Die UBS hat 1’700 Milliarden „Assets“, also Vermögenswerte. Ausgeschrieben: 1’700’000’000’000.
Viele Zeros. Jetzt soll sie nach den Plänen des Bundesrats 20 Milliarden zusätzliches Eigenkapital aufnehmen.
Also 20’000’000’000. Auch viele Nullen, aber nur gerade 1,2 Prozent von den 1’700 Milliarden Bilanzsumme.
Also „nichts“. Doch für die UBS-Spitze handelt es sich um eine absolut überrissene, mit nichts zu begründende, politisch getriebene Forderung.
Sie bekämpft sie bis aufs Blut respektive den ins Feld geführten Abzug des Headquarters nach Übersee.
Dahinter steckt der heilige Gral von Global Banking: Das Prinzip, mit möglichst wenig Kapital maximalen Profit zu erzielen. Über den Trick des Gewinns pro Eigenkapital führt das zu einer Dauer-Bonus-Welle ins Portemonnaie von Ermotti und Co.
Nichts Neues im Westen, doch die UBS-Lobbyisten schreien Zeter und Mordio. Yvan Lengweiler gehört zu ihnen. Der Professor der Uni Basel teilt heute in der „SonntagsZeitung“ gegen Bern aus.
„Ich habe gelernt, dass Behörden, wenn es drauf ankommt, das Publikum belügen“, sagt der Gelehrte, der einen Pro-UBS-Artikel in der NZZ verfasst hatte – zusammen mit dem Intimus-Anwalt der Grossbank.
„Sowohl bei der Aufhebung der Euro-Untergrenze als auch bei der Bestätigung der Solvenz der CS wurden wir in die Irre geführt.“
Lengweiler ist ein UBS-Lobbyist. Er plädierte kürzlich für neue AT1s – ausgerechnet jene Pseudo-Kapital-Bonds, die am Ende die CS über die Klippe stiessen.
Glaubwürdiger ist Urs Birchler, ein Ex-SNB-Spitzenmann, der den Kern der Sache wie nur wenige begreift. Diese Woche sprach er auf Cash.ch von einem „Chabis“.
Heute veröffentlicht der „SonntagsBlick“ das Cash-Gespräch mit dem emeritierten Zürcher Uni-Bankenprofessor und verschafft ihm so weite Aufmerksamkeit.
„Eine gut kapitalisierte Bank ist langfristig immer wettbewerbsfähiger als ein schlecht kapitalisiertes Institut“, bringt der Gelehrte, der die Notenbank im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht vertreten hatte, das Problem sogleich auf den Punkt.
„Die Beispiele der Credit-Suisse-Krise von 2023 und der UBS-Krise von 2008 haben es bewiesen: Wenn man als Bank Erfolg haben will, braucht man satte Eigenmittel – ohne geht es eben nicht.“
Im Verlauf des Interviews sagt Birchler alles, was es zum Thema zu sagen gibt. „Mit mehr hartem Kernkapital können wir eine grössere Sicherheit erzeugen, ohne der UBS höhere Kosten aufzubürden.“
„Davon abgesehen spielt die Frage nach der Kapitalisierung der UBS für den Bund eine wichtige Rolle. Er leistet sozusagen die Letzt-Versicherung, wenn die Bank scheitert. Denn er kann nicht zuschauen, wie eine systemrelevante Bank untergeht.“
„Letztlich“, so Birchler, würde viel Kapital „den Steuerzahler“ schützen – „ohne volkswirtschaftlich erhöhte Kosten zu verursachen“. Er hat recht.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis der mega Tanker UBS auf den Eisberg prallt.
Egal wie hoch das Eigenkapital ist.
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Die implizite Staatsgarantie ist das Problem!
Dadurch kann die UBS sehr hohe Risiken eingehen. Da hilft auch kein höheres Eigenkapital!
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“Pro UBS – Studie”. Solche Dinge kann man/frau mit Geld kaufen. Zu Liebhaberpreisen.
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Professor ist auch so ein unseriöser nichtssagender Titel.
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also, wenn einer eine hypothek aufnimmt,
muss er bei den banken immer mehr eigenmittel
haben.
wieso, soll es bei den banken nicht auch so
sein??
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Nachvollziehbar ist die UBS dagegen, 25 Milliarden EK heisst, Bilanz verkleinern, was daraus resultiert: Weniger Boni für die Obersten 5 % vom Konzern, wenn es an den Finanzmärkten kracht dann machen diese 5 % Fahnenflucht und der Steuerzahler hält den Beutel hin.
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Wie bei allen Unternehmen auch schafft eine hohe Eigenkapitalquote das notwendige Vertrauen, hohe Verluste absorbieren zu können. Bonität, Kreditwürdigkeit messen sich daran. Punkt zwei ist ein vertrauens-/glaubwürdiges, erfahrenes und allen Stakeholdern gegenüber verpflichtetes Management, das auch im Krisenfall zusätzliche Liquidität erhält. Ermotti sollte sich etwas mehr um diese finanziell/staatspolitische Aspekte kümmern und weniger um Komastellen der EK-Quote mit BR Keller-Suter, FINMA, NB und Parlament.
