Johannes Ritter argumentiert in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Schweiz solle am Nationalfeiertag nicht auf Abschottung setzen, sondern den Schulterschluss mit der Europäischen Union suchen.
Ein isolationistischer Kurs, wie ihn insbesondere die stärkste Schweizer Partei, die SVP, vertrete, sei wirtschaftlich und politisch riskant.
Die Schweiz profitiere stark vom Zugang zum europäischen Binnenmarkt und von der sicherheitspolitischen Ordnung Europas; deshalb müsse sie institutionelle Regeln akzeptieren, die eine verlässliche Zusammenarbeit mit der EU ermöglichten.
Wer dies verweigere, mache die Schweiz zum Standort- und Sicherheitsrisiko.

Ritters Gegenüberstellung von „Schulterschluss“ und „Abschottung“ ist irreführend. Die Schweiz steht nicht vor der Wahl zwischen Europa und Isolation. Sie ist wirtschaftlich, wissenschaftlich, kulturell und politisch eng mit der Union verflochten.
Das sicherheitspolitische Argument ist blosse Stimmungsmache; bekanntlich ist die EU keine Militärmacht.
Die eigentliche Frage lautet daher, zu welchen rechtsstaatlichen und völkerrechtlichen Bedingungen diese Zusammenarbeit institutionell abgesichert werden soll.
Juristisch problematisch ist vor allem, dass die Schweiz verpflichtet wird, dynamisch EU-Recht zu übernehmen, sich der Überwachung durch die EU-Kommission zu unterstellen und die Entscheidung von Streitfragen nach der Auslegung des Gerichtshofs der Europäischen Union zu akzeptieren.
Ein Vertragspaket, das der einen Seite die normative Definitionsmacht belässt, während die andere Seite die Folgen dieser Auslegung tragen muss, entfernt sich vom Grundsatz der Gleichheit der Parteien.
Deutschland, Frankreich oder Italien würden eine solche Konstruktion kaum akzeptieren, wenn sie selbst an der Stelle der Schweiz wären. Insofern wird die „Goldene Regel“ verletzt, die lautet:
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Auch der Begriff „Standortrisiko“ verdeckt mehr, als er erklärt. Ein Standort lebt nicht nur vom Marktzugang, sondern auch von demokratischer und föderaler Legitimation und von Rechtssicherheit.
Werden institutionelle Mechanismen als Druckmittel ausgestaltet – etwa durch die Androhung erheblicher Nachteile bei ausbleibender Rechtsübernahme oder Akzeptanz von Streitentscheidung –, so entsteht der Eindruck eines ungleichen Vertrags.
Hinzu kommt ein anderer Punkt: In der Schweiz hat man Belehrungen aus dem „grossen Kanton“ nicht gern.
Wenn eine der wichtigsten deutschen Zeitungen glaubt, den Eidgenossen ausgerechnet an ihrem Nationalfeiertag europapolitische Ratschläge geben zu müssen, so wirkt das nicht wie eine ernstzunehmende Analyse, sondern wie eine herablassende Ermahnung.
In Zeiten, in denen Deutschland selbst wirtschaftlich, politisch und punkto innere und äussere Sicherheit erheblich an Glanz verloren hat, wäre Zurückhaltung erst recht angezeigt.
Ein echter Schulterschluss verlangt keine institutionelle Subordination, sondern eine Ordnung, welche die Interessen und die Eigenständigkeit beider Seiten respektiert.
Die Schweiz kann und soll eng mit der EU zusammenarbeiten. Was nicht geht, ist die dynamische Übernahme von EU-Recht, eine faktische Überwachung der Schweiz durch die EU-Kommission und ein Auslegungsmonopol des Europäischen Gerichtshofs.
Ein Pro-Forma-Schiedsgericht, das in den entscheidenden Fragen nichts zu sagen hat, macht die Sache noch schlimmer. Wer Europa stärken will, sollte auf faire Partnerschaft statt auf Druck setzen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was zum Teufel masst sich die FAZ an, sich in interne Angelegenheiten der Schweiz einzumischen. Das ist an Arroganz gegenüber uns nicht zu überbieten. Ich bilde mein Urteil über die „Bilateralen 3“ immer noch selber, und brauche keine Schulmeisterei.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Schweiz hat schon so viel
von der EU freiwillig übernommen
wo niemand gefordert hat.Seit
26 Jahren zahlen wir schon viele
Milliarden,warum müssen wir noch
Beitreten.Und für die Wirtschaft
Förderung im Osten auch noch wo
die EU nie gefordert hat !!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Als bedeutender Netto-Zahler und Milchkuh wäre die Schweiz in der EU natürlich hochwillkommen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ich verstehe die Argumentation der FAZ als Wunsch, viel echtes Geld aus der Schweiz für die EU zum Verteilen zu erhalten.
