Mittagsschläfchen geht nicht bis 16 Uhr.
Jeder Hintergrund ist ein anderer. Man kann sich mit einem Schicksal identifizieren, wenn es einen selber hätte breichen können. Aber vielleicht hat man sonst nichts anderes gemeinsam. Und schlussendlich leben Tausende von Menschen in dieser Schweiz am Existenzminimum, und auch das könnte man als Life challenge betrachten, mit so einem Schicksal selber umzugehen lernen.
Ursula Andress wurde nach eigenen Angaben um 18 Millionen beschissen von ihrem Anlageberater, der grösste Teil ihres Vermögens. Sie ist sehr wütend. Vielleicht ist das auch ein Weg, seht ihr seid nicht allein.
In einer Trumpschen Welt, wo der Rechtspopulismus dazu geführt hat das sich alle immer mehr bekriegen, ist leider nichts anderes zu erwarten. Letzte Woche habe ich an einer Schulung teilgenommen. Der Referent war ein Ex-Googler der 15 Jahre dort war. Er meinte die Entlassungen bei Google seien dazu da, dass sich die Arbeitnehmer nicht all zu sicher fühlen und wüssten das sie jederzeit ersetzt werden können. Schöne neue Welt.
@Ueli
Alle linke Staaten gehen pleite. Hunger und Verarmung durch das „Kollektiv“ bringen Gewalt.
Wenn man sich gemeinsam als Gruppe fühlt, ist man viel besser gefeit, gegen solche Schicksalschläge.
Ich würde jedem empfehlen, der mit so einem gesellschaftlichen Abstieg dermassen Mühe hat, dass er lieber tot wäre, als das erleben zu müssen, Status anxiety zu lesen von Alain de Boton.
Mein Text will Suizid nicht psychologisieren oder auf individuelle Statusängste reduzieren. Er beschreibt systemische Zermürbung und Schuldumkehr in einem Machtungleichgewicht. Das ist eine andere Ebene.
Lieber Verfasser des Artikels. Das habe ich schon verstanden. Im Falle von Ursula Andress ist es der vermeintlich betrügende Vermögensberater, welcher Suizid begannen hat. Nicht die vermeintlich Betrogene. Hier gibt es nicht nur schwarz und weiss. Status anxiety könnte daher generell das Zugrunde liegende Problem sein. Ausserdem werden mit manchen Geldanlagen etliche Menschen in den Ruin, oder gar Suizid getrieben. In so einem Falle erscheinen mir betrogene Anleger auch nicht so unschuldig. Ja sind unwissentlich daran mitbeteiligt. Stichwort Pensionskassen von US Lehrern.
Vertrauen Sie vor allem sich selbst!
Die Methoden der letzten Grossbank, welche inkl. ihrer Vorgänger-Organisationen gleich ZWEI MAL vom Steuerzahler gerettet werden musste und welche immer wieder unterschwellig der Politik und der CH-Bevölkerung droht, werden immer zweifelhafter und haben sich schon sehr weit von jeglicher Ethik und Moral entfernt.
Geführt von den schlimmsten Boni-Junkies (vielleicht abgesehen von der Pharma-Branche) tut diese Bank tagtäglich alles, damit die Sucht nach persönlicher Bereicherung von ein paar wenigen gestillt werden kann.
Vielleicht waren die zwei Suizide erst der Anfang. Wann endet das?
Was macht man, wenn ein KV-Typ der Bank aus dem Fenster vom 15. Stock springt?
Nachspringen, denn da gibt es Geld zu verdienen…
Sagt glaube ich alles aus, über diese Mit-fremdem-Geld-gassi-gehen-Typen aus.
Weil wir die falschen Leute ins Parlament wählen…unter anderem SVP-Banker Matter, der von der Finma zwei Jahre gesperrt wurde…hey, ist doch alles kein Problem.
Nach 30 Jahren banking kann ich berichten:
Die Bank gewinnt immer.
Allen Anderen kann ich nur raten: „Lasst die Finger von diesem Teufelszeug“, ( ALLEN Derivaten !!)
Es sind allesamt Wetten, reine Zockerei und mathematisch so konstruiert dass nur die Bank gewinnt
Naja, nicht immer, siehe Credit Suisse. Aber die MDR gewinnen immer. Das System ist krank.
Nach 30 Jahren privaten investments kann ich berichten:
Kauft Silber.
Physisch.
Long.
Da kommentiert wieder mal ein Unwissender. Die Bank gewinnt bei weitem nicht immer. Abgesehen davon stellen die professionellen Kunden die Konstrukte selbst zusammen; die Bank agiert dabei lediglich als Vermittler resp als Steigbügelhalter.
