Der grün-rote Zürcher Stadtrat und der Gemeinderat haben die Wahlen im März nicht zuletzt mit der Wohnungsnot gewonnen.
Sie versprachen mehr bezahlbaren Wohnraum und Massnahmen gegen Wohnungsnot und Mietpreisspirale.
Das Volk hat 2011 beschlossen, dass bis 2050 ein Drittel aller Mietwohnungen gemeinnützig sein soll.
Heute sind es rund 27 Prozent, inklusive der Stiftung PWG. Ohne Käufe der Stadt ist das Ziel kaum zu erreichen.
Das Parlament hat diesen Volksauftrag verstanden. Für 2026 bewilligte der Gemeinderat 600 Millionen Franken für Liegenschaftskäufe.
Das sind 100 Millionen mehr, als der Stadtrat beantragt hatte.
Gekauft hat die Stadt nach bekannten Zahlen bis Mitte Oktober für rund 100 Millionen. Darin enthalten sind neu zwölf Mehrfamilienhäuser in Seebach für 78 Millionen.
Für 2027 budgetiert sie noch 150 Millionen. Zusätzlich erhalten die städtischen Stiftungen PWG und SEW rund 125 Millionen mehr Kapital.
Allerdings kaufen die Stiftungen ausserhalb des städtischen Budgets und vermieten nach eigenen Reglementen.
Von 2022 bis 2025 kaufte die Stadt 47 Liegenschaften für 1,3 Milliarden Franken, darunter auch strategische Landreserven.
Zuständig ist Daniel Leupi (Grüne). Er ist Finanzvorsteher und zugleich Chef von Liegenschaften Stadt Zürich.
Ein Budgetkredit des Gemeinderats erlaubt eine Ausgabe, er verlangt sie nicht. Ihn nicht zu nutzen, ist aber politisch heikel.
Das Parlament hat klar priorisiert, der zuständige Stadtrat sieht es anders, wie Leupi klarmacht.

Ist die Ämterkonstruktion das Problem – mit Leupi als Chef über Finanzen und städtischen Wohnraum?
Als Finanzvorsteher muss er für 2027 ein Defizit von 407 Millionen verantworten und die Schulden im Griff behalten.
Als Liegenschaftenchef soll er gleichzeitig Hunderte Millionen in einen teuren Bodenmarkt investieren. Die beiden Aufgaben beissen sich offenbar.
Dazu kommt, dass das Wohnen in Zürich zersplittert ist. Fünf Departemente sind beteiligt.
Die Wohnliegenschaften sind beim Finanzdepartement, die städtischen Bauten beim Hochbaudepartement.
Der Delegierte Wohnen, eine 2025 neu geschaffene Stelle, sitzt im Präsidialdepartement. Er soll koordinieren, hat aber kein Geld für Käufe.
Wie schnell die Stimmung kippen kann, zeigt Spanien. Die Zwangsräumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal trieb Zehntausende auf die Strasse.
Als die Mietdekrete der Regierung im Parlament scheiterten, rief Ministerpräsident Sánchez Neuwahlen aus.
Und das in einem Land, in dem drei Viertel der Haushalte im Eigentum wohnen. In der Stadt Zürich ist es nur jeder zehnte.
Zürich braucht ein eigenes Departement für Wohnen. Liegenschaften, Wohnbauförderung und der Delegierte gehören unter ein Dach.
Geführt von einem Stadtrat, dessen Erfolg am bezahlbaren Wohnraum für Zürcher gemessen wird und nicht am Rechnungsabschluss.
Eine neue Aufteilung der Departemente braucht aber Zeit. Die hat Zürich nicht: Die Wohnungsnot ist jetzt, und der Budgetkredit gilt für 2026.
Sofort möglich wäre eine Übergangslösung: Liegenschaften Stadt Zürich wechselt ins Präsidialdepartement.
Dort sitzt bereits der Delegierte Wohnen. Und Stadtpräsident Raphael Golta (SP) hat das Thema selbst zur Chefsache gemacht.
Bezahlbarer Wohnraum brenne der Bevölkerung „besonders unter den Nägeln“, sagte er im Mai 2026 beim Amtsantritt als Stadtpräsident. Die Verantwortung liege beim Stadtpräsidium.