Das ist besser als Sondervermögen (= Schulden) wie in Deutschland, die theoretisch einmal zurückbezahlt werden müssten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
In den Leserkommentaren zum heutigen Beitrag zur Causa Pierin Vincenz prangert eine grosse Mehrheit den schlechten Zustand unseres Rechtssystems an.
Ob EU-Recht noch schlechter ist, bezweifle ich.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Warum wohl diese Anmassung? Weil die deutsche politisch-mediale Elite genau weiss, wie rückgratlos und schmalschultrig unsere Elite von SP, Grünen, GLP bis zu CVP-Mitte und linksliberaler FDP unter Druck von aussen handelt. Das Höslitum ist weit verbreitet in Helvetiens Politik und Medien: Corona, Klima, Energie, Ukraine – alles wird nachgeäfft von Teutonien.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Nein Danke.
Die EU-Sekte ist das noch grössere Regime, als es die Schweiz ist.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wieso diese ganze Aufregung? Seien wir doch fair und ehrlich – die NZZ – unsere „wichtigste“ CH-Zeitung – macht das Bashing an die Adresse von Deutschland in Artikeln à la Eric Gujer gefühlt jeden zweiten Tag. Also dürfen wir mal einen Artikel in die Gegenrichtung problemlos ertragen. Auch ein FAZ-Journalist darf eine Meinung haben.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die hehre FAZ geht mit den biedern Schweizern um wie die Regierung der BRD mit den Deutschen. Und genau so, wie die Ueberheblichkeit dieses Journalisten fusst auch die von Merz und Konsorten an den Tag gelegte elitäre Distanz zun den „Bürgern dort draussen“ auf einem Gen, welches vielen Deutschen in den Jahrhunderten autoritärer Regierungen in ihre DNA mutierte. Unten im Volk: kuschen und bewundernd und beneidend zum Prunk und Protz der da oben geifern. Dort man hat’s geschafft, man prahlt, defiliert und regiert mit Butterbrot und Peitsche. Dumm und Dekadent wie im alten Rom.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die FAZ behauptet, Isolation sei für die Schweiz höchst nachteilig. Ich bin bereit, ihr das zu glauben – doch wenn wir uns die Ergebnisse der deutschen Offenheit unter Angela Merkel ansehen, so hat diese Offenheit weder Wohlstand noch Sicherheit gebracht; vielmehr haben die Kosten selbst unsere kühnsten Schätzungen bei Weitem übertroffen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wir brauchen diese Belehrungen vom Herrn Ritter von der FAZ nicht. Das
EU – Recht zu übernehmen geht gar nicht. Die Schweiz ist seit 1291
erfolgreich und wird es auch weiter bleiben.
Falsch. Unsere 7 Zwerge pushen uns dahin.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
wenn ich sehe, dass die Schweizervolk 2 Mal die Einheitskasse abgelehnt hat, am 14.6. Nein gestimmt hat plus die Abstimmung für Direkt Importe für günstigere Medikamente abgelehnt hat, der weiss, dass es viel dämlicher nicht mehr geht und mit diesem Angsthasen Volk auch der Unterwerfungsvertrag angenommen werden wird.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Ohne unsere Winterreifen gehen Sie ein grosses Risiko ein.
Sie sollten sofort und exklusiv bei uns einkaufen.
Ihr Reifenhändler und Vertrauensperson
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die $VPler sind Ewiggestrige. Siehe Umwelt- und Klimakatastrophe.
Rösti ($VPler) streicht die Gelder, damit wir in 10-15 Jahren auch noch Wälder haben. Gell, das ist eure ach so geliebte $VP.
Was seit ihr nur für blinde Mitläufer.
Frauen unterdrücken? Ausländerhass? Gegen Homosexuelle hetzen? Steuerschmarotzer aus dem Ausland in den A…. kriechen? Ja, das ist eure $VP. Ein wahre Sonne….
Was für ein elendigliches Pack diese $VP doch ist. Allen voran Rösti.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
Ich kann mich nicht erinnern, dass die offizielle Schweiz sich je daran orientiert hat.
„eine faktische Überwachung der Schweiz durch die EU-Kommission“
Das wäre nicht das erste Mal, dass die Schweiz einwilligt von
fremden Mächten kontrolliert zu werden:
Geschichtsstunde:
1. Weltkrieg: SSS, Souverainité Suisse Suspendue.
2. Jüngste Vergangenheit: Christoph Blocher die Aktenvernichtung bei der Atomschmuggelaffäre.
„In der Schweiz hat man Belehrungen aus dem „grossen Kanton“ nicht gern“
Umgekehrt exakt so!