Entscheidend ist, dass man die Risiken richtig einschätzen und steuern kann. Dann bleiben die Verluste in der Regel überschaubar.
Wer solche Drecks-Produkte kauft ist selber schuld. Struturierte oder gehebelte Produkte sind nur etwas für Profi-Spekulanten oder gierige Volldeppen welche von unrealistischen Renditen träumen. Der normale Privat-Kunde fährt am besten mit reinen grossen Aktien-ETF’s und physischem Gold. Und niemals einem Bank-Berater bzw. -Verkäufer glauben u/o ein VV-Mandat unterschreiben!
Wer solche Dreck Produkte verkauft ist auch selber Schuld wenn er irgendwann Pleite geht. Jeder Bank CEO und Verwaltungsrat sollte bis ans Lebensende mit kompletten eigenem Vermögen haften, bei Staatlicher Rettung.
Die Produkte zahlten aber keine unrealistisch hohen Renditen sondern eher unterirdische 5%.
Im Prinzip ist jeder Verkaufsanreiz auf Provisionsbasis ein Risiko für den Kunden und sollte bei Anlageberatungen verboten werden. Die Zeche beim Absturz zahlt immer der Kunde und der Berater kassiert seine Prämie trotzdem. Das kann und darf es nicht sein! Danke für den Bericht.
Ein Menschenleben ist auch ohne viel Geld, Status etc. sehr lebenswert. Wer dies nicht so sieht wird auch mit viel Geld nie richtig glücklich werden.
Wer gewinnen will muss auch verlieren können.
Engagiere dich nie in Geschäfte die du nicht zu 100% verstehst und nie mit Beträgen deren Verlust du – schlimmstenfalls auch zu 100% – verkraften kannst –
Zuerst muss man aber verstehen, was und wieviel 100% Verlust überhaupt ist. Diese Strukis sind gewissermassen Eventualengagements, welche auch mehr als 100% Verlust machen können. Das Verstehen ist somit das A & O. Es ist zu bezweifeln, ob dem Laien das wirklich verständlich erklärt wurde und das ist auch deren Chance.
Tragische Ereignisse mit schmerzhaftem Einschnitt für Direktbetroffene wühlen auf und machen sehr nachdenklich. Wie konnte es nur so weit kommen? Antworten bleiben offen, aber immer höchst spekulativ. War es abehbar oder wäre es vermeidbar? Gewarnt aber trotzdem ignoriert. Gilt auch für Extremsportler. Jeder entscheidet selbst.
Wollen wir noch mehr gesetzliche Vorschriften und Verbote, wer welche Produkte kaufen darf und wer nicht,
Nein, aber die Kompetenz des Verkäufers des Produkts sollte schon sichergestellt sein. Was ich schon für Unsinn hörte und bei Nachfrage musste ich dann feststellen, dass der“Berater“ schlichtweg überfordert war. dem Kunden das Produkt zu erklären. Sie wären der Erste, der Reklamieren würde, wenn der Autoverkäufer Ihnen einen Porsche verspricht und für dessen Preis einen alten Golf vor die Türe stellt und dann noch erklärt Sie seien im Kleingedruckten darauf hingewiesen worden.
Gier ist eine Sünde, wie auch deren proaktive Förderung.
Man darf einem Banker nie trauen. Für Geld machen die alles. Der Bank-Verkäufer pusht Derivate und kassiert dafür Boni, die Bank selber nutzt das Wissen und spielt gegen solche Derivate, so, dass nur die Bank gewinnt. Ein Drecksspiel einer echten Wirtschaft unwürdig. Aber hey, das ist denen egal. Es geht ums Abzocken und so viel wie möglich in den eigenen Sack stecken. Und durch die schiere Grösse der Bank hat der kleine Mitspieler keine Chance. Er wird ausgenommen wie die Gans.
Nur wenn er spielt. Es ist wie Casino das Haus gewinnt immer. Wer spielt ist schuld.
Aber die Bank wird es langfristig killen.
Wo kein Nutzen, da kein Nutzer und auch kein Kunde.
Ueber Derivate ist viel diskutiert worden.
Ich habe zwei Leute gekannt, die gewaltige Summen verloren haben mit diesen Teufelsprodukten.
Man kann gewinnen, verlieren muss man.
Warren Buffet hat einmal gesagt, Derivate sind Massenvernichtungswaffen!
