Die Frage kam mir nicht, weil ich plötzlich eine deutsche Partei in die Schweiz importieren möchte. Sie kam mir irgendwann beim Blick auf die Schweizer Parteienlandschaft.
Ich habe einen Schweizer Pass, zahle hier Steuern und gehe wählen.
Trotzdem habe ich bei Wahlen immer öfter das Gefühl, dass es keine Partei gibt, bei der ich sagen kann: Genau dafür stehe ich.
Dabei ist die Schweiz längst ein Einwanderungsland. Eine Fahrt mit dem Tram durch Zürich, Genf oder Basel reicht, um das zu sehen.
Man hört Sprachen aus aller Welt. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern arbeiten hier, gründen Unternehmen, forschen, zahlen Steuern und tragen zum Wohlstand bei.
Das Problem ist ein anderes: ein Staat, der nicht mehr unterscheiden will zwischen qualifizierter Einwanderung, gelungener Integration, dauerhaftem Sozialbezug und Kriminalität.
Eine vernünftige Einwanderungspolitik sollte nicht danach fragen, wo jemand geboren wurde.
Es kommt darauf an, was jemand mitbringt, ob er arbeitet, sich an die Regeln hält, die Sprache lernt und Teil dieser Gesellschaft werden will.
Und trotzdem finde ich auf dem Wahlzettel keine Partei, die meine politische Vorstellung von der Schweiz vollständig abdeckt.
Die SVP?
Viele ihrer Positionen kann ich nachvollziehen. Migration, EU, Energie, Sicherheit. Das sind auch für mich wichtige Themen.
Aber sobald die SVP im Bundesrat sitzt, erkenne ich von der kämpferischen SVP aus den Abstimmungskampagnen nicht mehr viel.
Sie ist etabliert, sie ist Teil des Systems und wirkt auf mich zunehmend bequem.
Dann kommt die FDP.
Für mich ist sie manchmal eine elegante Kopie der SVP. Nur mit anderen Kleidern. Etwas mehr Zürichberg, etwas weniger Bauernhof.
Man möchte nicht ganz SVP sein, ist bei vielen Sachfragen aber erstaunlich nahe dran. Man möchte bürgerlich sein, aber bitte nicht zu laut.
Man möchte liberal sein, aber gleichzeitig staatstragend wirken.
Wir sind nicht die SVP. Gut. Manchmal klingt es trotzdem eher nach: Wir sind SVP, aber aus dem Seefeld.
SP und Grüne brauche ich für meine politische Orientierung gar nicht erst anzuschauen.
Mit ihrer Vorstellung von Staat, Gesellschaft, Migration und Wirtschaft kann ich wenig anfangen. Ich glaube zudem, dass viele Leser hier meine Einschätzung teilen:
Die SP könnte bald ein ähnliches Schicksal erleben wie die CDU und die SPD in Deutschland.
Beide Parteien haben über Jahre Teile ihrer traditionellen Wählerschaft verloren und damit Raum für politische Konkurrenz geschaffen.
Deshalb lohnt sich der Blick nach Deutschland.
Dort lässt sich bereits beobachten, was passiert, wenn etablierte Parteien den Kontakt zu Teilen ihrer früheren Wählerschaft verlieren.
Die politische Landschaft verändert sich, und neue Kräfte besetzen die entstandenen Lücken.
Die AfD ist inzwischen eine politische Kraft, die man nicht mehr ignorieren kann. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kam sie auf 44 Prozent.
Man kann die AfD kritisieren, einzelne Positionen ablehnen und über Personal und Stil streiten. Aber man kann nicht mehr so tun, als gäbe es keine politische Nachfrage hinter diesem Erfolg.
Und damit sind wir bei der eigentlichen Frage: Warum gibt es etwas Vergleichbares in der Schweiz nicht? Die naheliegende Antwort lautet: Wir haben doch die SVP.
Natürlich haben wir die SVP. Aber die SVP ist keine AfD. Die beiden Parteien haben bei Migration, EU, staatlicher Regulierung, Energie und anderen Themen Überschneidungen.
Der Unterschied liegt in ihrer politischen Rolle. Die SVP ist eine etablierte Schweizer Volkspartei.
Sie sitzt im Bundesrat, verfügt über gewachsene Strukturen und ist seit Jahrzehnten Teil des politischen Systems.
Sie kann gegen das Establishment schimpfen und gleichzeitig selbst zum Establishment gehören.
Eine neue Partei müsste deshalb nicht versuchen, die SVP einfach rechts zu überholen. Das wäre keine neue Idee. Sie müsste etwas anderes anbieten.
