Wohl denen, die so viel von sich halten: „Viele nennen sie die beste Bar der Welt“, schreibt die Zürcher Kronenhalle über ihre kleine Bar nebenan.
Das Gastro-Unternehmen ist nicht zuletzt dank des SRF-Dreiteilers „Inside Kronenhalle“ berühmt im ganzen Land.
Die „Gastordnung“ ist streng: Grosse Hunde und Telefonieren im Freisprechmodus sind zum Glück verboten, Fotografieren auch. Rauchen in der Bar ist ebenfalls nicht gestattet.
Dazu gleich.
Gestern Vormittag um 11:30 Uhr. Noch ist niemand in der besten Bar der Welt.

Der Kaffee schmeckt herrlich, nur schade, hat die Kellnerin keinen Schimmer, woher die Bohnen stammen. („Äh, weiss nicht genau.“)
Dafür gibt’s unaufgefordert Schokolade und Hüppen. Die Bedienung ist liebevoll, so mag man das.
Alles zusammen hat nur 6.50 Franken gekostet. Der Autor hat natürlich auf 7 aufgerundet.
Dann kam plötzlich eine Horde Touristen. Amerikaner und Asiaten.
Laut quasselten die Damen. Und schossen von jedem Gemälde ein Foto. Der Autor litt sehr darunter, denn er las gerade einen komplizierten NZZ-Artikel.
Die lauten Gäste fotografierten sogar das Gemälde direkt über ihm. Hilfesuchend blickte der geschätzte Autor zur Kellnerin. Die aber wollte ihm nicht helfen.
Etwas Ähnliches war überhaupt der Grund des Besuches. Ein Leser schrieb diesem Medium:
„Letzten Donnerstag war meine Frau mit einer Freundin in der Kronenhalle-Bar.“ Nebenan sei geraucht worden, das Personal tat wieder nichts.
Der Leser: „So vergrault man Gäste.“
Gäste richtig massregeln, eine grosse Kunst. Die wenigsten können das. Regeln aufschreiben, das ist einfacher. Die Kronenhalle hat nicht auf die Fragen geantwortet.

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In der Kronenhalle für astronomische 6.50 konsumiert und auf gigantische 7.- aufgerundet. Wow – da haben Sie ja richtig einen auf dicke Hose gemacht. Und zum Rest des Kurzabrisses: Willkommen in der heutigen Gesellschaft!
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Das sind ca. 7,7 % Trinkgeld.
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Die Kronenhalle ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
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Genau, vor allem seit sich Beni F. dort rumtreibt.
Mich nimmt wunder, was der „komplizierte NZZ-Artikel“ war. Etwa der Garfield-Comic im 20min?!
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Zum angegebenen Zeitpunkt war ein B.F. in Zürich Rämistrasse bei uns eingeloggt und verglich gerade die günstigsten Abos.
„Einige Unbedarfte nennen sie die beste Bar der Welt – offenbar vor allem jene, die dort in Ruhe ihren komplizierten NZZ-Artikel (Shit, gibt’s so was wirklich noch?) lesen möchten. Für 6.50 Franken gibt’s Kaffee, Schokolade und Hüppen; für die Durchsetzung der Hausordnung ein separates, allen wirklichen Insidern bekanntes Upgrade zum doppelten Preis.“
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Rauchen in der Bar ist ebenfalls nicht gestattet…
Ja und wie ist das denn auf unseren Bahnhöfen ??
Frisch fröhlich wird überall drauflosgequalmt, falls nicht gerade so eine uniformierte Bahnpolizeitruppe auftaucht, welche man natürlich schon von weitem erkennen kann; in diesem Fall wird dann die Zigi etwas diskret versteckt, man will ja nicht provozieren. Ich habe heute sogar einen Lokführer beobachtet, welcher vor Abfahrt des Zuges noch die Perronluft aromatisieren musste, ja warum nicht, wenn Kreti und Pleti …, denkt der sich natürlich, oder??
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Bu ll sh it Beitrag. 50 Cent Beni ist unterirdisch. Lukas, bitte lass solche Beiträge sein – es steht dir nicht gut an.
Ich bin bedacht und geniesse ab und zu eine Flasche Hauschampagner. Durchaus auch alleine. Ich liebe die Atmosphäre und das menschliche Kino. Am besten an Donnerstag und Freitag ab 21 Uhr.
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Ja die lieben Raucher… die zahlen ja auch so ungefähr über 2 Milliarden in die AHV ein, was doch etwa 5 % der Einnahmen der AHV entspricht. Klar, jetzt kann man die Gesundheitskosten gegenüberstellen, dann sieht die Rechnung vielleicht nicht mehr so gut aus. Leute werden aber auch krank, ohne zu Rauchen. Ein Bar ist so richtig toll, wenn es raucht, und durch Diskussionen laut wird. Das gehört zu einer richtigen Bar…., das mondäne ist dann schon fast langweilig….
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Der Beni ist knauserig und peinlich.
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Zu Zeiten von „Hulda Zumsteg“ hätte sich kein Gast das Rauchen, Telefonieren oder Fotografieren in der Kronenhalle erlaubt.
Weshalb wird nicht jeder Gast wie früher am Restaurant-Eingang begrüsst und insbesondere die „Horden von Touristen“ rechtzeitig auf die „Sitten des Hauses“ hingewiesen?
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Umsatz ist King – bei den Touristen.
Da schaut man halt mal weg, oder?
Ich fand den Satz „Gäste richtig massregeln, eine grosse Kunst“ gut.
Macht man das beim Dallmayr oder Trader Vic‘s in München, wird man einmal darauf hingewiesen, ansonsten fliegt man raus.
Umsatz ist eben King!
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Beni: geh nach Venedig; dort „ist Bar“.
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Wieso schafft es ein solcher Artikel publiziert zu werden?
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Habe ich da etwas verpasst? Oder wurde vielleicht versehentlich der Teil des Artikels, der interessant geworden wäre, nicht abgedruckt? Also Herr Frenkel gibt 50 Rappen Trinkgeld und Bilder wurden fotografiert. Und jetzt…?
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Die Kernaussage ist, dass Beni 50 Rappen Trinkgeld gegeben hat. 50 Rappen sind immerhin mehr als 8 % von 6.50 – das zeigt doch, wie grosszügig er ist, der Beni. Er ist ein ganz Grosser.
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Der Beni hat natürlich auf 7 aufgerundet. Von 6.50. Mehr muss man nicht wissen. Der Beni gehört zu den Grossen.
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Kronenhalle ist genauso überbewertet wie Sternengrill.
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Bekommt einen guten Kaffee, dazu noch Schokolade und Hüppen für Fr. 6.50 in einer schönen Bar mit einer netten Bedienung.
Und gibt dann 50 Rappen Trinkgeld.
Das finden die meisten Schweizer normal und ist auch ihr gutes Recht.
Aber Stil und Klasse hat das ganz sicher nicht.
Das ist dann wenn das Personal mehr Klasse als die Gäste hat.