Golta kennt das Feld aus zwölf Jahren als Sozialvorsteher und gewichtiges Stadtratsmitglied. Im Präsidialdepartement hätten Verantwortung und Budget endlich denselben Chef.
Der Stadtrat hat die Wahlen mit dem Wohnthema gewonnen. Jetzt sollte er sich auch danach organisieren. Bevor Zürich seinen Maricarmen-Moment bekommt.

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FRED sagt, das die Preise für Immobilien in China innert der vergangenen 20 Jahre auf as Niveau von 2006 gefallen sind. Schuld daran ist die Politik die vor ein paar Jahren klar sagte das Immobilen für Wohnen und Arbeiten da sein sollen und nicht für Spekulation. Wer packt das Dystopische Thema hier in der Schweiz an? Es gibt zwei Enden die strikte verändert werden müssen.
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Lieber Heiri,
Mit Sonntagspredigten von chinesischen Politikern hat das überhaupt nichts zu tun. In China schrumpft die Bevölkerung, in Zürich wächst sie. Darum leere Wohnungen in China, Preise sinken. In Zürich hingegen hat es weniger Wohnungen als Interessenten, die Preise steigen.
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Spanien als Beispiel für Zürich ist völlig falsch.
Sie schreiben richtig, in Spanien sind 75% der Einwohner auch Besitzer.
In Zürich ist das völlig anders, hier sind 90% Mieter. Die Stadt kann doch nicht für alle Mietwohnungen bereit stellen.
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Es ist wie immer mit Schulden machen. Wenn die Stadt sich übernimmt mit Ausgaben, gibt es Konkurs.
Dann fallen ihre Besitztümer an die Geldgeber. Diese werden dann die Mietpreise diktieren.
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Im Fall Immobilien; Aktuell ruinieren Marktpreise so manche Existenz. Nicht weil die Märkte besonders gut sind sondern weil diese nach oben gehen. Die Unberührbaren die jede gesellschaftliche-demokratische Verpflichtung hinterlistig umgehen. Der Ruf nach des Staates Hand kommt dann wenn diese nach unten gehen.
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Ein Staatlicher Eingriffe macht die Not noch schlimmer.
Ein Mietendeckel zum Beispiel. Oder ein umfassender Mieterschutz.
Dann wird einfach nicht mehr gebaut/angeboten. Oder nur befristet vermietet.
Bis vor wenigen Jahren sind übrigens die Stadtwohnungen an guter Lage zu noch besserem Preis immer unter der Hand gegangen. Und wer mal eine ergattert hat, geht nie mehr raus😃👍.
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Wer möchte schon nicht günstig und zentral leben oder ein fliegendes Einhorn als Haustier um den Stau und das Parkplatzproblem zu umgehen?
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Bezahlbaren Wohnraum, Wohnungsnot-Massnahmen – ein Irrglaube.
Vermietete 2021 eine „renovierte“ 5-Zimmer Altbauwohnung für um CHF 1’600. Im August 2026 verliess der Mieter die Wohnung. Zwischenzeitlich reparierte ich die Mieterschäden.
Mich werden die Schäden Total um CHF 50’000 kosten. Dem neuen Mieter muss ich nun CHF 2’500 verlangen, damit ich das heutige Mieterfehlverhalten „einpreise“.
Kann zudem das Mieter-Depot – 3 Monatsmieten – auch noch erhöhen.
Im letzten Jahr wurde mein Mieter ein Sozialfall, dessen „Pflicht“-Haftpflicht-Police dürfte wenig bezahlen, wegen „Grobfahrlässigkeit“.
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Verlangen Sie noch mehr wenn einer von diesen Günstlingen aus der Beamtenschaft, EKZ oder der Sozialindustrie daher kommt. Die verdienen alle mehr als genug und wollen trotzdem ein Penthouse wie Badran haben, aber halb geschenkt. Die machen ja auch diese Vorschriften damit Sie auf Ihren Schäden sitzen bleiben. Langen Sie zu bis der Arzt kommt! Es muss sein, Gesetz!
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JA, das ist die heutige „ökonomische Realität“ für die Vermieter. Sie müssen die hohen „Mieterschäden“ in der Monats-Miete berücksichtigen.