SVP war gestern. FDP ist zu staatstragend. Wir bauen eine moderne bürgerliche Partei für die Schweiz. Wie könnte ein solches Programm aussehen?
Weniger EU, weniger EU-Vorgaben, weniger Bürokratie aus Brüssel.
Keine automatische Übernahme von EU-Recht und keine schleichende Annäherung an die EU.
Keine neuen bilateralen Verträge, die der Schweiz immer mehr fremdes Recht bringen.
Die Schweiz soll wirtschaftlich mit Europa handeln, aber politisch unabhängig bleiben. Wenn das irgendwann bedeutet, ganz aus dem europäischen Vertragsgeflecht auszusteigen, dann ist auch das kein Tabu.
Bei der Migration müsste die Partei ähnlich konsequent auftreten wie die AfD, aber mit einer schweizerischen Ausrichtung:
Weniger unkontrollierte Zuwanderung, strengere Regeln, klare Voraussetzungen für Aufenthalt und Einbürgerung und konsequente Ausschaffung von ausländischen Straftätern.
Wer hier arbeitet, sich integriert und die Regeln einhält, ist willkommen. Wer das nicht tut, kann nicht erwarten, dass der Schweizer Staat ihn dauerhaft trägt.
Vor allem: Die Schweiz entscheidet selbst. Nicht Brüssel, nicht Berlin und auch keine internationale Organisation.
Das wäre keine Anti-Ausländer-Partei. Es wäre auch keine deutsche AfD mit Schweizer Fahne. Und es wäre schon gar nicht einfach eine zweite SVP.
Die Schweiz braucht eine moderne bürgerliche Partei, die Freiheit, Sicherheit, Wohlstand und Souveränität nicht als politische Begriffe von gestern betrachtet, sondern als Grundlage für die Schweiz von morgen.
Die Idee für eine Alternative für die Schweiz ist damit auf dem Tisch. Keine deutsche AfD mit Schweizer Fahne, keine zweite SVP und keine weitere Wohlfühlpartei für das bürgerliche Milieu.
Eine Partei, die für weniger Staat, weniger EU, mehr Sicherheit, kontrollierte Einwanderung, wirtschaftliche Freiheit und eine souveräne Schweiz steht.
Die Idee ist da. Jetzt braucht es Menschen, die daraus mehr machen wollen als einen Artikel.
Falls jemand tatsächlich einen Verein gründen und diese Idee politisch aufbauen will: Ich bin dabei.

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Normalerweise schreibt nur Frenkel einen solchen Stuss zusammen. Mr. Russischer Salat steht dem Ganzen aber in Nichts nach.
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Gibt es bereits: Libertäre Partei.
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Die SVP ist nur in der Deutschsprachigen Schweiz eine ernstzunehmende Konservative Partei, in der Romandie ist es der MCG (Mouvement Citoyen Genevois) und im Tessin die Lega dei Ticinesi.
Das sollten Sie immer berücksichtigen, wenn die Wählerstimme der SVP als „so viele Menschen in der Schweiz sind Konservativ“ gedeutet wird. Zum SVP Wähleranteil muss man auch die Lega und den MCG addieren und dann hat man die Richtige Zahl der konservativen Wähler.
Ergo die Schweiz hat genug Konservative Parteien, es gibt diesbezüglich keine Marktlücke.
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Dann verlasse das Land
Faschistische Regierungen findest Du in den
USA
Russland
Thüringen
China
Nordkorea
Schweiz (30% der Wähler)
Wer intelligent ist wählt den Weg der Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit sowie Politiker die sich für das Vouch einsetzen und nicht fürs fremde
Diktatoren und Schwerverbrecher.
Bitte pack Deine Koffer und geh zurück zu Putin.
Also auch nicht unsere Ganoven in Bern.
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Bei den meisten Menschen ist keine 100% Übereinstimmung mit parteilichen Ausrichtungen gegeben. Es sind auch alle frei unabhängig von der Parteizugehörigkeit zu entscheiden. Das ist völlig normal.
Was Sie allerdings verkennen ist der Umstand, dass die Schweiz seit Jahrzehnten immer Mehr-Parteien-Regierungen hatte – ja sogar ein mehrsprachiges Land ist. Akzeptable Kompromisse – teils auch etwas fauler Art – gehören zum Politsystem. Ebenso wie die Einbindung in Verantwortung, anstatt engstirniger Brandmauern.
Politverdruss gibt es. Schlimmer ist jedoch die wachsende Staatsquote als Subkultur.
