Vielleicht sollten es die SBB wieder mit manuellen Abfahrtsanzeigen versuchen. Ganz unabhängig von störrischer Elektronik und nützlich für die Erhaltung von Arbeitsplätzen.
Denn noch immer fallen die elektronischen Abfahrtsanzeigen der SBB häufig aus, was bei den Fahrgästen zu Verwirrung und Verunsicherungen führt.
Ein Hotspot ist der Bahnhof Zürich Stadelhofen, wo immer wieder mehrere Abfahrtsanzeigen gleichzeitig über Wochen ausser Betrieb sind.
Am 1. Juli waren zeitweise sogar die Abfahrtsanzeigen in der gesamten Schweiz ausgefallen.
Die SBB reagieren darauf, bei den Störungen handle es sich häufig um Hardwaredefekte.
Die benötigten Ersatz- oder Alternativkomponenten seien für diese Systeme nicht immer kurzfristig verfügbar und müssten zeitweise über längere Lieferfristen beschafft werden.
Doch wenn Ersatzteile wie hier der Fall nicht Just-in-time geliefert werden können, so führt kein Weg an einem umfassenden Ersatzteillager vorbei, auch wenn dieses kostenintensiv sein mag.
Der Lieferant der auf LCD-Technologie beruhenden Abfahrtsanzeigen ist die deutsche Funkwerk AG.
Das Unternehmen hat 2014 von den SBB den Auftrag für insgesamt 150 Perronanzeigern und 100 TFT-Monitore bekommen.
Diese zeigen in Publikumsanlagen wie den Unterführungen die Gesamtübersicht der nächsten Zugsabfahrten und in grossen Bahnhöfen auch die Ankünfte.
Die Installationen der mittelständischen Firma aus Kölleda in Thüringen – zu Zeiten der DDR ein volkseigener Betrieb – erfolgten in der Schweiz während der nachfolgenden drei Jahren.
Auf der Homepage von Funkwerk wird bildlich mit Monitoren der SBB geworben, die als von bester Qualität gepriesen werden. Gemäss dem Wirtschaftsmagazin EQS News-Service verzeichnet Funkwerk hohe Auftragseingänge.
Seit Beginn dieses Jahres hat die deutsche Funkwerk die umfassende Wartung und den Service der Perronanzeiger der SBB offiziell an die schweizerische Auviso in Emmenbrücke abgegeben.
Die Wartung beinhaltet schweizweit 3’000 Displayeinheiten. Die neue partnerschaftliche Zusammenarbeit werde technische Kompetenz mit kurzen Wegen verbinden, womit der Kunde – die SBB und ihre Fahrgäste – von schnellen Reaktionszeiten profitieren werde.
Doch was als Verbesserung gepriesen wird, hat bisher nicht zu schnelleren Reparaturen geführt. Für die Kunden des Öffentlichen Verkehrs ein inakzeptabler Zustand, der offensichtlich einfach hingenommen wird.
„Die betreffenden Perronanzeiger gehören zu einer älteren Generation“, sagt ein SBB-Sprecher.
„Aufgrund des Alters ist die Behebung einer technischen Störung aufwendig, da benötigte Ersatz- oder Alternativkomponenten leider nicht kurzfristig verfügbar sind. Die Reparatur ist für 2027 Planung.“
Und weiter: „Die Abfahrtsinformationen stehen weiterhin über die übrigen Anzeigen, Lautsprecherdurchsagen, die Abfahrtsplakate sowie die App SBB Mobile zur Verfügung.“

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
SBB und IT sind schon länger ein Paar mit einer komplizierten Beziehung …
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Der Streuli guckt noch auf die Anzeigen weil er nur einen Nokia-Knochen hat.
Der Fierz nimmt den falschen Zug weil er das Zonensystem nicht verstanden hat.
Ich fahre schwarz mit einem Sixpack in der Hand 😎
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LCT-Technologie? LCD würde passen.
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Hauptsache die Ausschreibung war international konform, die Anzeigen entsprechen der EU Norm. Der Rest, die Funktion ist dabei unwichtig.
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Verstehen Sie überhaupt etwas von der Sache oder geben Sie einfach Parolen raus? Internationale Ausschreibungen erfolgen nach WTO Standards und haben nichts mit der EU zu tun. Diese Standards garantieren vielen Schweizer Firmen Zugang zu Aufträgen anderer Länder, was bei unserem kleinen Binnenmarkt ziemlich wichtig sein könnte. Und auf welche EU Normen beziehen Sie sich konkret, und warum behindert dies eine schnellere Reparatur durch eine Schweizer Firma? Danke für die Klärung
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Bahnhof Hardbrücke, Gleis 3, Sektor E….Seit Jahren defekt!!