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AT1, das sind doch Wertpapiere mit Aids. Wer soll denn das kaufen.
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Auch 100% CET1 für ihre ausländischen Tochtergesellschaften wird die UBS nicht retten. Das riskante Auslandsgeschäft muss abgespaltet werden.
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Das ist keine UBS-interne Kostenfrage. Das ist eine Frage der finanziellen Architektur der Schweiz. Und wenn 2027/28 grosse Refinanzierungsvolumen neu bepreist werden müssen, wird sich zeigen, wie belastbar dieses System tatsächlich ist.
Dann zählt nicht mehr die PR der Banken.
Dann zählen Kapital und Liquidität. Wollen wir ein Finanzsystem, das kurzfristig maximale Rendite für Aktionäre ermöglicht – oder eines, das langfristig genügend Stabilität und Rendite für die gesamte Volkswirtschaft produziert?
Nach UBS 2008 und Credit Suisse 2023 sollte die Antwort eigentlich klar sein.
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Die Antwort ist eindeutig: es wird wie die Creditanstalt-Krise anno dazumal (1931, Wien) eines Tages enden!
Im konkreten muss (wohlbemerkt!) ein Land mit Netto BIP ca. 900 Milliarden CHF eine Bank mit 1,7 Billionen CHF Vermögen stützen!
Was steht geschrieben im Schw. Bankgesetz von 1934? – „Schweizer Banken müssen abwickelbar sein“. Das ist keine leere Floskel, sondern ein unverzichtbarer Regel!
Und nun sitzt die Schweiz in die Falle!
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Die primäre Aufgabe unserer Landesregierung ist es die Schweiz und ihre Bürgerinnen und Bürger vor Schaden zu schützen. Zweimal schon trug das Volk das Risiko für die unprofessionellen und eigennützigen Führungskräfte der Grossbanken. Dessen ist sich der Bundesrat bewusst. Die Standfestigkeit von Frau Bundesrätin Karin Keller-Sutter verdient Respekt. Dass nun gerade die FDP die kurzfristigen, ungerechtfertigten und arroganten Forderungen der Banken ins Zentrum stellt, ist peinlich und erschüttert das Vertrauen in die einst staatstragende bürgerlich Partei.
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Wenn man als Bank hierzulande Erfilg haben will, braucht man eben nicht satte Eigenmittel, sondern unersättliche Lobbyisten in Bern
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Vor 150 oder 200 Jahren war die Eigenkapitalquote von Banken im Schnitt noch weit über 70 – 80%!!!
Im Jahr 1900 immerhin noch bei ca. 27%, um 1950 noch bei etwa 8%.
Natürlich lügen Behörden ständig – wir wurden nachweislich schon x-mal im Abstimmungsbüchli angelogen, passiert ist dabei jeweils NICHTS! „Direkte Demokratie“ wurde bei den Bürgern derart eingeimpft, dass sie dies nicht wirklich sehen wollen, man nimmt es einfach hin, obwohl dadurch das System „Demokratie“ ad absurdum geführt wird.
Lügende Behörden rechtfertigen jedoch nicht das Verhalten der Banken, die alle crashen werden…
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Absoluter quatsch mit Sauce!!! In einer nächsten Finanzkrise hilft keinem Bankinstitut auch nur 1 CHF usw. mehr Eigenkapital! Mit der Tokenisierung von Finanzwerten und Blockchains und privaten Wallets ist kein Finanzinstitut auf der Welt für einen Bank run gewappnet! Nicht 1 sec! Alles andere ist naiver und beschämender Irrglaube!
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Das ganze Gestürm ist völlig überflüssig.
Die Schweiz hat der Massen z’Füdle voll Schulden,das es auf 20 Milliarden,nicht ankommt.
Entscheidend ist dass wir den Schein wahren.
Ein Interessantes Zahlenspiel. Die USA hat die Bindung der verfügbaren Geldmende an das Gold ausgesetzt – nun auch die Bindung der Assets an an Gegenwerte.
Warum ist diese Diskussion so wichtig:
Assets von 1,7 BIllionen (Trillion in English) ist annähernd das doppelte des gesamten schweizer GDP (1,04 BIllionen).
Schon 2023 berichtete die NZZ über 35 BIllionen in DERIVATE, ein hoch riskantes Geschäft.
O-TONE: „35 000 Milliarden Franken – diese Zahl zur neuen UBS schockiert Parlamentarier, doch über die Risiken sagt dies wenig aus
Die optisch enorm hohen Nominalwerte von Finanzderivaten von UBS und Credit Suisse sorgen im Parlament für Unruhe. Wer die Risiken der neuen UBS beurteilen will, muss allerdings andere Kennzahlen beiziehen. Hansueli Schöchli 16.05.2023, 13.37 Uhr“
Angesichts dieser Tatsachen sind selbst 20 Mrd Franken EK Erhöhung, eigentlich nichts.
Ich befürchte diese Debatte wird zum Schluss dazu führen dass die 20Mrd (nicht einmal ein 1000stel des Derivate Risikos) nur vom wirklichen Problem ablenkt.
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Systemrelevanz aufheben und das Problem ist gelöst.