Ich parkiere jeweils im 9. Stock Parkhaus 2, wenn ich jemanden vom Flughafen abhole.
Dort gibt es um die Mittagszeit noch genügend Plätze in der Nähe des Liftes.
Ich suche an der gewohnten Stelle den Knopf, um den 6 Liften, A bis F, mitzuteilen, dass jemand im 9. Stock auf einen freien von ihnen wartet.
Vergebens, den Knopf gibt es nicht mehr.
Zufälligerweise öffnet sich Lift A ganz links, ich eile hin, während ein Gast mit vollgepacktem Lastenwagen diesen verlässt.
Ich schaue ihm kurz nach, während ich mich drehe, um mit dem Daumen an der weltweit in jedem Lift an derselben Stelle angebrachten Konsole die Nummer 0 zu wählen.
Die Etage also, von der ich weiss, dass ich vis-à-vis die Ankunft Terminal 2 ebenerdig schnell erreiche.
Mein Daumen drückt auf Aluminium, aber auf keinen Knopf. Eine Konsole gibt es nicht mehr.
Die Türe schliesst sich trotzdem. Vielleicht die neueste KI, die schon Gedanken lesen kann? Zürich ist fortschrittlich, das weiss man.
Auf Ebene 5 kommt der Lift zum Stehen. Aha, denke ich, eine Beta-Version mit noch einigen Tücken.
Ich strecke den Kopf hinaus, zwei Geschäftsleute mit Aktentasche drängen mich zurück in den Lift.
Gemeinsam warten wir. Worauf? So scheint der Gesichtsausdruck der Aktentaschen zu fragen.
In meiner gewohnt guten Laune wende ich mich an die Herren: „Denken Sie einfach stark daran, in welche Etage Sie wollen.“
Nachdem jegliche Konzentrationsübung nichts fruchtet, also eine halbe Minute später, treten wir gemeinsam aus dem Lift.
Wir sind schon fast Freunde geworden, immerhin Leidensgenossen, also versuchen wir, gemeinsam dem Problem auf den Grund zu gehen.
Wir betrachten die Stelle, wo einst der Lift geordert wurde. „Aha, so ist das!“, tönt es gleichzeitig aus uns drei schlauen Köpfen.
Man muss sich vorher anmelden. Was da heisst, das Stockwerk angeben, wohin die Reise gehen soll. Wobei genau drei Möglichkeiten zur Auswahl stehen: –1, 0, und +1.
Das ist eine Option mehr als bei der digitalen Revolution.
Ich dränge mich vor, schliesslich warte ich am längsten, und drücke resolut auf die Zahl 0.
Auf einem winzigen Display erscheint eine Meldung. Ich klaube meine Brille aus der Tasche: „Dieses Stockwerk wird nicht bedient.“
Die zwei Herren schauen sich bereits nach der Feuertreppe um, als sie erfreut innehalten und dem Lautsprecher lauschen, der nach meinem erneuten Knopfdruck, dieses Mal auf die Taste +1, die Durchsage hören: „Lift E“.
Mit unentschlossenen Schritten, schliesslich will sich niemand mehr aus unserer Gruppe von der neuesten Technologie blamieren lassen, begeben wir uns vor Lift E und warten.
Der Sesam öffnet sich und lässt uns unmerklich in die Tiefe gleiten. Auf Ebene +1, wie versprochen also, öffnet sich die Türe erneut und entlässt drei glückliche Menschen in eine ihr vertraute Umgebung.
Wo wir sofort mit unseren ab diesem Zeitpunkt so geliebten Rolltreppen die Reise fortsetzen.
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schon mal am Heathrow Airport gewesen Toni?
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Ein Musterbeispiel der Digitalen Verblödung. Im Franklin- und Andreasturm zu Oerlikon genauso schlimm.
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Unglaubliche Story die Sie da enthüllen, lieber Herr Saller. Ich verliere meinen guten Glauben an die Menschheit und bin schockiert über die Dreistigkeit der Flughagen AG. Einfach unerhört um nicht zu sagen ein veritabler Skandal. Gut, dass Sie das unerschrocken ans Tageslicht gebracht haben. Danke!
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Was wurde ans Tageslicht gebracht? Boomer und Aktentaschenträger können keinen Lift mehr bedienen?
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Beni Frenkel hat sicher eine Flughafenaktie und bringt diese Ungeheuerlichkeit bei der nächsten GV am Rednerpult vor.
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Schon mal was von einer Treppe gehört? Es gibt keinen Grund, einen Lift zu benützen. Auch nicht im 9. Stock.
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Das ist eine Zielrufsteuerung. Diese gibt es schon seit etwa 20 Jahren. Sie wird verwendet bei sehr hohem Personenaufkommem ( zB. 8 Aufzüge 10 Stockwerke) Gibt der Benutzer auf dem Stockwerk seine bevorzugte Haltestelle an, arbeiten die 8 Aufzüge viel effizienter zusammen. (kommt in der Schweiz nur etwa bei 20 Gebäuden zur Anwendung, in Asien sicher 1000x)Wer nun der blödere ist, der Aufzugshersteller oder der Benutzer? Ich tippe auf den zweiten.
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Der Artikel so überflüssig wie ein Fundbüro in Polen
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Toni und der moderne Lift. Beim ersten Mal etwas ungewohnt, aber keineswegs schwierig. Fast wie beim Sex ;).
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Jetzt kann Boomer Toni nicht mal mehr den Lift benutzen. Vielleicht sollte es eine separate Boomer-Bedienstation inklusive Front Desk Manager geben
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Andere Boomer Erstweltklassprobleme
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Lieber Herr saler ich mG wie Sie beovachtubgen vom Alltag de sie erleben so gut beschreiben. Sie und Herr Schellenberg und natürlich RZ 😉 (Kenner wissen wer ich meinen 😀😃
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Hältst du die Tastatur verkehrt?
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Brauchts den Hansi in diesem Blog?
Nö, kann weg!
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