Seit dem 9. September fährt European Sleeper einen Nachtzug von Milano über Lugano und Köln nach Brüssel.
Ab dem 13. Dezember 2026 hält der Zug auch in Eindhoven, Breda und Antwerpen.
Einen Sitzplatz kann man ab 47 Franken buchen. Ein Bett im Schlafwagen gibt es ab 169 Euro inklusive Frühstück.
Für die Traktion gelangt eine Lokomotive der privaten holländischen Train Charter Services zum Einsatz.
Leider hat die Schweizerische Trassenvergabestelle den Wunsch von European Sleeper verweigert, den Nachtzug via Zürich fahren zu können. Als Grund wird die allgemeine Überlastung des Schienennetzes angegeben.
Zürich wäre für den Erfolg des neuen Nachtzuges ein sehr grosser Vorteil. An Stelle von Zürich muss das provinzielle Aarau bedient werden.
Es stellt sich die berechtigte Frage, ob hier mit einem schwammigen Argument die Diskriminierung einer privaten Gesellschaft vorliegt. Umso mehr als die SBB mit ihrem geplanten Nachtzug von Basel nach Kopenhagen an den Kosten gescheitert waren.
Diese hätte nämlich der Steuerzahler zu berappen gehabt.
Eine Besonderheit ist die Fahrt über die traditionelle Gotthard-Bergstrecke. Das verwendete ältere Wagenmaterial erfüllt die Bedingungen für den Gotthard-Basistunnel nicht.
Was bei einem Langstreckenzug jedoch keinen Nachteil bedeutet. Mit dem Halt in Göschenen können die Reisenden mit der Schöllenenbahn weiter in den Touristenort Andermatt gelangen.
European Sleeper Exploitatie, wie das Unternehmen mit vollem Namen heisst, hat den Hauptsitz im holländischen Utrecht und ist genossenschaftlich organisiert.
Seit 2021 bietet das jugendliche und dynamische Team immer mehr private Nachtzüge in Europa an. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Nachtzug von Brüssel nach Kopenhagen hinzukommen.
Angesprochen wird ein jüngeres Publikum, doch führen die Züge auch traditionelle Schlafwagen mit.

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Investoren sind Rosinenpicker die sich nicht mehr als die profitabelsten Stückchen Öffentlichen Eigentums raussuchen. Am Ende völlig unbrauchbare Egoisten…
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Warum auch nicht? Ich find Reisen über Provinznester auch immer spannender als durch Möchtegerngrosstädte.
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Für diese Distanz führt kein Weg am Flugzeug vorbei. Dies gilt für Zeit und Preis. Zudem haben diese Züge aus dem letzten Jahrhundert nichts auf unserem Streckennetz verloren.