Die „Republik“ zündete eine kleine Bombe. „Ringier stellt den ‚SonntagsBlick‘ ein – und bringt die Konkurrenz ins Wanken“, so die Headline des Online-Mediums.
Das Aus des Traditionsblatts – es war lange die einzige Sonntagszeitung des Landes – hatte sich abgezeichnet. Offenbar soll ab 2027 ein ausgebauter Samstags-Blick erscheinen.
Die betroffenen Journalisten tappen noch im Dunkeln. Erst heute dürfte die Leitung sie ins Bild setzen.
Schon jetzt ist klar, dass die „Republik“ mit ihrem Titel den Fokus richtig eingestellt hat. Wie geht es mit der „NZZ am Sonntag“ und der „SonntagsZeitung“ von Tamedia weiter?
Alle drei Verlagshäuser profitierten von der Distributions-Kooperation. Fällt ein Partner weg, dann verteilen sich die Kosten für die Zeitungs-Verteilung am heiligen Sonntag auf zwei statt drei.
Das macht das Unterfangen noch kostspieliger. Weil die Leser- und Abonnenten-Zahlen auch im Sonntagsmarkt nach unten zeigen, steigt der Druck aufs Management.
Können wir uns unseren Sonntags-Titel noch leisten?
„Die NZZ-Spitze hat schon lange klargemacht, dass ohne zwei weitere Partner die Sonntagsausgabe gefährdet ist“, sagt ein Insider. „Das betonte der CEO wiederholt.“
Der heisst Felix Graf, er muss die NZZ-Gruppe schnell zu Gewinnen führen, die für frische Reserven genügen – anstelle des anhaltenden Substanzverzerrs.
Und die Tamedia, das ist die Sub-Gruppe der TX Group, soll vor einer weiteren Abbau-Runde stehen. Sie hielt sich jüngst auf Fragen bedeckt.
Auch die Tamedia könnte ihre SonntagsZeitung auf den Prüfstand legen, vor allem, weil die einst stolze Redaktionstruppe auf eine Minicrew geschrumpft ist.
Vorausgegangen ist längst die CH Media als vierte Medienmacht im Land. Sie hat schon vor Jahren ihre Sonntags-Ausgabe in den Samstags-Titel der „Mutter“-Zeitung integriert.
Das grosse Sonntags-Sterben könnte also vor der Tür stehen. Es wäre ein Fanal für die Schweizer Printlandschaft, wo die grossen Verleger des Landes den Kompass für erfolgreiches Wirtschaften verloren haben.


Nachrichten auf Papier gedruckt und am nächsten Tag verteilt. Das war einmal.
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Sogar die Republik liefert Primeurs, die der Insider Lukas verwerten muss, weil er sonst an keine Stories kommt. Ohne den Strohmann-Vincenz Job wäre IP nie lesenswert gewesen.
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Was die Republik schreibt kann nicht wahr sein.
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Neidisch auf den Erfolg der Republik?
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bin überrascht, dass es so lange gedauert hat.
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Was meint NZZ Grossaktionär Beni Frenkel dazu? Vermisse ein Statement von ihm. Muss man die NZZ Aktien jetzt verkaufen?
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SonntagsZeitung ist Leserverarschung pur. Alles was drin steht ist schon am Samstag oger Montag im Tages-Anzeiger zu lesen!
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Sämtliche Sonntagszeitungen arbeiten mit einer „Pseudo-Mannschaft“. Die Artikel wirken „aufgewärmt“, wie „aus Konserven“. Die aktuellen Nachriften sind ultradürftig.
Diese Zeitungen dürfen gerne eingehen.
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Wer dieses sonntägliche, irrelevante Meinungsgeschreibsel immer noch liest, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
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Die Welt ist mit dem Ende des SoBli ein bisschen besser geworden. Hoffentlich werden auch die Sonntagsreden aus Berlin eingestellt.
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Wer liest noch solche Schmierblätter?
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Auch die Tageszeitungen werden bald das Zeitliche segnen. Wer bspw. heute morgen das „St. Galler Tagblatt“ mit Kennerblick anschaut, bemerkt rasch, dass dieses ausgemergelte, totenblasse Blättchen reif für die Sterbeabteilung geworden ist. Ausser wenigen (noch rentablen) Todesanzeigen (viele Hinterbliebene sparen sich neuerdings auch diese Kosten…) kaum noch ein echt bezahltes Inserat. Die Abo-Zahlen befinden sich im Sturzflug. Redaktionell ist tote Hose: Die übrig gebliebenen, wenigen Journalisten sind alle in den Ferien. So genau präsentiert sich eine Zeitung, die in den letzten Zügen ist.
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Ich versuche es noch einmal:
Die Print-News am Sonntagmorgen sind schon am Freitag-Abend bekannt und investigativen Hintergrundjournalismus wird kaum noch gemacht. Aktuelle News gibt es auf Sozialen Medien, schneller und fundierter dokumentiert. Dazu sind die Printausgaben im Abo einfach zu teuer, der Preis ist nicht marktgerecht, da es fast mehr kostet als das Internet Abo.
Neue Formate sind nötig.