Peter Lynch sagte einmal:
Wenn Sie Derivate kaufen, ist das wie wenn man eine Handgranate unters Bett legt. Man weiss nie wann sie explodiert.
Sorry,aber jeder der es zumindest bis in die Sekundarschule gebracht hat, sollte wissen, dass Rendite und Risiko gekoppelt sind.
Mein Mitleid hält sich somit in engen Grenzen, weil halt auch hier die Gier den Verstand ausgeschaltet hat.
Bei 5% gehe ich NICHT von einem Totalverlustrisiko mit Nachschusspflicht aus. Anders rum gedacht.
@Arnold Hirzler: die 5% sind aber nicht auf Jahresbasis, oder? Wenn man jeden Monat 5% macht ergibt das mit Reinvestition knapp 80% pro Jahr und das ist doch wesentlich über dem Referenz-Zinssatz der SNB, ergo Hochspekulativ Hoch fünfzehn!!!
Werin Derivate investieren will, muss diese selbst im Detail verstehen und das dann selbst über einen Broker managen. Wieso soll ich das über eine Bank machen? Da haben die meisten weniger Ahnung als ich selbst und wollen mir was verkaufen, wo sie selbst möglichst viel profitieren können.
Und die Bank macht die Provisionen am höchsten auf dem grössten Dreck wo die Bank gut verdient, und ganz sicher nicht der Kunde. So läuft das Spiel
Ja daraus müssen alle Kunden weiter lernen.
Ich vertraue darauf, dass unser Rechtsstaat funktioniert und dass auch die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung gerecht werden.
Hahahhahah viel Spass, nimm es als Lehrgeld. der Rechtstaat ist etwas was man Bürgern erzählt das Sie Nachts noch schlafen können. Die Aufsichtsbehörde? Die Bankberater müssen ja nicht mal Fidleg zertifiziert sein, die Haften für gar nichts, da gibts Aufsichtsrechtlich nichts zu tun.
Wer nicht das nötige Kleingeld hat, wird gerichtlich keine Chance haben gegen Großunternehmen, die ziehen das immer weiter bis dem Kläger das Geld ausgeht.
Nach dem Strafrechtlich und Aufsichtsrechtlich keine Hilfe bekommst bleibt dir das Zivilrecht, und dort wirst du schon Mühe haben einen guten Anwalt zu finden, Grossunternehmen verteilen Ihre Aufträge weise unter den besten Kanzleien, damit sind die anschliessend alle im Interessenkonflikt.
Finden wirst du am Schluss ein Grossmaul das seine Fehlende Fachkompetenz mit der Fähigkeit Rechnungen zu schreiben kompensiert
Naja die grossen Banken schaffen sich selber ab. Bank Geschäft basiert auf Vertrauen, ist es zerstört, ist jede online Bank besser. Besser kaum Beratung, als Verkaufgespräche oder Falschberatung.
Irgendwann platzt die Trading und Investmentblase wieder, wenn zu dem Zeitpunkt zu wenig echte Kunden da sind ist es wie bei der CS.
Auch Leistungen die bis jetzt grosse Banken anbieten aber kleine oder Online Banken nicht werden zunehmend angeboten werden wenn sie rentabel sind.
Kunden erinnern auch Menschen die nie Kunden waren erinnern sich an solche Stories.
Ich habe mein Vermögen bisher immer ohne Bank- oder Vermögensberater bewirtschaftet und bin damit gut gefahren. Bei Geldangelegenheiten vertrau ich nur mir. Gewinne freuen mich, Verluste akzeptiere ich. Mein Motto: Verantwortung nicht delegieren.
Somit alles richtig gemacht! Die Kosten kann man sich sparen. Verantwortung nicht delegieren ist eine sehr gute Strategie. Lieber Beat, weiter so!
Tragische Fälle. Für mich jedoch nicht überraschend in diesem Land. Liebe CH, lebt einfach mal euer Leben und definiert euch nicht immer über das Portemonnaie. Ich weiss, dass dies ein schwieriger Prozess ist, wurde uns doch seit Kindheit, dieses Kohle-Bewusstsein quasi eingeprügelt. Der Fehler liegt vor allem bei den Grosseltern, die nach dem Krieg den Boomer eingetrichtert haben, was gut und was schlecht ist.
Sorry, in solchen Fällen auf die Dargebotene Hand aufmerksam zu machen ist ebenso so idiotisch wie die Tusis, welche sich mehrmals in Suiten in einem 5Stern Hotel mit Leuten getroffen haben und danach auf Me Too machen. Natürlich ist es tragisch, aber Geldgier und wie bei den Me Too Girls Aufmerksamkeit zu gewinnen, kann manchmal auf tragische Weise enden.
