Ruedi Noser ist ein wahrer Rechter. Unternehmer, Patron von 700 Leuten, Macher der IT-Industrie.
Jeder soll zuerst für sich selbst schauen, bevor ihm der Staat unter die Arme greift, so sein Grundcredo.
In dieser Reinform gehört Noser einer Polit-Generation an, die am Aussterben ist. Deshalb geht’s mit der FDP immer steiler bergab.
Dem mag der Glarner, der in Zürich die Parteileiter erklommen hatte und vor 3 Jahren seinen endgültigen Abschied von der Politbühne nahm, nicht länger still zuschauen.

Sondern er kehrt zurück. Und wie: Am Donnerstag übernimmt Noser das Präsidium der „Freunde der FDP“.
Der nationale Supporter-Klub der Freisinnigen hievt an seinem anstehenden Stelldichein den bekannten Rechten auf sein Schild – als Nachfolger des bisherigen Präsidenten.
Die Rede ist von Silvan Wildhaber, auch er ein Unternehmer, allerdings eine Generation jünger als Noser und im Ostschweizer Textilgewerbe verankert.
Wildhaber übergibt das Zepter, weil er seinerseits einen steilen Sprung tätigt: neuer Kapitän der Economiesuisse, dem Dachverband aller Schweizer Wirtschaftsverbände.
Früher 8. Bundesrat genannt, handelt es sich heute um eine heterogene Clique, die gezeichnet ist von anhaltenden Niederlagen an der Urne.
Der Übergabe-Marathon verläuft nach klarem Drehbuch. Am Donnerstag dieser Woche legt Wildhaber Noser das Zepter der „Freunde der FDP“ in die Hand, zwei Wochen später hält der Economiesuisse-Boss seine Inaugurationsrede.

Am „Tag der Wirtschaft“. Dazwischen lanciert die FDP Zürich, die im freisinnigen Lager die Lokomotive sein sollte, unter ihrem Präsidenten Filippo Leutenegger am kantonalen Parteitag den Wahlkampf.
Das passiert diesen Samstag.
Hinter der Flut an Events steht 2027. In gut einem Jahr wählt die Schweiz ihr nationales Parlament. Dabei muss keine andere grosse Partei derart zittern wie die FDP.
Die Heimat der „Erfolgreichen“ und „Einsatzfreudigen“ ist vielfach zweigeteilt: in der EU-Frage, beim Klima, der SVP-Annäherung, der UBS-Regulierung.
Liberal halt: Vielstimmiges Katzenkonzert statt Parolen-Ausgabe von der Rennleitung. Am Ende macht dann jeder, was er will.
Abgebildet wird die freisinnige Grundhaltung durch die Höchsten der Partei. Statt eines Chefs gibt es zwei.
Der eine, Benjamin Mühlemann, ist eher auf SVP-Linie, die andere, Susanne Vincenz, könnte auch mit SP-Superfrau Mattea Meyer auf Kreuzfahrt gehen.

Mehr Breite als in der helvetischen FDP geht kaum. Umso mehr zeigen sich Partei-Insider von Nosers Kür zum „Freunde der FDP“-Klub überrascht.
Und erfreut. Der 65-jährige war von 2015 bis 2023 Ständerat des Wirtschaftskantons Zürich, wo er eine klare, bürgerliche Linie fuhr.
„Ich bin seit 25 Jahren in der Politik im Kanton Zürich und in Bern“, sagte Noser im Abschieds-Interview mit der NZZ vor 3 Jahren.
„Der Streit im bürgerlichen Lager führt dazu, dass der Kanton immer linker wird. Das schmerzt mich. Das muss aufhören.“
Die Wahl-Niederlagen der Freisinnigen im Wirtschaftskanton wären „eine Zäsur“.
„Ich hoffe, dass sich nun einige Leute Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll im Kanton Zürich.“
Das taten sie offenbar. Jedenfalls kehrt Noser zurück – und überrascht damit alle.
Jetzt könnte er im Wahljahr sogar die erste Geige innerhalb der Schweizer FDP spielen und den beiden Antipoden zuoberst im Parteihaus die Show stehlen.
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Jetzt dachte ich wirklich er verkauft das Magazin Surprise auf den Strassen von Zürich.
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Das Schlachtross Noser. Hilfe. Schön für die Linken. Wie ich mich erinnere, gab es für Noser nur einen Feind.
Und das war die SVP. Er hasste sie vor allem, weil sie nicht in die EU wollte.
Jedenfalls stand er zu seiner Ständeratszeit näher bei SVS als bei Mühlemann.
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jetzt bin ich sprachlos. Ausgerechnet Herr Noser, welcher beim Beginn des Niedergangs dieser (viel zu eingebildeten, antiquierten) Partei im TV immer zuversichtlich auftrat und dann irgendwann urplötzlich zurücktrat.
Ob das was wird?
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«Freunde der FDP»
Diese Freunde und die Parteimitglieder unter ihnen dürften wohl eine ganz grosse Schnittmenge bilden, wenn nicht gar vollstandig identisch.
Ich bin übrigens auch mein bester Freund. Aber deswegen gründe ich keinen Verein.
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Endlich, Ruedi Nashorn ist zurück. Jupiiii !
Nachdem er jetzt offensichtlich endlich den steuergünstigsten Wohnort gefunden zu haben scheint, hat er wieder etwas Zeit für die Umverteilungsstrategien nach oben der Feudal Demagogen.
Aber das hat auch sein Gutes: Er bringt den Wähleranteil der Freunde des Portemonnaies sicher weiter nach unten
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Wer oder was ist die FDP?
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Dass Mister Magoo zurückkehren musste, war von Anfang an klar, denn er ist der Typ ohne-mich-geht’s nich‘.
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Das Leben ist endlich. Das der FDP erlischt spätestens mit den nächsten National- und Ständeratswahlen. Die FDP ist in einer „Illusionsblase“ und hat den Kontakt mit der arbeitenden Bevölkerung längst verloren.
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Besser kann man es nicht beschreiben: die Vincentzen mit der Meyer!
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Mues nöd ha, de Noser.
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Noser verpasst der FDP den Todesstoss.
Danach ist endgültig fertig.