Wege der Begrenzung der „Sicherheitsleistung“ (Mieter-Depot) auf 3-Monatsmieten, darf eine Altbau-Wohnung nur noch an gut situierte Interessenten vermietet werden.
Das „Chaoten-Tsüri“ hätte genügend bezahlbaren Wohnraum, würde der Wohnraum mit der nötigen „Sorgfalt“ genutzt.
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Die Stadt treibt die Immobilienpreise noch viel höher.Nutzniesser sind dann Beamte und Politiker.
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… 3,2,1 Zack
Kauft doch was ihr wollt. So funktioniert nun mal Demokratie.
Die ökonomische Realität kann sich Zürich jedoch nicht schönmalen.
Ausser man ist halt bauernfänger!
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Wohnraum wird ansch. weltweit auch von Black Rock aufgekauft, Bahnhofstrasse 39, in Zürich..?! Netzfund.
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Black Rock die unheimliche Macht! Doku 2019 auf arte Kanal.
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Ist hier im Land der unabhängigen Helvetier der grösste Immobilieneigentümer. Freut sich über die kürzlichen Abstimmungsergebnisse und dadurch schier endloser Nachfrage. Unwissende schieben der Stadt den Schwarzen Peter zu… Obwohl diese in demokratischem Auftrag der Wähler handelt.
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@Heiri B.
stimmt nicht ganz. die grössten Immobesitzer sind unsere SBB oder Armee, dann die Kirchen, dann bald AWD-Swiss-Life mit ihrem Wurmfortsatz namens Livit.
Blackrock ist ggf. indirekt mit von der Partie, als Aktionär bei AWD-Swiss-Life. Bei der UBS sind die auch namhaft beteiligt. So haben die Einblick in alle grossen Buden. Dann noch die personellen Verknüpfungen. Wo war unser ex SNB-Hildi vor Blackrock? Treffer, bei der UBS.
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Das linke Zürich muss den Zaster zusammenhalten wegen des drohenden Rating-Downgrades. Leuppi und seine linken Kumpanen hätten vorher viel sparsamer mit dem Steuergeld umgehen sollen !!
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es kommen noch mehr ins Land wenn bei 10 Mio immer noch nicht Schluss ist, werter Genosse Feusi. Sie hinken noch lange hinter her. Gemeinnützig ist dann auch wieder so ein Privilegierten -Ding wo nur einige Gesalbte profitieren und die ganze Mittelschicht die den Wohlstand erarbeitet bleibt ein Leben lang Zwangsarbeiter. In den Zwängen Ihrer Politik die nicht imstande ist, endlich einmal unsere Infrastruktur zu deckeln.
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Na ja, auch Zürich braucht Rendite von den Wohnungen. Nur mit 2 bis 4% Rendite muss Zürich tief in die Tasche greifen und sich verschulden. Das nächste Rating wird keine 3A sein und somit muss Zürich schauen wie sie zu Geld kommen. Beliebt ist es die Steuern zu erhöhen.
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Feusi hört sich an wie weiland Peter Bodenmann in der NZZ. Damals ging es um den EUR-Kurs bzw. den starken Franken. Da liess uns der Walliser Tausendsassa mit seinen endlosen Furzideen via NZZ ebenfalls wissen, die SNB sollte kaufen, kaufen, kaufen.
Seitdem bin ich zum Kumpel der SNB und von Bodenmann geworden und kaufe strikt nur noch im Ausland ein. Eben um EUR zu kaufen, kaufen, kaufen
Verkaufe tief, enteigne hoch. Es gibt keinen allgemeinen Anspruch, am Alexanderplatz oder in Riesbach zu wohnen.
Mit einem Gruss aus Berlin. Wo jetzt Rot-Rot-Grün kommt.
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Zwei Wochen nach ihrer Zwangsräumung starb Maricarmen Abascal am 7. Oktober im Alter von 87 Jahren in Madrid – ohne in die Wohnung zurückkehren zu können, in der sie fast siebzig Jahre lang gelebt hatte.
Ein weiteres Kapitel der Entmenschlichung im Zeichen politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Ideologien. Geprägt von gesetzgeberischen und administrativen Widersprüchen.