Nicht der Ferrari ist Schuld mit dem man gegen die Wand fährt und genauso wenig sind Derivate Schuld für Verluste. Es handelt sich um Instrumente, die sehr gute Dienste leisten können, da sie je nach Bedarf für alle möglichen Szenarien kombiniert werden können. Die Verwendung von Derivaten ohne sich über die Risiken zu informieren ist fahrlässig. Die Banker sind lediglich die Dealer, aber der Kunde, welcher der Gier verfallen ist, trägt die Verantwortung. Ein einfaches Pay-off-Diagramm versteht sogar ein Sekundarschüler. Es ist keine Hexerei, wenn man es verstehen möchte.
Da stellt sich doch die Frage was war zuerst, das Huhn oder das Ei oder wer hat die Gier erfunnden. Wir wissen doch alle, dass die Kundenberater gepusht werden, diese Produkte auf biegen und brechen zu verkaufen. Es sei jedem Kunden geraten, auf dem Anleger Profil, keine Kenntnisse anzukreuzen. Die FINMA nahm mit grossem Aufwand die Vermögensverwalter unter ihre Fittiche, so dass es sich für kleine kaum mehr lohnt die Zulassung zu Erlangen, bei der UBS AG scheint die FINMA gar auf den Hühneraugen blind zu sein.
@Beobachter: sicher, aber fragt das Schwein den Metzger, wie es überlebt? Frage ich den Coiffeur ob ich die Haare schneiden oder wachsen lassen soll? Frage ich den Banker, ob ich nicht lieber mein Geld aus dem Fiat-Geld-System in Sachwerte tauschen soll?
Was mich als ehemaliger selbstständigen Vermögensverwalter immer wieder erstaunte, dass selbst die Intelligentesten Menschen geldgierig sein können,so sehr, dass sie die Risiken unterschätzen. Selbst Wirtschaftsleute, Industrielle selbst mit akademischen Titeln der Wirtschaft dekoriert – kümmern sich selten um ihre eigenen Anlagen. Dabei arbeiten doch alle fürs Geld? Dann müsste es doch sorgsamer bewirtschaftet werden in eigener Kompetenz. Aber vielleicht delegieren viele ihr Seelenheil und ihr Geld dazu lieber einem Himmelreich und Hokuspokus als gesundem Common Sense.
Unser Rechtsstaat funktioniert seit 40 Jahren zunehmend schlechter, weil die Anzahl Arbeitsplätze „Staat“ vervielfacht und mit intellektuellen Restposten ohne Verantwortungsbewusstsein besetzt wurden. 2026 kann sich in der Schweiz niemand mehr auf Rechtsstaatlichkeit verlassen. Glück, Lotterie und Anbiederung hilft dem Dummen – Bewusstsein, dass man sich auf Nichts verlassen kann ausser seinen eigenen Skill dem Clevereren, aber auch das nicht immer. Viel Glück!
Sehr sensibler, würdiger Artikel, voller Anstand und Respekt. Danke!
Gerechtigkeit gibt es immer, auch wenn die weltliche versagen sollte. Wer wie manche Banken, Bankberater oder Finanzberater solche Produkte verkauft, weil sein eigener Profit für ihn an erster Stelle steht, der wird irgendwann mit seinem negativen Karma konfrontiert werden.
So wie jetzt offenbar die Morettis in Crans Montana, die allem Anschein nach Gewinnmaximierung um jeden Preis betrieben haben.
Es war sicher auch kein Zufall, dass während sich das Inferno ausbreitete, das Lied awa von Lacrim lief (ein Musikwunsch). Der Song handelt vom Geldverdienen um jeden Preis.
wer einem Bankberater vertraut hat sein eigenes Grab bereits geschaufelt.
Ich bin mit Ihnen bei fast allen Aussagen voll einverstanden. Ihr Vertrauen in Justiz und Aufsicht in Ehren, allein ich fürchte, es ist kaum gerechtfertigt. Würde es sich um einen kleinen Vermögensverwalter oder eine kleine Bank handeln, kämen die Geschädigten möglicherweise zu Ihrem Recht. Bei der mächtigen UBS habe ich da meine Zweifel. Die Justiz ist leider nicht unabhängig. Richter und Staatsanwälte werden von Politikern gewählt. Und dass die Aufsicht nicht funktioniert, hat der Zusammenbruch der CS eindrücklich gezeigt.
Tut mir leid, was da offensichtlich passiert ist.
Das Gesetz schützt die Kunden, aber es bevormundet sie nicht.
