Auf den ersten Blick lassen sich die heute präsentierten Halbjahreszahlen des Schienenfahrzeug-Herstellers sehen.
Umsatzsteigerung auf 2 Milliarden Franken (plus 40 Prozent). Ebit-Marge bei 4 Prozent (vor Jahresfrist: 2,6 Prozent). Auftragseingang bei 2,7 Milliarden.
Der Auftragsbestand erreicht mit 33,3 Milliarden einen Allzeit-Höchststand.
Der Ausblick auf das ganze Jahr wurde von Stadler-Chef Markus Bernsteiner und seinem Finanz-Zuständigen Raphael Widmer bestätigt: Umsatz von „deutlich über 5 Milliarden“ und eine Ebit-Marge von „über 5 Prozent“.

Die Investoren gerieten aus dem Häuschen. Der Stadler-Titel schoss um über 5 Prozent in die Höhe, nachdem er zuvor auf tiefem Niveau dümpelte.
Alles in Butter? Nicht beim Cash – dort sind die Vorzeichen auf negativ gestellt.
Der kurzfristige 90-Millionen Betriebskredit zur Sicherung der Liquidität über das Jahresende, an dem sich die Gemeinde Küsnacht beteiligte, musste auf 125 Millionen erhöht werden.
Plus 35 Millionen: Diese wurden umgehend für die Zahlung der an der Generalversammlung beschlossenen Dividende von knapp 50 Millionen benötigt.
Die Refinanzierung der auslaufenden, siebenjährigen Anleihe über 300 Millionen ist zwischenzeitlich mit der Platzierung von zwei neuen, je 150 Millionen umfassenden Anleihen gesichert.
Betreffend Cash bedeutet das ein Nullsummenspiel – allerdings eines zu höheren jährlichen Zinskosten von rund 3,5 Millionen.
Geplagt wird das Industrie-Unternehmen aus Bussnang TG auch von einem nicht enden wollenden Streit in Deutschland.
Konkret in Darmstadt. Es geht um Lärm der sogenannten TINA-Kompositionen. Eine gestrige Medienmitteilung offenbart die Grossherausforderung, um die lärmsensible Bevölkerung zu entlasten.
Die Prototypen-Tests zeigten, dass „noch andere Massnahmen gebraucht“ würden, damit ein messbarer Beitrag zur Verringerung von Erschütterungen geleistet werden könne.
Der Geschäftsführer der lokalen öV-Gesellschaft HEAG mobilo setzt eins obendrauf: „Wir bauen weiter auf die Expertise und die avisierten nächsten Entwicklungsschritte durch Stadler, um durch Verbesserungen am Fahrzeug eine belastbare Lösung für unsere gesamte TINA-Flotte und die Anwohnenden zu finden.“
Die Erwartungshaltung des Darmstädter öV-Bosses an die Schweizer könnte nicht schärfer formuliert sein.
Eine Warnung an die Stadler-Chefs, dass im Gegensatz zur Schweiz mit Lärm-Emissionen beim öffentlichen Verkehr in deutschen Landen nicht zu spassen ist.
Hierzulande gibt es gemäss Lärmschutzverordnung den politisch gewollten, aber zunehmend in der Kritik stehenden Schienenbonus. Dieser stuft Lärm vom Schienenverkehr weniger störend ein als Lärm vom Strassenverkehr.
Das Thema dürfte an Brisanz für Stadler Rail gewinnen. Hintergrund sind ein im Juli erfolgter Grossauftrag für 350 neue, vierteilige S-Bahn-Züge für die Bundeshauptstadt und ein Zuschlag für weitere 166 zusätzliche Wagen für die Berliner U-Bahn.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Stadler packt das schon. – Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis. – Liquiditätsengpässe gehören zum Alltagsgeschäft.
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Bei 40% mehr Umsatz muss auch die Betriebsfinanzierung (e.g. Betriebskredit) entsprechend erhöht werden. Solange die Cash Flows laufen ist das doch gar kein Problem.
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„Plus 35 Millionen Kredit: Diese wurden umgehend für die Zahlung der an der Generalversammlung beschlossenen Dividende von knapp 50 Millionen benötigt“.
Warum erinnert das mich an die CS?
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„Eine Warnung an die Stadler-Chefs, dass im Gegensatz zur Schweiz mit Lärm-Emissionen beim öffentlichen Verkehr in deutschen Landen nicht zu spassen ist.“
Andere Länder andere Sitten. So einfach ist das.
Hier regt man sich an Kuh- und Kirchenglocken, an Feuerwerke, an Schiffshorn, an Durchgangsverkehr, etc..
Was wird in der Schweiz nicht als Lärm empfunden?
Was ist mit den Schallschutzwänden entlang der Eisenbahnschienen?
Dienen die als Sichtschutz, damit Reisende nicht ins Wohnzimmer hinein gaffen können? Gehört die Eisenbahn nicht zum öffentlichen Verkehr?
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Versteh ich nicht. Als Schweizer Unternehmen sollte Stadler Rail doch nun mehr als reichlich Erfahrung mit lärmsensibler Bevölkerung haben. Oder realisieren sie erst jetzt, dass die Lärmschutz Anforderungen ernst gemeint waren?
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Google KI meint: „Die Gesamtausschüttung der Dividendenzahlungen von Stadler Rail belief sich in den letzten 5 Jahren (basierend auf 100 Millionen ausstehenden Aktien) auf insgesamt 340 Millionen Franken.“
Sehr beachtenswerte Aussage im Artikel: „Der kurzfristige 90-Millionen Betriebskredit zur Sicherung der Liquidität über das Jahresende, an dem sich die Gemeinde Küsnacht beteiligte, musste auf 125 Millionen erhöht werden.“
Könnte wohl heissen, Dividenden-Zahlungen sind wichtiger als Rücklagen bilden.
Gunther Kropp, Basel
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Vielleicht sind auch die zu dick?
Ich bin da nicht so gut in der Anal-yse, ehrlich gesagt habe ich keine grosse Ahnung.
Meine Aktienkäufe orientieren sich in erster Linie am Produkt, das alle brauchen und allen nützen soll, dann an Presseberichten und vor allem am Aktienkurs. Und der ist schon lange eine Katastrophe. Volle Auftragsbücher und immer noch im Keller. Irgenwas stimmt da nicht. Kellerkinder, im Gegensatz zu den Zigarren, welche dort sehr gut lagern und reifen (Naturboden, Temperatur nur langfristig gering schwankend, Feuchtigkeit zwischen 70 und 75. Auch gut für den Wein.
Ich schweife ab, zurück zu Spuhler. Wenns mau ist und nicht klappt, wo liegt der Fehler? Ich orte da Herrn Spuhler. Er hat bei Stadler eingeheiratet, die Ingenieure haben Stadler zu dem gemacht, was es ist, und Spuhler ordne ich eher den Spekulanten als Unternehmensführer zu. Und seine Buddies sind mir auch ein Dorn im Auge. Spuhler wird stark überschätzt.
Nun, ich behalte die Aktien und warte auf bessere Zeiten. Ich warte schon lange, war Aktionär der ersten Stunde. Sehr wahrscheinlich werde ich die Aktien dereinst mit grossem Verlust verkaufen oder vererben.