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Im Gegenteil zu den bisher negativen Kommentaren: gut geschrieben, plausibel erklärt. Ich – parteilos – suche mir ebenfalls eine noch klarere Partei: Eigenverantwortung, Leistungsdenken, klare Grenzen, Anti-Regulierungswahn, Administration nur zum Minimum, etc.
Gleichzeitig geb ich zu: ich bin zu ausgelastet (oder zu faul? oder anderes ist mir noch wichtiger?) als dass ich bei einer Parteigründung wohl mitmachen würde. Meine Stimme aber gebe ich der neuen AfS.
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bin dabei
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Das ist doch genau das Programm der SVP.
Aber weil in praktisch allen Belangen wie Asylpolitik, EU Beitritt etc. Teile von FDP und Mitte mit den Linken marschieren, kann die SVP ihr Programm nicht durchsetzen.
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Schweizer Pass und Schweizer Stammbaum sind zwei Paar Schuhe.
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Wie definieren Sie einen „Schweizer Stammbaum“??
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Ich will weniger Beiträge des kreml-nahen Loskutov.
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Auch wenn sie den Schweizer Pass haben, verstehen sie unser Politsystem nicht.
Die Regierung ist der Bundesrat aber es gibt keinen Chef, gemacht wird immer, was die Mehrheit des Bundesrates, also mindestens 4, bestimmen.
Daher muss ein Bundesrat manchmal das Gegenteil machen, was er möchte.
Hätte Rösti das Departement von Jans, müsste er die Asylmigration befürworten, auch wenn er dagegen ist, weil 4 Kollegen dafür sind.
Aber sollte die SVP mehr als 50 % haben im Parlament, hat sie 4 Bundesräte und damit die Mehrheit. Erst dann kann sie ihr Programm durchsetzen.
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Blocher hielt sich als Bundesrat nicht vollständig an diese Abmachung.
Er hatte damals das Justizdepartement das heute Jans hat.
Blocher hielt sich nicht an die Befehle seiner Kollegen, immer mehr Asylanten reinzulassen.
Er halbierte die Asylzahlen. Dafür wurde er bestraft. Er wurde abgewählt vom Parlament.
Damit die SVP trotzdem mit 2 vertreten war, suchten SP etc. jemanden in der SVP, der bereit war, anstelle von Blocher gewählt zu werden.
Man fand die Verräterin EWS, die sich gegen die Parteiinteressen wählen ließ, weil sie Bundesrätin werden wollte
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Wichtig ist dass sie unser Sozialsystem verstehen und das verstehen sie besser als jeder Schweizer mit Stammbaum.
Es kann nicht sein. dass Leute ab Tag Eins in unsere Sozialwerke einwandern können ohne je einen Rappen einbezahlt zu haben
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Eine solche Partei gibt es bereits. Sie heisst „Aufrecht Schweiz“
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Warum muss man denn immer einer Partei angehören ?
Als Parteiloser fühle ich mich eigentlich sauwohl.
Habe aber trotzdem ein Vorschlag für eine neue Partei.
Wie wärs mit „geeintes Schweizerland „. Ist doch so
richtig im Trend momentan.
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Ich meine, Sie machen einen Denkfehler: wenn man als Partei nicht in die Politik integriert ist (auf allen Ebenen), dann kann man eben genau nicht viel bewirken. Nur mit Opposition spielen kommt man nicht weiter, schon gar nicht in der Schweiz.
Und das ist auch genau das, was die AfD eben einmal braucht, dass sie nämlich integriert und in die Verantwortung gezogen wird, nur so merkt man, ob sie dann auch praktisch etwas umsetzen können, denn das ist meist schwieriger als davon zu reden.
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Ist die soziale Hängematte eingezogen kommen nur die Immigranten die arbeiten wollen.
Gleichzeitig aber sind die Wahlen für Ihre Partei, Herr Loskutov, gelaufen. In der heutigen Generation der so genannten Demokratie im Westen gewinnt die Partei die mehr verspricht.
Sogar der Donald der Trump hat es geschnallt und offeriert den Wählern ein Schmiergeld in der Höhe von 5k USD wenn seine Leute nach den Midterms die Mehrheit in dem US Parlament beibehalten dürfen.
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Ich warte immer noch auf die Partei der Parteilosen. Diese Partei sollte für die Menschen da sein nicht für den Staat.
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Jeder ist immer Partei. Sie haben bestimmte Ansichten und dann wählen sie halt die Partei, die ihre Ansichten am ehesten vertritt. Sie können sich schon parteilos nennen, aber sie sind trotzdem Partei.
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Ich will mehr Kalifat mit Möstäfä-Pascha und weniger Bundesunrat, der ständig das eigene Volk belügt.