Es gibt weiterhin eine Eigenverantwortung. Und das ist gut so.
„…Ich vertraue darauf, dass unser Rechtsstaat funktioniert und dass auch die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung gerecht werden…“
Lieber Autor.
In der Schweiz ist Recht für alle käuflich, aber so teuer, dass es nur für Wenige erschwinglich ist.
Und das soll auch so bleiben, denn sonst könnte sich ja der Herr Niemand gegen den Herrn Ichbinjemand verteidigen, ohne zum Faustrecht zu greifen.
Der Rechtsstaat sollte das Fausrecht ersetzen, tut er aber nicht, weil er käuflich, aber viel zu teuer für die grosse Masse ist.
Solche Vorgänge lösen fast immer Tote aus.
Und eine ganz wichtige Rolle spielen Leute, die auf die Geschädigten verbal einprügeln („wie konnte man nur“, „wie kann man nur so blöd sein“, „selber schuld“).
Das ist nicht der Fall. Schauen wir doch einfach mal den Fall Madoff an: SEC, zahllose Banker, die Nasdaq: Alle haben ihn hofiert.
Aber nachher wussten es dann alle besser.
Im Fall Madoff gab es mindestens 6 bekannte Suizide. Und vermutlich nochmals Dutzende mehr, von denen niemand weiss.
Also: Seit verdammt nochmal ein wenig empathisch und nett zu den Opfern!
Die UBS beweist wieder einmal, dass man aus der Geschichte nichts lernt, und dass sie selbst unbelehrbar ist. Schon Ende 90er Jahren spielte sich das Gleiche ab: gutgläubige Kunden wurden gedrängt, Absolute Return Bond Funds zu kaufen, um etwas mehr Zins zu bekommen und verloren ihre Ersparnisse. Schon damals gab es die gleichen „ Zwischenverantwortlichen“, auch diese hiessen damals ähnlich „Investment advisory head“ oder „sales advisory head“. Schuld waren und sind heute aber die obersten Chefs, welche das System auf das Ausschlachten von Kunden ausrichteten.
Die Stadt Zürich sollte einen weiteren Injektions- und Inhalationsraum am Paradeplatz einrichten und dort kostenslos für alle Boni-Junkies Fentanyl und Crack abgeben. Damit würde deren Suchtverhalten besser befriedigt, als mit dem vielen Geld, welches diese Leute zu Lebzeiten sowieso nicht ausgeben können.
Das wird den Steuerzahler deutlich weniger kosten, als wenn er alle paar Jahre wieder eine Too-Big-Too-Fail-Bank retten muss. Die Beschaffungskriminalität wird damit auch reduziert. Wenn sie grad „druff“ sind, können die Boni-Junkies keine weiteren Schäden verursachen.
Lange ist es her, dass man als langjähriger Kunde der Bank spüren konnte, dass eine Vertrauensbasis besteht. Die Devise: Wir begleiten Sie auf Ihrem Lebensweg in allen finanziellen Belangen“ ist nur noch eine zynischer Satz auf grossen Plakaten der Banken. Heute ist man ein Bittsteller und man muss sich anhören welche Risiken die Bank tragen muss, welchen anforderungsvollen Regulatorien der FINMA sie unterworfen sind etc. etc.
Man spürt förmlich welchem Druck die Berater an der Front ausgesetzt sind, immer mit dem Damoklesschwert bei kleinsten Vorfällen die Kündigung zu erhalten.
Warum wird hier die „Dargebotene Hand“ vorgestellt ? Bekommt man da sein verspekulierted Geld zurück ?
Ich bin unabhängiger Berater und habe nur sehr wenige Kunden und ich weiss auch weshalb und dass sich das nicht ändern wird, weil ich den Kunden unverblümt die Risiken aufzeige und auch manchmal von Investitionen abrate. Was ich empfehle ist vielen zu langweilig oder mit zu wenig Kick. Ich könnte viel mehr Kunden haben, wenn ich ihnen das Blaue vom Himmel versprechen würde. Mit anderen Worten: die Kunden wollen hinters Licht geführt und mit falschen Versprechen betrogen werden oder zumindest wollen sie in ihren Träumen bestätigt werden.
Es gewinnt immer nur die Bank-das ist wie Expats und Consultants. Letztere nehmen dir die Uhr weg und wollen dir dann erzählen, wie spät es ist. Alle Anlagen verwalte ich deshalb selber und bin imner besser gefahren als wenn mir irgend so ein Banken-Laatschi was vorgeschwurbelt hat.